Café Surprise
Wo Gäste zu Freunden werden
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Café Surprise – Wo Natur, Gastfreundschaft und Kultur zu einem besonderen Erlebnis verschmelzen.
Es gibt Veranstaltungen, die beginnen nicht erst mit dem ersten Programmpunkt. Sie beginnen bereits mit dem Ankommen.
Hoch über Bad Dürkheim, im Rübental, liegt ein Ort, an dem Gastfreundschaft gelebt wird. Doch nicht nur die Herzlichkeit seiner Gastgeber macht das Café Surprise so besonders. Schon die außergewöhnliche Location ist ein Erlebnis für sich. Liebevoll gestaltete Details, kunstvolle Dekorationen und unzählige kleine Besonderheiten laden dazu ein, den Blick immer wieder schweifen zu lassen. Es gibt an jeder Ecke etwas zu entdecken – und selbst Stammgäste finden bei jedem Besuch wieder Neues.
Gastgeber Glommy Glaner und seine Lebensgefährtin Doris Kuchelmeister öffnen an vier Sonntagen über die Sommermonate ihr wundervolles Zuhause für das Café Surprise – eine Veranstaltung, die weit mehr ist als ein Kaffeenachmittag. Sie ist ein liebevoll inszeniertes Gesamterlebnis, bei dem Natur, Kultur und herzliche Begegnungen auf ganz besondere Weise miteinander verschmelzen.
Schon beim Betreten spürt man die Liebe zum Detail. Die Außenbereiche sind geschmackvoll dekoriert, die Tische liebevoll gedeckt und jeder Gast wird herzlich empfangen. Traditionell beginnt der Nachmittag mit einem Glas Sekt zur Begrüßung. Dazu werden selbst gebackene Kuchen, frisch gebrühter Kaffee und weitere Köstlichkeiten serviert. Die großzügige Terrasse mit ihrem traumhaften Blick über die Landschaft schafft eine Atmosphäre, die sofort entschleunigt und zum Verweilen einlädt.
Der Name Café Surprise ist dabei Programm. Welche Künstler auftreten, bleibt bis kurz vor Beginn ein gut gehütetes Geheimnis. Gerade diese Mischung aus Vorfreude, Spannung und persönlicher Nähe macht den besonderen Reiz der Veranstaltung aus und sorgt dafür, dass jeder Nachmittag seine ganz eigene Handschrift erhält.
Für den musikalischen Auftakt am heutigen Sonntag sorgte das Ostara-Quartett, dessen Mitglieder dem Nationaltheater-Orchester Mannheim angehören. Das Ensemble eröffnete den Nachmittag mit den vier Sätzen aus dem Streichquartett in a-Moll von Johannes Brahms und setzte damit einen fein abgestimmten klassischen Akzent. Mit seinem harmonischen Zusammenspiel und der großen Ausdruckskraft begeisterte das Quartett das Publikum ein ums andere Mal.
Für eine besondere Überraschung sorgte die Zugabe: Das Quartett spielte „Capri-Fischer“, als plötzlich Tenor Christoph Wittmann die Bühne betrat und das Ensemble gesanglich unterstützte. Der nicht angekündigte Auftritt berührte das Publikum sichtlich und wurde mit lang anhaltendem, frenetischem Applaus gefeiert.
Als zweiter Programmpunkt betrat der international renommierte Fotograf und Autor Luigi Toscano die Bühne. Er las aus seinem autobiografischen Buch Kanakenkind, in dem er eindrucksvoll von seiner Kindheit als Sohn sizilianischer Einwanderer, von Ausgrenzung, schwierigen Lebensphasen und seinem Weg zu einem der bekanntesten Fotografen Deutschlands erzählt.
Toscano las zwei Kapitel aus seinem Buch, unterbrochen von persönlichen Erinnerungen und Geschichten aus seinem Leben. Sichtlich bewegt verfolgten die Besucher die Lesung. Während Toscano aus seiner oft traumatischen Kindheit berichtete, hätte man im Publikum eine Stecknadel fallen hören können.
Anschließend blieb Zeit für Fragen aus den Reihen der Gäste. So entwickelte sich ein lebendiger und sehr persönlicher Dialog, an dem Autor und Gäste gleichermaßen regen Anteil nahmen. Die Lesung hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Gewidmet hat Toscano Kanakenkind der Bundesrepublik Deutschland – verbunden mit einer eindringlichen Botschaft gegen Hass und Ausgrenzung. Themen, die auch seine weltweit beachtete Erinnerungsarbeit „Gegen das Vergessen“ prägen.
Ergänzt wurde das Kulturprogramm durch die Speyerer Künstlerin Andrea Wagner, die in mehreren Bereichen des weitläufigen Geländes eine Auswahl ihrer gegenständlichen und abstrakten Werke präsentierte. Mit intensiven Farben, ungewöhnlichen Perspektiven sowie dem eindrucksvollen Spiel von Licht und Schatten lud sie die Besucher dazu ein, ihre ganz eigene Bildsprache zu entdecken. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, die Ausstellung in aller Ruhe zu erkunden und mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen – ein weiterer Baustein des abwechslungsreichen Gesamtkonzepts, das das Café Surprise auszeichnet.
Für den musikalischen Abschluss sorgte schließlich das Heidelberger Lagerfeld-Duo. Mit großer Spielfreude, musikalischem Können und einer gehörigen Portion Humor verliehen die beiden bekannten Liedern ihren ganz eigenen Charakter. Mal augenzwinkernd, mal überraschend, immer mitreißend – sie interpretieren bekannte Songs auf ihre ganz eigene, originelle und oft humorvolle Art, beziehen das Publikum mit ein und sorgen immer wieder für viele Lacher. Besonders gut kamen „Du hast 'nen Freund in mir“, „Ich will“ sowie „Zwei Finger an den Kopf“ an. Gerade bei „Ich will“ gab es immer wieder herzliche Szenenlacher, während „Zwei Finger an den Kopf“ mit besonders viel Gelächter und lang anhaltendem Applaus bedacht wurde. Als Zugabe erklang „Heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader. Viele Besucher sangen oder summten die Melodie leise mit – ein stimmungsvoller und berührender Schlusspunkt.
Als der letzte Applaus verklungen war, blieb nicht nur die Musik in Erinnerung. Es war vor allem das Gefühl eines Nachmittags voller Begegnungen, Herzlichkeit und gelebter Gastfreundschaft, das die Besucher mit nach Hause nahmen.
Denn Café Surprise ist weit mehr als eine Veranstaltungsreihe. Es ist ein Ort der Begegnung – und vor allem sind es die Menschen, die diesen Nachmittag jedes Mal aufs Neue besonders machen. Man kommt als Gast und geht als Freund. Man begegnet sich mit Offenheit, Respekt und echter Herzlichkeit. Genau diese besondere Atmosphäre verleiht dem Café Surprise seinen unverwechselbaren Zauber.
Einen entscheidenden Anteil daran haben Gastgeber Glommy Glaner und seine Lebensgefährtin Doris Kuchelmeister, die mit ihrer außergewöhnlichen Herzlichkeit, ihrer Gastfreundschaft und ihrer Liebe zum Detail dafür sorgen, dass sich jeder Besucher vom ersten Moment an willkommen fühlt. Vielleicht ist genau das das schönste Geheimnis des Café Surprise: Man reist mit Vorfreude an – und fährt mit vielen schönen Erinnerungen und dem Gefühl nach Hause, neue Freunde gefunden zu haben.
Wer diesen besonderen Nachmittag selbst erleben möchte, hat in diesem Sommer noch zweimal Gelegenheit dazu: am 19. Juli und am 2. August öffnet das Café Surprise erneut seine Türen. Für beide Termine sind derzeit noch Plätze frei. Wer Kultur, Gastfreundschaft und außergewöhnliche Begegnungen in einzigartiger Atmosphäre erleben möchte, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.
© M.S.
Autor:Martina Stepper aus Frankenthal |
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