Dialog Aktionen in Frankenthaler Innenstadt
Ahmadi Muslime stehen für ein Gespräch zur Verfügung

Usman Ihsan ist einer der Jugendlichen, die sich in der Frankenthaler Innenstadt zum Dialog anbieten
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Frankenthal. Der ein oder andere Frankenthaler hat sie wahrscheinlich schon mal an einem Samstag in der Frankenthaler City gesehen. Sie tragen T-Shirts mit Texten wie "Wir sind alle Deutschland" oder "Muslime für Frieden". Bisher haben sie nur fleißig Flyer an die Passanten verteilt aber jüngst sieht man sie auch mit großen Schildern in den Händen mit dem Aufdruck "Ich bin ein Muslim. Haben Sie etwas auf dem Herzen?". 

Es handelt sich dabei um Jugendliche der Ahmadiyya Muslim Jamaat, derjenigen islamischen Gemeinde in Frankenthal, die das Moscheebau-Projekt im Industriepark Nord leitet. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat in Frankenthal zählt ca. 210 Mitglieder. Mit den "Dialog-Aktionen" - die letzte fand bundesweit am 14. Juli 2018 statt - möchte die Ahmadiyya-Jugend in Frankenthal den Mitmenschen die Möglichkeit bieten mit Muslimen ins Gespräch zu kommen. Nach dem Motto "Mit uns reden, anstatt über uns" können alle möglichen Fragen gestellt oder Kommentare abgegeben werden. "Es kommen dabei einige interessante Gespräche zustande", sagt Usman Ihsan. Er hat schon einige Male bei der Aktion mitgemacht. Negative Erfahrungen kann er bisher nicht nennen. Es gibt sogar Passanten, die sich freundlich für die Aktion bedanken. Trotzdem würde er sich freuen, wenn sich die Anzahl der Gespräche erhöhen würde: "Viele Menschen nehmen nur das wahr, was sie in den Medien zu sehen oder lesen bekommen. Daraus bilden sie sich eine Meinung, die dann für alle Muslime und den Islam im allgemeinen gilt. Wir möchten hiermit den Menschen die Möglichkeit geben diese Vorurteile oder gar Ängste abzubauen. Der Islam ist eine friedliche Religion." Die nächste Aktion soll am Samstag, den 25. August 2018 zwischen 10:00 und 13:00 Uhr in der Frankenthaler Innenstadt stattfinden. 

Hintergrund: Die Ahmadiyya Muslim Jamaat ist eine im Jahre 1889 gegründete Reformgemeinde im Islam. Sie wurde in Qadian (Indien) von Mirza Ghulam Ahmad gegründet, der den Anspruch erhob, der von allen großen Religionen prophezeite "Messias der Endzeit" zu sein. In Deutschland gibt es die Gemeinde nun seit knapp einem Jahrhundert. Die Frankenthaler Sparte begann Mitte der 80er Jahre. Weitere Informationen auf www.ahmadiyya.de

Usman Ihsan ist einer der Jugendlichen, die sich in der Frankenthaler Innenstadt zum Dialog anbieten
Unter den Teilnehmern der Aktion sind auch Flüchtlinge, die erst vor kurzem nach Deutschland gekommen sind.

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