Familiensport einmal anders
Entwickelt sich hier ein neuer Trendsport?

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Flomersheim. Gerade Jungs sind total begeistert: Plastikblaster, mit denen man Schaumstoffpfeile, sogenannte Darts, abschießen kann. Da wird schnell aus einem Kinderzimmer ein Hindernisparcours und im Sommer der Garten zur Festung. Das „Nerf-Spiel“ ist beliebt. Mittlerweile so sehr, dass auch Vereine gegründet werden, oder wie im Fall der Nerf Community in Frankenthal, eine eigene Abteilung beim TuS Flomersheim. Einen Spieltag hat das Wochenblatt Frankenthal erlebt und eins ist ganz klar: Eine tolle Gemeinschaft, die viel Spaß an ihrem Blastersport hat.
In der TuS Halle in Flomersheim trafen vergangenen Samstag sich die Blasterspieler. Tische wurden mit Folien beklebt, ein Parcours errichtet. Die Spieler kamen mit großen Taschen, Darts und Schutzbrillen. Von ganz kleinen Blastern bis hin zu riesigen Maschinen, die mit Batterie betrieben wurden und gleich mehrere Darts hintereinander abschießen können. Jeder hatte etwas dabei. Da wurde gemeinsam gefachsimpelt, getauscht, geteilt – jeder war mit vollem Elan dabei. Doch bevor es richtig losgehen konnte, mussten gewisse Regeln eingehalten werden. Die Blaster müssen korrekt eingestellt sein, nur die Darts der Veranstalter dürfen verwendet werden und eine Schutzbrille – auch für die Zuschauer – war Pflicht. Nach kurzer Einweisung in die Spielregeln, ging es endlich los. In zwei Gruppen unterteilt galt es: Alle Spieler der gegnerischen Mannschaft zu treffen und damit einen Teamsieg herauszuholen. Wer getroffen wurde, hob die Hand und verließ die Spielfläche. War eine Runde zu Ende, startete das gemeinsame „Aufräumen“, schließlich mussten alle Darts wieder aufgehoben werden. Und weiter ging es: Mal mit bunten Schärpen in Teams eingeteilt und mit einem Spiel gegen die Zeit, mal mit einem Kampf Kinder- und Jugendliche gegen die Erwachsenen – die Kids haben gewonnen! Das nächste Mal, Anfang April, wird es gleich ein ganzes Turnier geben. Dann findet die Veranstaltung in Ludwigshafen statt.

So fing alles an

„Angefangen hat alles auf 60 Quadratmetern, zu Hause in der Wohnung. Gekauft war der Blaster schnell, aber zuhause allein oder zu zweit macht das natürlich weniger Spaß“, berichtet Andrey Krause. So haben sich damals die ersten Freunde getroffen, Hallen angemietet und dort zusammen „gebattelt“. „Dann haben wir die Möglichkeit bekommen als Vereinsabteilung bei der TUS Flomersheim den Sport öffentlich zu machen“, so Andrey Krause. Anfänglich nur fünf oder sechs Spieler, hat die Gruppe mittlerweile rund 25 bis 30 feste Spieler. Teils kommen diese sogar aus Frankfurt hier her. Ein "Partnerverein" ist in Ludwigshafen, so wechselt man sich monatlich ab bei der Ausrichtung der Spiele.
Das Nerf-Spiel soll Spaß und Freude bringen, es hat nichts mit Gewalt zu tun. „Es gibt bei uns klare Regeln, darunter auch, dass keiner hier in einem Kampfanzug kommt oder von Waffen spricht. Wir haben Blaster und keine Waffen“, so Andrey Krause. „Wir wollen den Leuten einen Sport bieten, der Spaß macht und der etwas für die ganze Familie ist." Es ist tatsächlich ein Spiel für die ganze Familie. Es gibt keinen Unterschied im Alter und Geschlecht. Ob Vater und Sohn, auch Frauen sind dabei.
Auffallend war: Egal ob der 7-Jährige oder der 40-Jährige – das Alter spielte keine Rolle, jeder wurde gleich behandelt. Es gab keine Berührungsängste zwischen Jung und Alt – auf dem Spielfeld gab es nur ein „wir“. Eine Gemeinschaft, die ein gleiches Hobby teilt und das mit immer wachsender Begeisterung. Ganz sicher: Der Blastersport ist tausendfach besser, als an Konsolen oder dem Tablet zu zocken. Es ist Bewegung, Gemeinschaft und einfach mit unglaublich viel Spaß verbunden.
Die Nerf Community trifft sich regelmäßig einmal im Monat, abwechselnd in Ludwigshafen und Frankenthal. Weitere Informationen unter www.tus-flomersheim.de

Autor:

Gisela Böhmer aus Frankenthal

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