Rückbau auf dem Pfaff-Areal wird im Winter weitergehen
Tag der Offenen Tür am 23. Juni – VR-Angebot wird ausgebaut

Eines der Bestandsgebäude, das gerade umgebaut wird, ist das Neue Kesselhaus. So sah das Gebäudeinnere noch bis vor wenigen Monaten aus...  Fotos (2): ps
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  • Eines der Bestandsgebäude, das gerade umgebaut wird, ist das Neue Kesselhaus. So sah das Gebäudeinnere noch bis vor wenigen Monaten aus... Fotos (2): ps
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Kaiserslautern.Auf dem ehemaligen Pfaff-Areal soll auf insgesamt rund 19 Hektar ein völlig neuer Stadtteil entstehen. Das bedeutet viele Jahre harter Arbeit für alle Beteiligten. Seit Anfang November 2016 laufen die Rückbauarbeiten, parallel dazu die Verhandlungen mit potenziellen Investoren. Auch die umfangreiche Boden- und Grundwassersanierung muss geplant und durchgeführt werden.

„Wir sind derzeit dabei, die nächste Etappe des Rückbaus zu planen und die zugehörigen Arbeiten auszuschreiben – im Moment ist das viel Schreibtischarbeit“, berichtet Stefan Kremer, Geschäftsführer der Pfaff-Areal-Entwicklungsgesellschaft (PEG). In diesem nächsten Schritt sollen verschiedene Gebäude entlang der Königstraße, auf dem Hochplateau unterhalb der Herzog-von-Weimar-Straße sowie die zentralen Gebäude 20 und 80 rückgebaut werden. Die Arbeiten sollen im Winter losgehen und voraussichtlich bis Ende 2020 andauern. „Nach den derzeitigen Planungen ist danach etwa die Hälfte des Areals rückgebaut und saniert“, so Kremer.
Stichwort „saniert“: Wie allgemein bekannt, ist das Areal hochgradig mit allerlei Schadstoffen und Altlasten kontaminiert, deren Beseitigung einen wesentlichen Teil der Reaktivierung der Fläche ausmacht. Bereits in dieser Woche beginnen auf dem Areal neue Untersuchungen des Grundwassers. Mithilfe von Bohrungen soll in rund 30 Meter Tiefe ein bekannter Schadstoffhotspot erneut untersucht werden, um die Entwicklung der Schadstoffverteilung zu erfassen. Wie Kremer erklärt, könne man durch diese Bohrungen die endgültige Größenordnung der Grundwassersanierung abschätzen, die rund 30 Jahre dauern soll. Mit einer ganz anderen Altlast wird sich die PEG dann ab dem Spätsommer auseinander setzen, wenn das gesamte Areal auf Kampfmittel untersucht werden wird.
Gebaut wird derzeit allerdings auch. Im Neuen Kesselhaus (Gebäude 19) wird im Moment eifrig gearbeitet, dort soll das Reallabor des vom Bund geförderten Projektes EnStadt:Pfaff entstehen. Also die zentrale Anlaufstelle für Nutzer, Investoren, Planer, Forscher, die Bevölkerung sowie externe Interessenten, die sich dort über das innovative Energie-, Mobilitäts- und IKT-Konzept des Reallabors Pfaff-Quartier informieren können.
Neben dem Neuen Kesselhaus wird eine ganze Reihe weiterer Bestandsgebäude erhalten bleiben. „Bis auf das sogenannte Hansagebäude sind inzwischen alle Bestandsgebäude veräußert oder vergeben. Insgesamt liegen wir voll im Kosten- und Zeitplan, das betrifft sowohl den Rückbau als auch die Verhandlungen mit Investoren“, so Stefan Kremer zufrieden. Ebenfalls zufrieden äußert sich der Geschäftsführer zum bisherigen Verlauf des Rückbaus. „Oberste Prämisse ist immer der Anwohnerschutz, das heißt, Erschütterungen sowie Staub- und Lärmemissionen so gering wie möglich zu halten.“ Das sei bislang hervorragend gelungen, was auch an der guten Zusammenarbeit mit dem eigens gegründeten Anwohnerbeirat liege.

Tag der Offenen Tür

Wer sich selbst ein Bild vom aktuellen Stand der Dinge auf dem Pfaff-Areal machen möchte, hat dazu am Sonntag, 23. Juni, Gelegenheit, wenn die PEG zum Tag der Offenen Tür einlädt. Wie bereits in den Vorjahren können sich alle Besucher auf ein buntes Programm mit viel Kunst und Kultur freuen, so etwa auf eine Live-„Mural-Art-Painting“-Demonstration von Carl Kenz. Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich ebenso gesorgt wie für die Unterhaltung der kleinen Gäste.
Als Besucher- und Veranstaltungszentrum des Tags der Offenen Tür dient der Alte Speisesaal an der Königstraße, die Aktionen verteilen sich jedoch über das gesamte Areal, das mit gewissen Einschränkungen für die Besucher frei begehbar ist. Neben der PEG selbst präsentieren sich unter anderem der Anwohnerbeirat, das Konsortium um EnStadt:Pfaff sowie drei der Investoren, die der Öffentlichkeit ihre geplanten Projekte zeigen werden.
Unabhängig vom Tag der Offenen Tür können sich Interessenten auch jederzeit für eigene Führungen bei der PEG melden. Das gilt ausdrücklich auch für Künstler, die das Areal für ihre Zwecke nutzen möchten. Ein Kontaktformular ist auf www.pfaff-quartier.de zu finden. Dort sind auch zahlreiche weitere Infos rund ums Thema Pfaff hinterlegt. Highlight ist der virtuelle Rundgang über das Areal, das noch vor dem Beginn des Rückbaus komplett für 360°-Anwendungen fotografisch dokumentiert wurde. Wahrscheinlich im Herbst wird zudem ein virtueller Rundgang durch das Pfaff-Quartier der Zukunft online gehen, der derzeit in Zusammenarbeit mit dem Kaiserslauterer IT-Unternehmen ZReality auf Basis des bekannten Rahmenplans realisiert wird.
Damit können sich alle Nutzerinnen und Nutzer einen ersten Einblick verschaffen, wie es künftig zwischen Königstraße und Herzog-von-Weimar-Straße möglicherweise aussehen wird. ps

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... und so, nachdem die Inneneinrichtung vollständig entfernt wurde

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