Freibad Hettenleidelheim baut groß um: Photovoltaik, mehr Schatten, neue Bereiche
- Im Freibad Hettenleidelheim laufen Bauarbeiten, die künftig Energie sparen und neue Bereiche für Gäste schaffen sollen.
- Foto: Kim Rileit
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Hettenleidelheim. Im Freibad läuft eines der größten Sanierungs- und Erweiterungsprojekte seiner Geschichte. Die Anstalt des öffentlichen Rechts zum Betrieb der Freibäder in Altleiningen und Hettenleidelheim investiert dafür rund 1,3 Millionen Euro und setzt auf ein neues Energiekonzept mit Photovoltaik als Kernstück.
Hintergrund sind laut Verbandsgemeinde Leiningerland steigende Energiekosten, der hohe Energieverbrauch in der Badesaison und klimapolitische Ziele. Dafür setzt das Projekt auf mehrere Bausteine, die den Betrieb wirtschaftlicher und ökologischer machen sollen.
Photovoltaik auf Stützkonstruktion und Batteriespeicher
Geplant sind eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung, die auf einer carportähnlichen Stützkonstruktion entsteht, sowie ein Batteriespeicher. Der Speicher soll den Eigenverbrauch optimieren und Lastspitzen reduzieren. Unter der aufgeständerten Konstruktion will das Freibad künftig zusätzliche schattige Liegeplätze anbieten.
Zum Energiekonzept gehört außerdem eine Wärmepumpe zur regenerativen Beckenwassererwärmung. Ein intelligentes Energiemanagementsystem soll die Energieflüsse steuern und optimieren.
Auch auf dem Gelände selbst ändert sich einiges. Neue Liegebereiche am Hauptbecken sind geplant. Die barrierefreie Nutzung soll sich durch eine rollstuhlgerechte WC-Anlage deutlich verbessern.
Zur weiteren Ausstattung gehören eine feste Veranstaltungsbühne, eine Kletterzone und ein Tischtennisbereich. Dazu kommen zusätzliche Lagerflächen, eine Sanitäranlage für das Team, die Neuordnung der Rettungswegezufahrt und die Umgestaltung befestigter Flächen.
Teilweise hat die AöR die Bauleistungen für einzelne Gewerke bereits vergeben. Die Rohbau- und vorbereitenden Arbeiten haben begonnen. Die Verbandsgemeinde Leiningerland berichtet außerdem, dass Ergebnisse aus bisherigen Ausschreibungen teilweise deutlich unter den ursprünglich veranschlagten Kostenschätzungen liegen.
Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Maßnahme aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation, kurz KIPKI.
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |