Festung Betzenberg: FCK behält auch gegen Bochum seine weiße Heimweste
- Ivan Prtajin hat weiterhin einen Lauf und schraubte durch einen Doppelpack sein Torekonto auf inzwischen sieben Saisontreffer
- Foto: 1. FC Kaiserslautern
- hochgeladen von Ralf Vester
FCK. Der 1. FC Kaiserslautern behält auf dem Betze seine weiße Weste und gewinnt durch das 3:2 gegen den VfL Bochum auch das vierte Heimspiel der Saison. Es war unterm Strich ein absolut verdienter Sieg auf schwierigem Geläuf.
Die in der Startelf auf zwei Positionen veränderten Roten Teufel – Jan Elvedi für den Rot-gesperrten Maxwell Gyamfi und Marlon Ritter für Faride Alidou – erwischten bei bestem Fritz-Walter-Wetter einen perfekten Start. Torjäger Ivan Prtajin vollstreckte bereits in der 7. Minute nach feiner Vorarbeit des starken Antreibers Semih Sahin und Luca Sirch zum 1:0. Doch die Gäste kamen zum schnellen 1:1-Ausgleich durch Holtmann (15.).
In der Folge hatten beide Teams ihre liebe Mühe, auf dem seifigen Untergrund ein halbwegs geordnetes Spiel aufzuziehen. Bis zur Halbzeit blieben gute Torgelegenheiten daher eher Mangelware, das Unentschieden ging in Ordnung. Nach der Pause erhöhte der FCK deutlich die Schlagzahl und hätte die Partie schon früh entscheiden können.
FCK nach der Pause am Drücker
Zwischen der 57. und 65. Minute hatte die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht allein sechs Großchancen – fünf davon per Kopf – um erneut in Führung zu gehen. So dauerte es bis zur 79. Minute, bis die Hausherren das erlösende 2:1 erzielten. Goalgetter Prtajin vollendete nach starkem Zuspiel von Leon Robinson einen Konter zur erneuten Führung. Die Lautrer legten erfolgreich nach: Paul Joly drosch den Ball nach Vorarbeit von Dickson Abiama zum vorentscheidenden 3:1 in die Maschen. Der Anschlusstreffer durch ein Eigentor von Elvedi (90.+4) war zwar ärgerlich, aber nur noch Ergebniskosmetik.
Sahin derzeit klar die Nummer eins im Mittelfeld
Fazit: Ivan Prtajin hat weiter einen Lauf und knipst fast nach Belieben. Semih Sahin und der wenig überzeugende Marlon Ritter passen nach wie vor nicht sonderlich gut zusammen. Sahin hat derzeit klar die Nase vorne. Auch Nataan Skyttä war in dieser Konstellation nicht so stark wie zuletzt. Dass Torsten Lieberknecht deutlich vor Spielende all seine Mittelfeldgrößen vom Feld genommen hatte, sorgte hier und da für Verwunderung. Es ging letztlich gut, und der Coach wird sich etwas dabei gedacht haben.
Heißes Südwestderby beim KSC nach der Länderspielpause
Die Lautrer machen zu Hause also weiter ihre Hausaufgaben und bleiben mit jetzt 15 Punkten aus acht Spielen der Spitzengruppe der 2. Liga dicht auf den Fersen. Auf des Gegners Platz müsste halt mal der Groschen bei den Roten Teufeln fallen. Aber das nächste Auswärtsspiel am Samstag, 18. Oktober, 13 Uhr, beim Karlsruher SC hat es in sich. Der KSC präsentiert sich wie der FCK bisher zu Hause ohne Tadel und in der Fremde dagegen harmlos. Doch bis zum heißen Südwestderby ist durch die erneute Länderspielpause ja zwei Wochen Zeit. rav
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Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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