Pflichtaufgabe mit Schützenfest: FCK lässt Stahnsdorf keine Chance
- Youngster im Rampenlicht: Mika Haas steht im zweiten Spiel in Folge in der Startelf und bringt den FCK mit der Vorlage zum 1:0 auf die Siegerstraße
- Foto: Ralf Vester
- hochgeladen von Katharina Wirth
FCK. Der 1. FC Kaiserslautern überrollt in der ersten Runde des DFB-Pokals den Oberligisten RSV Eintracht aus Stahnsdorf und gewinnt deutlich mit 7:0. Vor 7.479 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg ließ die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht nichts anbrennen, überzeugte mit einer konsequenten Leistung und sorgte früh für klare Verhältnisse. Bereits zur Halbzeit stand es 4:0, was alle Hoffnungen des Pokaldebütanten aus Brandenburg auf eine Sensation zunichtemachte.
Früh den Widerstand gebrochen
Dabei hatte das größte Spiel in der Vereinsgeschichte des RSV Eintracht vom Start weg wenig von der erhofften Märchenhaftigkeit. Spätestens nach dem frühen Treffer von Fabian Kunze in der 11. Minute, der nach einer Flanke von Luca Sirch und einer cleveren Vorlage von Mika Haas traf, war klar, dass der FCK nichts dem Zufall überlassen würde. Mit rund 75 Prozent Ballbesitz dominierten die Lautrer das Spiel nach Belieben und spielten ihre Überlegenheit eindrucksvoll aus.
Was folgte, war ein regelrechter Torreigen: Mahir Emreli, Kim Ji-Soo und Daniel Hanslik trafen noch vor dem Seitenwechsel. In der zweiten Hälfte sorgten Marlon Ritter und Tobias Raschl für den Endstand von 7:0 aus Lautrer Perspektive. Besonders bemerkenswert: Gleich sieben verschiedene Torschützen dokumentieren die mannschaftliche Geschlossenheit des FCK – ein Umstand, der nach den offensiven Magerkost-Spielen in der Liga zuletzt Hoffnung macht. "Wir haben heute eine seriöse Leistung abgeliefert und unseren Plan, ein frühes Tor zu machen, umgesetzt. Heute haben wir gegen einen unterklassigen Gegner viele Torchancen herausgespielt. Gegen Elversberg wollen wir genauso auftreten wie heute und voll auftreten", fasst FCK-Kapitän Marlon Ritter nach Abpfiff die Partie zusammen.
Mehr Offensivaktionen in der Liga
Mit dem deutlichen Sieg hat der FCK nicht nur souverän die Pflichtaufgabe gemeistert, sondern auch Selbstbewusstsein getankt. Nach dem holprigen Auftakt in der Liga mit einer Niederlage in Hannover und dem knappen 1:0-Heimerfolg gegen Schalke 04 darf der Kantersieg als Signal verstanden werden, dass die Mannschaft offensiv dazugewinnen will.
Die Auslosung der nächsten Pokalrunde findet am 31. August ab 19 Uhr in der ARD-Sportschau statt. Der FCK ist eines von 32 verbleibenden Teams, die sich auf attraktive Gegner – und eventuell den Sprung ins Achtelfinale – freuen können.
Wiedersehen mit alten Bekannten
Am Freitag, 22. August, steht das nächste Zweitligaspiel auf dem Plan: auswärts beim SV Elversberg um 18.30 Uhr. Für Elversberg läuft diese Saison nach dem verpassten Aufstieg in der Relegation unter neuen Vorzeichen, nachdem Trainer Horst Steffen zu Werder Bremen wechselte und Coach Vincent Wagner übernahm. Mit einer Mischung aus Abgängen – darunter Stürmer Fisnik Asllani und Mittelfeldmann Semih Sahin, der nun für den FCK spielt – und frischem Wind starteten die Saarländer wie der FCK: mit einem Sieg und einer Niederlage. Ein Premierensieg gegen Nürnberg wurde durch eine Niederlage in Bochum getrübt. Im Pokal setzte sich die Mannschaft knapp mit 1:0 gegen den SSV Ulm durch.
Es bleibt abzuwarten, ob der Sieg im Pokal genug Schwung verleiht, um auch in der Liga offensiv den nächsten Schritt zu machen. Schließlich steht die Frage im Raum, ob der FCK die zuletzt gezeigte defensive Stabilität auch gegen die spielstarke Mannschaft aus dem Saarland über die volle Distanz halten kann. Mit einem Sieg gegen Elversberg würde die neu formierte Elf wichtige Punkte sammeln. [kata]
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Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |
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