Theaterabend mit Wirkung: „Fait gaffe #youtoo“ unterstützt Beratungsstelle
- Theaterprojekt sensibilisiert für Gewalt gegen Frauen und unterstützt Beratungsstelle (v.l.n.r.): Verena Schmitt (Gleichstellungsbeauftragte Gemeinde Haßloch), Caroline Schmitt (Regie), Peter Ruffer (1. Vorsitzender WWP Theater e.V.) und Katharina Monath (Beratungsstelle für Alleinerziehende & Frauen).
- Foto: Gemeindeverwaltung Haßloch
- hochgeladen von Eva Bender
Haßloch. Das Theaterstück „Fait gaffe #youtoo“, das am Samstag, 14. Februar 2026, im Kulturviereck Haßloch aufgeführt wurde, hat beim Publikum eine sehr positive Resonanz ausgelöst. Die Veranstaltung widmete sich dem Thema Gewalt gegen Frauen und wurde in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Haßloch, Verena Schmitt, organisiert. Der Erlös der Aufführung kommt der Beratungsstelle für Alleinerziehende und Frauen zugute.
Im Rahmen eines Nachtreffens in der Beratungsstelle wurde der Erlös nun offiziell übergeben. Insgesamt kamen 500 Euro zusammen, die der Einrichtung zugutekommen.
Aufgeführt wurde das Stück vom Amateurensemble des WwP-Theaters unter der Regie von Caroline Schmitt. Anders als viele andere Produktionen des Ensembles greift die Inszenierung ein besonders ernstes Thema auf. Wie Caroline Schmitt erläuterte, stellte die intensive Auseinandersetzung mit den dargestellten Inhalten auch für die Darstellenden eine besondere Herausforderung dar.
Bereits seit März 2025 hatten sich die Beteiligten intensiv mit der Vorbereitung des Projekts beschäftigt. Dabei ging es unter anderem um grundlegende Fragen wie die Zielsetzung des Stücks und die Ansprache des Publikums.
Die Inszenierung setzt bewusst auf Alltagssituationen und subtile Grenzverletzungen, die häufig nur schwer von außen wahrnehmbar sind. Auf explizite Gewaltdarstellungen wurde weitgehend verzichtet. Stattdessen werden diese nur angedeutet, um dem Publikum Raum für eigene Interpretationen zu lassen. Um bestimmte Handlungen dennoch sichtbar zu machen, kam unter anderem eine Schaufensterpuppe zum Einsatz.
Verena Schmitt betonte, dass das Stück nicht darauf abziele, Männer pauschal zu verurteilen. Vielmehr gehe es darum, für ein gesellschaftlich relevantes Thema zu sensibilisieren und Betroffenen Mut zu machen, Unterstützung zu suchen.
Die Aufführung wurde außerdem vom Offenen Kanal begleitet. Neben der Aufzeichnung des Stücks werden dort zusätzlich Backstage-Interviews mit einigen der Darstellenden gezeigt. Das Stück wird dort an folgenden Terminen ausgestrahlt:
- 15. März 2026 um 21:25 Uhr
- 22. März 2026 um 20:15 Uhr
Die positive Resonanz auf die Aufführung hat bereits zu ersten Anfragen für weitere Vorstellungen geführt, unter anderem vom Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz sowie von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neustadt an der Weinstraße. Damit hat das Projekt nicht nur eine Unterstützung für die Beratungsstelle ermöglicht, sondern zugleich dazu beigetragen, ein sensibles Thema stärker in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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