Sechs Stunden Programm - Begeisterung pur
Fantastische Prunksitzung bei den Chorania Frankenthal

„Wilden Choris“ bei ihrem Schautanz (Elisabeth).

Frankenthal. Wie schnell sechs Stunden vergehen können, erlebten die Besucher der beiden Prunksitzungen des Carnevalvereins Chorania. Mit einem abwechslungsreichen Programm begeisterten die Fasnachter ihre Gäste im ausverkauften Saal des Donauschwabenhauses.
Musik gehört bei der Chorania traditionell zum festen Bestandteil der Sitzungen. Dabei bewies der in München lebende „Gastarbeiter“ und seines Zeichens 2. Vorsitzender Daniel Galante, dass er mit seinen Stimmungslieder das Publikum mitreißen kann. Ebenso die „Gröhler“, die nicht nur mit ihrem Gesang, sondern auch mit tänzerischen Einlagen für gelungene Unterhaltung sorgten. Aus der Not eine Tugend machte der „Singende Elferrat“. Der musikalische Begleiter fiel krankheitsbedingt aus, so präsentierten die Herren cappella die von Präsident Thomas Kehl mit spitzer Feder geschriebenen Texte. Dabei wurde unter anderem das Gezeter um den Sportplatz in der Schraderstraße („mach„ doch einen Parkplatz fürs Congress Forum drauf“), das leidige Aufzugsthema am Bahnhof und der Rückbau des Pavillons in der Bahnhofstraße glossiert.
Einen Spiegel hielt der Chorania-Präsident auch in seiner Rolle als Protokoller den ein oder anderen Großkopferten vor Augen. Da bekam nicht nur die Weltpolitik – vor allem die zwei „Blondies“ – ihr Fett weg. Auch die Bonpflicht, einhergehend mit der Umweltpolitik und den Demos zum Klimaschutz verursacht beim Protokoller so manches Kopfschütteln. Nicht fehlen durften natürlich die zahlreichen Fettnäpfchen innerhalb der Stadt, wie beispielsweise die sieben Großbauprojekte, die parallel gestemmt werden sollen.
Dass Kehl nicht nur ernst, sondern auch „dabbisch“ kann, hat er schon des Öfteren bewiesen. Als „gesunder Kranker“ beschreibt er seine Wehwehchen – am Ende hatte das Publikum auch Schmerzen, aber an den Bauchmuskeln. Überhaupt waren die Büttenredner alle hervorragend aufgelegt. Ein ausgesprochen gelungenes Debüt in der Chorania-Bütt feierte Irina Klippel. Als „Tanzmariechen“, mit dafür nicht ganz passendem Aussehen, schilderte sie ihre Erlebnisse in verschiedenen Lebenslagen und begeisterte das Publikum. Seine ganze Routine spielte natürlich Chorania-Vorsitzender Giacomo Galante aus. Als „Marktplatzreiwer“ nahm er die Narrenschar auf seine unnachahmlichen Weise mit auf seinen Weg durch die „Frankenthaler Baugeschichte“. Als Gastrednerin wieder mit dabei Jana Müller (Narhalla Herxheim), die aus dem Leben einer jungen Frau erzählte und mit ihrem Wortwitz überzeugte. Überzeugen konnte einmal mehr auch das Duo „Babbel net“ (Horst Siegholt/Pit Karg). Sie schafften es, weit nach Mitternacht, den Saal mit einem gekonnten Vortrag zum Toben zu bringen.
Doch nicht nur Reden und Gesang, auch ganz viel Tanz wurde geboten. Die Chorania-Schautanzgruppen nahmen die Gäste mit nach Wien – getreu dem Saisonmotto: „Wiener Schmäh un Fassenacht – bei beiden unser Herz gern lacht. Drum geht mit uns auf große Fahrt – nach Wien zum Prater-Riesenrad“. So „tanzten die „ChoriKidz“ als Reiter der Spanischen Hofreitschule, die „Wilden Choris“ präsentierten einen Auszug aus „Elisabeth“ und wirbelten noch einmal als „Anton und Antonia“ über die Bühne (verantwortlich als Trainerinnen Sandra und Nadine Tups und für alle Kostüme Heike Tups).
Ein fester Bestandteil sind die Auftritte der Heuchelheimer Strunzer. Traditionell mit einem Gardetanz zur Eröffnung der Prunksitzung zeigten sie noch zwei weitere Schautänze, die gewohnt schwungvoll und mit artistischen Einlagen überzeugten. Akrobatisch ging es auch beim Männerballett der Strunzer zu. Sie nahmen das Publikum mit bei ihrem „Traum vom Fliegen“. ps

Autor:

Gisela Böhmer aus Frankenthal

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