Großeinsatz am Niederwiesenweiher: Vermeintlicher Leichenfund war Boje
- Ein vermeintlicher Leichenfund am Niederwiesenweiher hat Feuerwehr und Polizei beschäftigt. Am Ende stellte sich der verdächtige Gegenstand als alte, selbstgebaute Boje im Wasser heraus.
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Böhl-Iggelheim. Am Montag, 27. Juli, hat ein vermeintlicher Leichenfund am Niederwiesenweiher einen größeren Sucheinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Eine Schwimmerin meldete am frühen Morgen einen großen, hellen und glitschigen Gegenstand im Wasser, den sie beim Baden berührt hatte. Sie befürchtete, es könne sich um einen menschlichen Körper handeln.
Die Polizei sperrte den betroffenen Bereich des Sees sofort ab und leitete Suchmaßnahmen ein. Die Feuerwehr suchte die Wasseroberfläche systematisch mit einem Boot und einer Drohne ab. Auch das Ufer wurde ohne Ergebnis nach zurückgelassenen Gegenständen kontrolliert, wie die Polizeidirektion Ludwigshafen berichtet.
Weil die ersten Maßnahmen ohne Befund blieben, wurde eine spezialisierte Taucheinheit angefordert. Am Dienstag, 28. Juli, fanden Polizeitaucher den beschriebenen Gegenstand dicht unter der Wasseroberfläche. Menschliche Überreste konnten endgültig ausgeschlossen werden. Stattdessen entdeckten die Einsatzkräfte eine selbstgebaute Boje aus Styropor und Klebeband, die mit einem Seil an einem schweren Gegenstand auf dem Seegrund befestigt war. Der stark mit Algen bewachsene Fund dürfte dort schon seit längerer Zeit gelegen haben. Dem örtlichen Anglerverein war die Konstruktion laut Polizei nicht bekannt.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |