Im Gespräch mit Anna-Catharina Eggers und Bürgermeister Bernd Knöppel
Klimaschutz wird in Frankenthal erlebbar

Anna-Catharina Eggers und Bernd Knöppel im Gespräch mit dem Wochenblatt Frankenthal.
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Frankenthal. Plastikfrei einkaufen, mit dem Fahrrad zur Arbeit, Photovoltaikanlagen oder Strom sparen – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man sich für den Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzen kann. Doch manchmal fällt es schwer. Wieso eigentlich? Und was macht die Stadt Frankenthal rund um das Thema? Das Wochenblatt sprach hierzu mit Bürgermeister Bernd Knöppel und Klimaschutzmanagerin Anna-Catharina Eggers.„Klimaschutz wird von vielen als kompliziert, teuer und anstrengend empfunden. Wir haben uns sehr an unser Leben gewöhnt, es ist für uns „normal“, das ist es aber nicht für die Natur. Als Klimaschutzmanagerin ist es meine Aufgabe Wege zu zeigen, die Spaß machen können und sich nicht als Verzicht oder Belastung anfühlen“, berichtet Anna-Catharina Eggers. Seit rund zwei Jahren ist sie Klimaschutzmanagerin in Frankenthal. Alte Projekte hat sie weitergeführt, aber auch viele neue umgesetzt. Der Klimaschutz muss alle Facetten des Lebens erreichen. Dazu gehört auch die Stadt.„In den vergangen Jahren haben wir sehr viel für den Klimaschutz investiert. Straßenlaternen wurden mit neuster Technik, die Strom spart, ausgestattet, auf dem neuen Kindergarten in der Weidstraße und auf der neuen Sporthalle des Karolinengymnasiums wurde jeweils eine Photovoltaikanlage installiert. An der Robert-Schuman-Schule wurde durch die Modernisierung der Heizung und damit der Anschluss an die Fernwärme ebenfalls die CO2-Bilanz verbessert“, berichtet Bürgermeister Bernd Knöppel. „Ich habe festgestellt, wenn man mit den Menschen spricht, dann erreicht man viel. Es entstehen Eigeninitiativen, eigene Ideen und Projekte“, berichtet Anna-Catharina Eggers. Bürgermeister Bernd Knöppel ergänzt: „Beim EWF beispielsweise ist das so. Aus mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde eine Arbeitsgruppe Abfallvermeidung gebildet. Man merkt den Bewusstseinswandel“. Es geht also darum Ziele und Wege aufzuzeigen, so dass sich jeder in dieser Bewegung wiederfindet. Die Stadt geht mit gutem Beispiel voran. So startet die Stadt im Jahr 2020 bei allen Festivitäten „Einwegplastik frei“ durch. „Bereits vergangenes Jahr haben wir auf die Luftballons beim Abschluss der Strohhutfest-Eröffnung verzichtet. In diesem Jahr greifen wir das ab 2021 gültige EU weite Plastikverbot auf. Das bedeutet: Alle Beschicker der Feste dürfen kein Geschirr oder Becher herausgeben, die aus Einwegplastik bestehen“, so der Bürgermeister.
Eine Photovoltaikanlage oder Stromsparmaßnahmen sind aber selten sichtbar. Deshalb hat die Klimaschutzmanagerin gemeinsam mit der Stadt vergangenes Jahr die ersten Projekte ins Leben gerufen, die Klimaschutz für den Bürger bewusst wahrnehmbar machen. So startete die Aktion RhineCleanUp oder das Stadtradeln. Nicht neu, aber auch wieder dabei war die Earth Hour. „2020 haben wir viel vor. Es wird wieder ein Stadtradeln geben, auch die RhineCleanUp Aktion. Aber es kommen auch neue Dinge hinzu. So werden wir beispielsweise bei den Tagen der Nachhaltigkeit, die kurz nach dem Strohhutfest beginnen, in der Stadtbücherei einen „Escape Room“ gemeinsam mit der Stadt Ludwigshafen veranstalten. Ich freue mich da schon riesig drauf. Es ist ein neues Projekt, ein neues Konzept und spricht jede Altersklasse an“, freut sich Anna-Catharina Eggers. Auch wird in diesem Jahr das Thema Mehrwegbecher nochmals aktiv von der Stadt in der Öffentlichkeit präsentiert. Der Kaffee to go wird nicht verboten, es geht aber darum, ein sinnvolles Konzept zu finden, wie die Becher im Mehrwegprinzip genutzt werden können. Das Land Rheinland-Pfalz hat hierzu die Aktion BecherBonus ins Leben gerufen. „Es ist wichtig, dass die Stadt ihre Vorbildfunktion hier wahrnimmt und mit interessanten Aktionen die Bürger mitnimmt. Ob es das Stadtradeln war oder auch die Earth Hour – jeder kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Bürgermeister Bernd Knöppel.

In der kommenden Ausgabe des Wochenblatts startet eine neue Serie, die das Wochenblatt gemeinsam mit der Klimaschutzmanagerin Anna-Catharina Eggers ins Leben gerufen hat. 14-tägig informieren wir Sie über wichtige Themen rund um den Klimaschutz und geben Tipps, wie man den Klimaschutz aktiv leben kann. gib

Anna-Catharina Eggers und Bernd Knöppel im Gespräch mit dem Wochenblatt Frankenthal.
Autor:

Gisela Böhmer aus Frankenthal

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