Leo Kahn
Bruchsaler Künstler bald in Karlsruhe zu sehen

Museumsleiterin Regina Bender (Mitte) und Kulturamtsleiter Thomas Adam stellen Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick das Gemälde von Leo Kahn vor, dem Künstler der Bruchsaler Synagogenausmalung.
  • Museumsleiterin Regina Bender (Mitte) und Kulturamtsleiter Thomas Adam stellen Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick das Gemälde von Leo Kahn vor, dem Künstler der Bruchsaler Synagogenausmalung.
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Bruchsal (PM) „In Paris könnte ich eine Ausstellung machen, doch halte ich es für ratsamer, noch ein oder zwei Jahre zu warten, um meine Sache ein wenig ausreifen zu lassen. Was meinen Sie?“, schreibt der Bruchsaler Maler Leo Kahn im September 1931 an einen Ulmer Freund, ohne zu ahnen, dass die Ausstellung, die tatsächlich drei Jahre später in Paris stattfindet, die vorerst letzte sein würde, bei der Kahn seine Kunst der Öffentlichkeit präsentieren konnte. 1934 bereitet er, als jüdischer Künstler durch die Nationalsozialsozialisten verfemt und drangsaliert, seine Flucht in das heutige Israel vor und verlässt 1936 Deutschland gemeinsam mit seiner Frau und den vier Kindern.

Bereits 1924 entstand das „Früchtestillleben mit Brot“ als Ölmalerei auf Leinwand. Dieses Werk aus der frühen Schaffenszeit des Künstlers konnte durch das Städtische Museum Bruchsal erworben werden und fand nun so seinen Weg zurück in Kahns Heimatstadt. Farbtheorie und Bildaufbau verweisen bereits auf charakteristische Merkmale seines Spätwerks und zeigen seinen Umgang mit den prägenden Diskursen der modernen Malerei. Der 1894 geborene Maler ist der „Vergessenen Generation“ zuzurechnen, die jene Kunstschaffenden meint, welche durch die Nationalsozialisten in ihrer künstlerischen Entwicklung blockiert, schikaniert und durch Zerstörung ihrer Werke in die Vergessenheit verdrängt wurden. So ist es heute beispielsweise nur noch wenigen bekannt, dass die Bruchsaler Synagoge, die 1938 durch die Nationalsozialisten zerstört wurde, ihre farbenfrohe und detailreiche Innengestaltung Leo Kahn zu verdanken hatte. Auch Arbeiten aus Kahns früher Bruchsaler und Ulmer Zeit sind heute kaum noch erhalten.

Das Gemälde wird in den Monaten Dezember bis Ende Februar als vorübergehende Leihgabe bei der Ausstellung „Verborgene Spuren. Jüdische Künstler*innen und Architekt*innen in Karlsruhe 1900-1950“ in der Städtischen Galerie Karlsruhe zu sehen sein. Nach seiner Rückkehr und einer Restaurierung des aufwändigen Zierrahmens wird die Arbeit bei der Neukonzeption des Städtischen Museums berücksichtigt werden und soll nach deren Umsetzung in der Dauerausstellung zu sehen sein.

Bildunterschrift: Museumsleiterin Regina Bender (Mitte) und Kulturamtsleiter Thomas Adam stellen Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick das Gemälde von Leo Kahn vor, dem Künstler der Bruchsaler Synagogenausmalung.
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