Nach tödlichen Angriffen: Waffen- und Messerverbotszone in Kaiserslautern offiziell beschlossen
- Die Zone umfasst große Teile der Innenstadt – unter anderem Bereiche rund um den Willy-Brandt-Platz, die Fruchthallstraße, den Fackelbrunnen und den Stiftsplatz. Auch öffentlich zugängliche Gebäude wie das Einkaufszentrum „K in Lautern“, mehrere Parkhäuser und die Passage am Stiftsplatz werden einbezogen.
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Kaiserslautern. In Teilen der Kaiserslauterer Innenstadt gilt künftig eine Waffen- und Messerverbotszone. Die entsprechende Landesverordnung wurde jetzt beschlossen und kann damit offiziell in Kraft treten. Hintergrund sind mehrere schwere Gewalttaten in der Innenstadt – darunter auch tödliche Messerangriffe in den vergangenen Monaten. „Waffen und Messer haben im öffentlichen Raum nichts verloren“, erklärte Innenminister Michael Ebling. Die neue Verbotszone sei ein „klares Signal für mehr Sicherheit“.
Die Zone umfasst große Teile der Innenstadt – unter anderem Bereiche rund um den Willy-Brandt-Platz, die Fruchthallstraße, den Fackelbrunnen und den Stiftsplatz. Auch öffentlich zugängliche Gebäude wie das Einkaufszentrum „K in Lautern“, mehrere Parkhäuser und die Passage am Stiftsplatz werden einbezogen.
Wer innerhalb der Zone Waffen oder Messer mitführt, muss künftig mit empfindlichen Konsequenzen rechnen. Verstöße können mit Geldbußen von bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Zudem dürfen Polizei und Ordnungsbehörde verbotene Gegenstände direkt sicherstellen. Ausnahmen gelten laut Verordnung nur in bestimmten Fällen – etwa für Rettungskräfte oder Personen, die Messer beruflich benötigen.
Zur Kennzeichnung der Zone sollen rund 50 Hinweisschilder aufgestellt werden. Zusätzlich werden QR-Codes mit weiteren Informationen und mehrsprachigen FAQ angeboten. Auslöser der Maßnahme waren mehrere schwere Gewaltdelikte in der Kaiserslauterer Innenstadt. Besonders für Aufsehen sorgte ein Messerangriff am Willy-Brandt-Platz im November 2025. Im Februar 2026 wurde zudem bei einer Attacke am Fackelbrunnen ein Mann lebensgefährlich verletzt, ein weiterer starb später an seinen schweren Verletzungen.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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