Delegation um Bürgermeisterin Wimmer-Leonhardt zu Gast in Partnerstadt Bunkyo-Ku
Überwältigende Eindrücke in Japan

Bei der Neueinweihung des Kaiserslauterer Platzes: der Vorsitzende des Stadtparlaments Kenechi Natori, Bürgermeister Hironobu Narisawa, Bürgermeisterin Wimmer-Leonhardt und SPD-Stadtratsmitglied Petra Janson-Peermann FOTO: PS
  • Bei der Neueinweihung des Kaiserslauterer Platzes: der Vorsitzende des Stadtparlaments Kenechi Natori, Bürgermeister Hironobu Narisawa, Bürgermeisterin Wimmer-Leonhardt und SPD-Stadtratsmitglied Petra Janson-Peermann FOTO: PS
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Kaiserslautern. Rund 9.400 Kilometer Luftlinie und sieben Stunden Zeitunterschied liegen zwischen Kaiserslautern und seiner am weitesten entfernten Partnerstadt Bunkyo-Ku, einem Stadtteil Tokios. Keine kleine Reise also, die eine siebenköpfige Delegation aus der Barbarossastadt da vor sich hatte, als sie vom 7. bis 13. September zu Besuch in Japan war.

„Wir kämpfen alle vermutlich noch ein wenig mit der Müdigkeit, aber gleichzeitig sind wir alle überwältigt von der Stadt und der tollen Organisation vor Ort“, so eine begeisterte Susanne Wimmer-Leonhardt am Donnerstagnachmittag kurz nach der Ankunft in Kaiserslautern. Die Bürgermeisterin hatte die Delegation angeführt, zu der auch Petra Janson-Peermann und Walfried Weber, Vertreter der SPD- beziehungsweise CDU-Fraktion im Stadtrat, der Leiter des Referats Kultur, Christoph Dammann, Martin Morawietz vom Referat Jugend und Sport, Heide Schmitt vom Büro für Städtepartnerschaften sowie Andreas Schmidt vom Verein Japanischer Garten e.V. Kaiserslautern zählten. Anlass der Reise war in erster Linie das 30-jährige Jubiläum der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 28. März 1988 im „Hochzeitshaus“ von Bunkyo-Ku.
„Unsere japanischen Freunde haben ein anspruchsvolles, aber sehr abwechslungsreiches Programm vorbereitet“, so die Bürgermeisterin. Auf dem Programm standen unter anderem die Neueinweihung des Kaiserslauterer Platzes in Bunkyo-Ku, den Skulpturen des Künstlerpaares Barbara und Gernot Rumpf zieren, und der neu gestaltet worden war. Auch ein Linienbus war zu Ehren der deutschen Partnerstadt mit besonderen Motiven verziert worden und wurde nun von Vertretern beider Städte offiziell in Dienst gestellt.
Weiterer Programmpunkt war die Gründung eines neuen Freundeskreises Kaiserslautern Bunkyo-Ku, der bereits eine Bürgerreise von Bunkyo-Ku nach Kaiserslautern im kommenden Jahr plant, die von einer offiziellen Delegation der Partnerstadt begleitet werden soll.
Mitglieder dieses Vereins sind auch ehemalige Austauschschülerinnen und -schüler, die in Gastfamilien in Kaiserslautern geweilt haben und die sich nun für eine intensive Vernetzung der beiden Städte im Jugendbereich engagieren. In diesem Zusammenhang hat die Delegation auch eine Grundschule in Bunkyo-Ku besucht, wo die Städtepartnerschaft schon früh thematisiert wird und die Kinder schon auf den Austausch mit Kaiserslautern vorbereitet werden. Auch ein Jugendzentrum wurde besucht.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vorbereitung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio, wo Bunkyo-Ku „Host City“ für Deutschland sein wird. Die Gruppe aus Kaiserslautern besuchte eine Auswahl von Sportstätten und Einrichtungen, die aktuell für die Durchführung der olympischen Sommerspiele vorbereitet werden. Speziell vor dem Hintergrund der Olympischen Spiele wurden mögliche Kooperationen zwischen den für den Bereich Sport zuständigen Personen beider Städte erörtert. Auch die Videobotschaft, die der Kaiserslauterer Karateka Jonathan Horne für den Delegationsbesuch zur Verfügung gestellt hatte, fand großes Interesse in Bunkyo-Ku.
In Kooperationsgesprächen wurde vereinbart, die Städtepartnerschaft kontinuierlich an die jeweiligen global-politischen und global-gesellschaftlichen Gegebenheiten anzupassen und beständig weiterzuentwickeln. „Trotz der großen Entfernung ist diese Städtepartnerschaft höchst lebendig“, zeigt sich Wimmer-Leonhardt überzeugt. Das habe auch etwa der Empfang der Delegation gezeigt, zu dem zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der japanischen Partnerstadt erschienen waren, auch um sich nochmals für die großzügigen Spenden der Bürgerinnen und Bürger aus Kaiserslautern zur Unterstützung des Wiederaufbaus der Stadt Kamaishi in der Provinz Iwate nach der Tsunami-Katastrophe 2011 zu bedanken.
Auch das Engagement des Vereins Japanischer Garten in Kaiserslautern e.V. hat eine besondere Würdigung erfahren. Auf Vorschlag des Bürgermeisters der Partnerstadt, Hironobu Narisawa, ist nun eine Partnerschaft des Japanischen Gartens Kaiserslautern mit einem Garten in Bunkyo-Ku angedacht.
Eine große Ehre wurde Oberbürgermeister Klaus Weichel zu teil, der für seine besonderen Verdienste um die Städtepartnerschaft geehrt wurde, was Bürgermeisterin Wimmer-Leonhardt in seiner Vertretung entgegennahm. Sie überreichte wiederum Hironobu Narisawa in Anerkennung seiner Verdienste das älteste Siegel der Stadt Kaiserslautern. ps

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