Bewegendes Sozialdrama im Dorfkino Haßloch: Ballade von der weißen Kuh
- Foto: Berlinale/Amin Jafari
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Haßloch. Das Dorfkino Haßloch zeigt Ballade von der weißen Kuh (Ghasideyeh gave sefid) am Donnerstag, 19. Februar 2026, um 20 Uhr in der Alten Brauerei Löwer, Langgasse 66, Haßloch. Wie immer findet die Vorführung am dritten Donnerstag des Monats statt. Der Februar-Film ist ein bewegendes Sozialdrama aus Iran und Frankreich des Regieduos Behtash Sanaeeha und Maryam Moghaddam. Moghaddam übernimmt selbst die Hauptrolle der leidgeprüften, aber dennoch großmütigen und hoffnungsvollen Mutter.
Der Film verhandelt die Themen Schuld und Sühne ebenso wie soziale Zwänge und gesellschaftliche Unterschiede. Im Mittelpunkt steht Mina, deren Ehemann Babak zu Unrecht wegen Mordes hingerichtet wurde. Zwar spricht ihr das Gericht später eine größere Geldsumme als Entschädigung zu, doch bis dahin lebt sie mit sehr geringem Einkommen und sorgt allein für ihre siebenjährige Tochter Bita. Die Arbeit in einer Milchfabrik sowie das Verzieren von Einmachgläsern, die sie als kleine Geschenke verkauft, reichen kaum zum Leben, und die Miete bleibt rückständig.
Als eines Tages Reza vor ihrer Tür steht und sich als Freund ihres verstorbenen Mannes ausgibt, scheint sich Minas Situation zu verbessern. Er hilft ihr bei der Wohnungssuche und überweist ihr Geld, das er angeblich Babak geschuldet hat. Zwischen beiden entwickelt sich eine vorsichtige Nähe. Doch Reza handelt aus Schuldgefühlen: Er war der Richter, der Babaks Todesurteil unterschrieben hat.
Der Film aus dem Jahr 2020 wurde von Behtash Sanaeeha und Maryam Moghaddam inszeniert. In den Hauptrollen sind Maryam Moghaddam, Alireza Sani Far, Pouria Rahimi, Avin Poor Raoufi und Behtash Sanaeeha zu sehen.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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