Barrierefreiheit in Karlsruhe: Haltestelle Untermühlstraße im Fokus
Nur Rampe oder doch ein Aufzug?

Die Haltestelle Untermühlstraße ist eine Art „Insel“ mitten in der Durlacher Allee, nur über Treppen erreichbar ...
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  • Die Haltestelle Untermühlstraße ist eine Art „Insel“ mitten in der Durlacher Allee, nur über Treppen erreichbar ...
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Durlach. Wird es an der Haltestelle Untermühlstraße für ältere oder behinderte Menschen auch künftig keinen Aufzug von der Alten Karlsruher Straße in die sechs Meter höher gelegene Einstiegsstelle an der Durlacher Allee geben?

Die Bürgergemeinschaft Untermühl- und Dornwaldsiedlung hatte sich in den vergangenen Wochen (das „Wochenblatt“ berichtete) wegen des ihrer Ansicht nach unzumutbar langen barrierefreien Weg über eine geplante Rampe für den Bau eines entsprechenden Aufzugs stark gemacht – und dafür auch Unterschriften von 500 Unterstützern gesammelt.Doch bei der Stadtverwaltung bissen die Bürgervertreter mit diesem Anliegen auf Granit und ein Bürgerantrag an den Gemeinderat wurde vor einer Woche abgelehnt. Aus rechtlichen Gründen müsse der Antrag abgelehnt werden, erklärte OB Dr. Frank Mentrup, weil für Karlsruhe mit 300.000 Einwohnern 2.500 Unterschriften erforderlich seien. Weil Einwohneranträge jedoch selten seien und in den betroffenen Siedlungen nicht so viele Menschen wohnten, wollte er dem Gemeinderat diesen deutlich artikulierten Wunsch nach einem Aufzug an der Haltestelle zur Diskussion geben. Ergebnis: Das Thema wird nun in einem Ausschuss behandelt.

„Die anwesenden Vorstandsmitglieder der Bürgergemeinschaft freuten sich über die vielen anerkennenden Redebeiträge und würden sich von den Parteien einen interfraktionellen Antrag wünschen, durch den der Bau des Aufzugs an der Haltestelle Untermühlstraße verwirklicht werden könnte“, so die Bürgergemeinschaft in ihrer Mitteilung.

Doch nach Ansicht der Stadtverwaltung sorgt die geplante Rampe mit einer maximalen Steigung von sechs Prozent für die gewünschte Barrierefreiheit. Diese Lösung sei auch mit der städtischen Behindertenkoordinatorin abgestimmt worden – und für eine zusätzliche Variante, in diesem Fall den Aufzug, gebe es auch keine Zuschüsse.

Zudem führte die Stadtverwaltung noch „hohe Betriebskosten“ und „Anfälligkeit für Störungen“ als Argumente gegen einen Aufzug ins Feld. Denn an den drei vom Tiefbauamt betriebenen Aufzügen im Stadtgebiet gebe es trotz regelmäßiger Wartung immer wieder Ausfallzeiten und zudem würden die Aufzüge regelmäßig durch Vandalismus in Mitleidenschaft gezogen. (ht)

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