BriMel unterwegs
Sonniges Marktfest-Konzert mit dem Volkschor
- Chor mit Chorleiter Jona Steuerwald
- Foto: Johann-Peter Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Haßloch. Am Morgen des 25. April gab es im Ein-Stunden-Takt auf dem Haßlocher Marktplatz ordentlich was auf die Ohren. Der gemischte Chor und Projektchor 3.0 zeigte ein breites Repertoire an Liedern, zu denen die Besucherinnen und Besucher gerne mitsingen durften.
Vorgeschichte:
Der Projektchor 3.0 tritt zum ersten Mal in dieser Konstellation auf und beschäftigt sich mit Musicalsongs. Auch der gemischte Chor unter der Leitung von Jona Steuerwald mit den Vereinsmitgliedern trat auf. Wer im Projektchor singt muss nicht zwingend Mitglied sein, obwohl es erfreulicherweise auch Frauen gab, die vom Projektchor in den anderen Chor gewechselt sind. Besonders ist, dass beide Chöre ein paar Lieder zusammen mit den Marktbesuchern singen wollten. Wegen Textunsicherheiten brauchte man sich keine Sorgen zu machen, denn die Texte lagen auf den Biertischen aus.
Der Hintergrund ist, dass das Team, das seit Ende März 2026 nun den neuen Vorstand des Volkschors bildet (sogenannter Teamvorstand), nach längerer Zeit im Jahre 2024 wieder angefangen hat Chorprojekte zu starten, zu planen und zu organisieren. Das bedeutet, dass Singbegeisterte zusammenkommen, um unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft auf befristete Zeit unter einem bestimmten Motto gemeinsam zu singen und das Ganze mündet in mindestens einem Konzert oder eben in mehreren kleinen Auftritten. 2024 fand das damalige Chorprojekt "The Best of ABBA" seinen Abschluss bei der September-Serenade im Hof des Ältesten Hauses in der Gillergasse. Unter dem Motto „Mary Poppins trifft die Beatles“ fand 2025 ein Herbstkonzert im K4 Haßloch statt. Und dieses Jahr findet beim Marktfest der allererste Auftritt des aktuellen Projektchors 3.0. statt. Der Projektchor 3.0 probt seit Januar alle zwei Wochen Songs aus bekannten Musicals und wollte nun gemeinsam mit dem eigentlichen Chor des Vereins, dem Gemischten Chor das diesjährige Marktfest musikalisch gestalten.
Nun ist es so, dass seit dem letzten Projektchor nur noch Frauen bei Projekten dabei sind, deshalb würde man sich freuen, wenn bei zukünftigen Chorprojekten männliche Verstärkung hinzukäme, im besten Fall mit musikalischer Vorbildung. Nach dem Marktfestkonzert wird es jeden Mai-Montag um 19.15 Uhr eine Schnuppersingstunde für den gemischten Chor geben. Interessierte können einfach beim Gemischten Chor mitmachen oder via Mail Interesse für diesen und oder das nächste Chorprojekt bezeugen. Melden sich genug Männer, dann wäre ein gemischtes Chorprojekt wieder denkbar. Im Januar dieses Jahres trafen sich 50 interessierte Frauen, wovon sich 25 herauskristallisiert haben nun regelmäßig zu kommen.
Das Fest wurde bei strahlendem Sonnenschein um 9 Uhr durch das Begrüßungslied „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ gesungen. Bürgermeister Tobias Meyer eröffnete mit ein paar warmen Begrüßungsworten und wies darauf hin, dass man den Chor während des Vormittags noch zweimal hören würde. Er begrüßte den Beigeordneten Ralf Trösch (SPD), der ihm zur Seite stehen würde bei der Bewältigung der vielen Infostände mit buntem Programm. Besondere Erwähnung fand auch Helmut Defren, der nach 60 Jahren Vorstandschaft im Volkschor nun sein Amt abgegeben hat. Man mache dieses Marktfest zweimal im Jahr auf dem Wochenmarkt, wo viele Marktbeschicker stehen. Er will die Besucher deshalb dazu motivieren, regionale Produkte hier auf dem Markt einzukaufen, das sei ein wichtiger Baustein.
Der gerade mal 23-jährige Chorleiter Jona Steuerwald am Keyboard hatte seine Sängerinnen und Sänger über den Vormittag „fest im Griff“ und legte mit dem Zungenbrecher „Superkalifragilistikexpialigetisch“ aus dem Film Mary Poppins los. Weitere viele bekannte Gassenhauer, deren Melodie, man aber vielleicht den Text nicht kennt, folgten. Wurde Zeit, dass auch mal das Publikum aktiv mitmachte und den Chor mit „Ich wollt‘ ich wär‘ ein Huhn“ stimmgewaltig unterstützte. Um 9 Uhr noch spärlich besucht kamen nach und nach immer mehr Gäste auf den Platz, der mit Bierbänken zum Verweilen einlud. „Der kleine grüne Kaktus“ verursachte einen Ohrwurm. Der Chor wurde ausgedünnt für das nächste Lied „Was kann schöner sein“, der Melodie von Que Sera. Zum nächsten Lied „Papierflieger“ ließen die Chormitglieder vereinzelt ihre vorher verteilten Papierflieger durch die Luft fliegen. „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“ steht sie über dem Haßlocher Wochenmarkt bereits im Zenit.
Eine halbe Stunde Pause für Smalltalk, Getränkeversorgung oder Einkäufe folgte, in der man die einzelnen Stände aufsuchte. Von Fisch über Käse, Gemüse/Obst/Honig, Wurstwaren, Nudeln/Eier konnte man sich am Stand des DGB, der CDU, des Seniorenbeirates Haßloch plus Inklusion, dem Pflegestützpunkt mit der Gemeindeschwester plus vom Landkreis Bad Dürkheim Vera Götz und am Stand der Pro Paulus-Kirche e.V. nach dem Motto „Gut informiert – besser leben“ informieren. Hier war auch das Spiel für alle aufgebaut, das „Shuffleboard“, welches regen Zuspruch fand. Da der Volkschor gerne noch für ein paar neue Mitglieder Werbung machen wollte, gab es auch einen Infostand mit Sekt, Orangensaft, Wasser und Kindersekt. Zudem boten Kuchenfeen von der Kita St. Elisabeth Kaffee und Kuchen an. Einmal davon abgesehen, gab es ringsum von den Marktbetreibern alles was der Magen begehrt. Es wurde einem nicht langweilig und schon formierte sich wieder der Chor um weitere Lieder anzustimmen. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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