BriMel unterwegs
Auf der Leinwand nach Mauritius

Wenn einer eine Reise tut, ....... Michael Stephan
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  • Wenn einer eine Reise tut, ....... Michael Stephan
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Haßloch. An drei Abenden bietet die VHS Haßloch im Filmsaal der Schillerschule verschiedene Reisevorträge an. Am 30. Januar wurde die Insel Mauritius in Wort und Bild präsentiert, die ich selbst bereits 2015 bereiste. Für einen kleinen Unkostenbeitrag von 3,50 Euro füllte sich der Saal rasch mit interessierten Gästen. An diesem Abend stellte Mathilde Nuber von der VHS den Referenten Michael Stephan mit seinen Diavisionen aus Speyer vor, der auf 40 Jahre „Reiselust“ zurückblicken kann und dessen Hobbies ganz klar das Reisen und Fotografieren sind. Im Jahre 2018 flog er mit Gattin in dieses wunderschöne paradiesische Land Mauritius, ein Inselstaat im Südwesten des Indischen Ozeans.

Er erzählte vom Dodo, das ist ein etwa einen Meter großer, flugunfähiger Vogel, der ausschließlich auf Mauritius lebte. Auf der Insel begegnet man ihm als Skulptur oder als Souvenir noch überall. Religionen sind hier die größten mit dem Hinduismus (80 %) und die Christen mit nur ca. 20 % vertreten. Stephan erzählte für alle Reiseinteressierten, dass es auf ganz Mauritius nur zwei Plätze gebe, an denen man seine Geldbörse respektive seinen Rucksack und Wertsachen festhalten müsse. Es sei so gut wie keine Kriminalität vorhanden, sondern es dominierten Freude, Tanz und Musik auf der Insel. Es sei sehr löblich, dass kein Hotel höher als 3 Stockwerke sein dürfe, was der Höhe einer Palme entspreche. Der höchste und dominierende Berg sei der „Le Morne Brabant“ mit 556 Meter Höhe. Alle 10 Jahre würde ein Zyklon in der Gegend wüten, so auch 2018, dessen Ausläufer man zu spüren bekam. Mauritius sei ein Paradies für Wassersportler und zunehmend für Skysurfer, man kann aber auch wundervolle Strandspaziergänge machen. Der Ertrag der Fischer sei gering und die Boote eher klein. Auch die Ausflugsboote sind keine großen „Pötte“. Jetski wurde vor 1,5 Jahren verboten wegen der Zunahme und Gefahr für die Skysurfer.

Man dürfe den Einheimischen sehr nahe sein und habe auf Nachfrage gerne Fotos machen dürfen und wurde sogar ab und zu zum Essen eingeladen. Korallen am Strand oder im Wasser zu entwenden, um es als Souvenir mitzunehmen, wird mit einer drastischen Strafe im vierstelligen Eurobereich geahndet.

Die Hauptstadt Port Louis, in der sich das politische und gesellschaftliche Leben abspielt, haben weniger Einwohner als Haßloch. Hier gibt es allerdings auch Hochhäuser und einen großen Markt, wobei man an Punkt zwei der Plätze mit Sicherheitsvorkehrungen komme. Dichtes Gedränge, viele Gerüche und geschäftiges Treiben verführen zu dem Griff in die Touristentasche. Aber gesehen haben sollte man diesen Markt schon, er würde sich allemal lohnen. In Port Louis laden die Fußgängerzone und der Hafen mit großen Schiffen zum Sightseeing ein. Für Philatelisten ist natürlich der Besuch des Briefmarkenmuseums ein Muss, in dem man SEINE Blaue Mauritius als Kopie erwerben kann. Eine Fahrt auf den Berg eröffnet einem einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die große Galopprennbahn.

Eine Fahrt in den Botanischen Garten Pamplemousses mit seinem weitläufigen Park, der Vielzahl uralter Bäume mit zum Teil ausufernden Luftwurzeln ist unerlässlich bei einem Besuch. Ein besonderes Highlight sind die meterbreiten Wasserlilien und die bunte, teils seltene Blütenpracht im gesamten Park. Die Palmfrüchte werden immer schnell geerntet, damit kein Spaziergänger von solch einer schweren Frucht auf dem Kopf getroffen wird.

Atemberaubend sind auch die Sonnenuntergänge, zu denen man als Tourist mit Foto oder Handy bewaffnet in Strandnähe pilgert. Wenn man früh aufstehen würde, könne man die Fischer mit ihrem frischen Fang einfahren sehen und das Spektakel, wenn Händler mit ihnen um den Preis feilschen.

La Vanille Nature Park oder La Vanille Crocodile Farm ist ein zoologischer Park im Distrikt Savanne im Süden des Inselstaates Mauritius, der privat von einem australischen Ehepaar angelegt wurde. Hier trifft man auf Tiere aus anderen Ländern, der Eintritt ist frei, jedoch würde man sich über eine Spende freuen. Hier sind nicht nur Krokodile, sondern auch Riesenschildkröten zu sehen.
Im Black River Gorges National Park stürzen die Alexandra Falls über 100 Meter in die Tiefe. Ein Ausflug zur Rumdestillation, Kaffee- und Teeplantage gehört mit ins Programm. Kommt man ins Hochland mit seinem unbezahlbaren Blick über die Hügel sollte man beim Aussteigen aus dem Bus oder Auto auf keinen Fall Essbares mit sich führen, denn die sich dort tummelnden Affen sind ziemlich aufdringlich. Fährt man zum Grand Bassin – See des Ganges -, dem größten Kratersee, befindet man sich in der größten Pilgerstätte der Hindus außerhalb Indiens. Hier sollte man sich gesittet kleiden und verhalten aus Respekt zu diesen Menschen. Hier werden von den Gläubigen täglich den Gottheiten Essen und Geldspenden gebracht. Einmalig auf der Welt ist das Naturphänomen in der Nähe der Ortschaft Charamel die siebenfarbige Erde „Seven Coloured Earth“, die sich im Privatbesitz befindet und - durch einen Zaun geschützt - ein Publikumsmagnet darstellt.

Michael Stephan gab anschließend noch Tipps, dass man bei Besteigung des Berges einen kundigen Führer mitnehmen solle, schlug diverse Reiseführer vor und erzählte, dass man prima mit Englisch durchs Land käme. Es war eine kurzweilige und informative Veranstaltung mit toller Diashow auf großer Leinwand. Frau Nuber von der VHS verwies noch auf den nächsten Termin am 13. Februar, bei dem es nach Hong Kong ginge. (mel)

Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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