Verfolgungsfahrt auf der A6: Polizei sucht Zeugen nach Geisterfahrt
- Ein Motorradfahrer flüchtete auf A6 und A61 vor einer Polizeikontrolle, fuhr über den Standstreifen und schließlich als Geisterfahrer weiter. Die Polizei sucht nach der Verfolgungsfahrt auf der Autobahn nun Zeugen und mögliche Geschädigte.
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Frankenthal. Am Sonntag, 5. Juli, fiel gegen 20.30 Uhr auf der A6 in Fahrtrichtung Kaiserslautern an der Anschlussstelle Frankenthal-Nord ein Motorradfahrer auf, der mehrere Wheelies fuhr.
Wie die Polizeidirektion Neustadt/Weinstraße berichtet, wollte eine Streife der Polizeiautobahnstation Ruchheim den Fahrer kontrollieren. Als der Mann den Streifenwagen bemerkte, beschleunigte er stark und flüchtete. Die Verfolgung führte über die A6 bis zum Autobahnkreuz Frankenthal und von dort auf die A61 in Richtung Koblenz. Nach Angaben der Polizei fuhr der Motorradfahrer dabei durchgehend auf dem Standstreifen, überholte andere Verkehrsteilnehmer rechts und war so schnell unterwegs, dass die Streife nicht mehr aufschließen konnte.
Kurz vor dem Parkplatz „Kurzgewann“ hielt der Fahrer auf dem Standstreifen an, wendete das Motorrad und fuhr auf der Richtungsfahrbahn Koblenz als Geisterfahrer in Richtung Speyer weiter. Die Polizei brach die Verfolgung daraufhin ab. Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen wurde der Motorradfahrer auf der Autobahn nicht mehr gefunden.
Die Polizei sucht nun Zeugen und mögliche Geschädigte. Wer Hinweise zum Fahrer oder zum Motorrad geben kann, vor allem zu Hersteller und Modell, soll sich telefonisch unter 06237 / 933-0 oder per E-Mail an pastruchheim@polizei.rlp.de melden. Das gilt auch für Verkehrsteilnehmer, die durch die Verfolgungsfahrt oder die anschließende Geisterfahrt gefährdet wurden.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |