Sehr gut besuchter Neujahrsempfang der Gemeinde Böhl-Iggelheim in der Wahganieshalle
Närrischer und besinnlicher Jahresauftauftakt

Schon beim Einmarsch, traditionell unter den Klängen des „Pfälzer Büttenmarsch“, wurde der maskierte Bürgermeister Peter Christ auf einem „Schiff“ in die Halle getragen.
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  • Schon beim Einmarsch, traditionell unter den Klängen des „Pfälzer Büttenmarsch“, wurde der maskierte Bürgermeister Peter Christ auf einem „Schiff“ in die Halle getragen.
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Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim. Beim Neujahrsempfang in der sehr gut gefüllten Wahagnieshalle konnte Bürgermeister Peter Christ (CDU) eine große Zahl Bürgerinnen und Bürgern, Vertreter der Vereine und der Kirchen begrüßen. Wie schon seit Jahren war die Reihe der Gäste aus Landes- und Kommunalpolitik sehr lang. Hier sei als Synonym der aus Böhl-Iggelheim stammende Landtagsabgeordnete der CDU, Johannes Zehfuß, zu nennen. Ein Zeichen dafür, dass der Neujahrsempfang der Gemeinde Böhl-Iggelheim ob seines bunten, unterhaltsamen Programm, seinen besonderen Reiz ausübt – ein Anziehungspunkt eben.
Besonders erfreulich bezeichnete Peter Christ die Anwesenheit einer großen Delegation aus der Partnergemeinde Wahagnies aus Frankreich. Bürgermeister Monsieur Alain Bos führten die große Delegation an. Ein Zeichen, der Verbundenheit beider Gemeinden aus der Pfalz und dem Norden von Frankreich. Schon zu Gedenken an die Beendigung des Ersten Weltkrieges vorm 100 Jahren waren große Delegationen beider Gemeinden bei den jeweiligen Gedenkfeiern in den jeweiligen Partnergemeinden.
Persönlich begrüßt wurden die Gäste von Bürgermeister Peter Christ, seiner liebenswerten Gattin, Bürgermeister Alain Bos, sowie Schornsteinfegermeister, Claus und Tim Lang. Jeder Besucherin und jedem Besucher wurde ein kleines süßes Präsent überreicht.
Bürgermeister Peter Christ spannte in seinem Rückblick auf 2018 einen großen Bogen von der Großen Politik zur Böhl-Iggelheimer Kommunalpolitik. Die örtliche Lage war von verschiedenen Baumaßnahmen geprägt. Die Straßenerneuerungen wurden und werden nach Plan fortgesetzt. Die Sandgasse in Iggelheim und die Weedstraße in Böhl sind fertiggestellt. In 2019 wird die Goldböhlstraße saniert. Ca. 1,5 Millionen Euro wird dies kosten. I Die Sanierung der Gemeindeverwaltung, Austausch von Fenstern und Teppiche, Sanierung des Ratssaales hat ca 1,3 Millionen Euro verschlingen. Die Sanierung der Grundschulen in Böhl und Iggelheim, bezüglich Brandschutz, ist ein weiterer wichtiger und notwendiger Punkt auf der Bauagenda. Die Ausrüstung der Grundschulen mit Whiteboard war ein weiterer Punkt um die Schulen zukunftsfähig zu machen. Der Bürgermeister betonte die gute finanzielle Lage der Gemeinde. „850.000 Euro an alten Krediten konnten außerplanmäßig getilgt werden“, keine neuen Kredite mussten aufgenommen werden.
Die Freiwillige Feuerwehr bekam 2018 für 89.000 Euro ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF). 2019 wird neues, dringend benötigtes Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) in Dienst gestellt werden. Der Hochwasserschutz und Rehbachverlegung sind ein Thema bei dem noch manches Wasser besagten Bach hinabfließen wird, obwohl hier erste Schritte eingeleitet sind. Und das Phantom der Westumgehung, das in Realität über 4 Millionen Euro verschlingen wird ,ist zwar weiterhin ein Thema. Jetzt muss aber erst das Planfeststellungsverfahren in die Wege geleitet werden. Die Ertüchtigung der Kläranlage geht weiter. Das gesamte Projekt ist mit Kosten von 5,5 Millionen Euro veranschlagt. Die neue Homepage der Gemeinde ist freigeschaltet. Viele Dienste sind jetzt schon online zu nutzen.
Böhl-Iggelheimer Bürger haben ihre Heimatgemeinde national und international bekannt gemacht. Als Beispiele nannte der Bürgermeister das Geschwisterpaar, Lena und Lisa Bringsen vom RCV Böhl-Iggelheim, welche den Weltmeistertitel erringen konnte.
Die beiden Gemeinden können 2019 50-jähriges Jubiläum der Gemeinsamkeit feiern. Ein großes Jubiläumswochenende, bei dem alle Vereine zur Mitwirkung aufgerufen, sind ist geplant.
Besonders betonte der Ortschef die Wichtigkeit der in diesem Jahr anstehenden Kommunal- und Europawahlen. Und Peter Christ dankte allen Ehrenamtlichen für ihre unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Bürger. Die ersten Ehrenamtskarten, die einige Vergünstigungen mit sich bringen, sind vergeben.
Wie jedes Jahr wurde den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ein buntes, unterhaltsames Rahmenprogramm geboten. Besinnliche Glück- uns Segenswünsche für 2019 überbrachte Claus Lang, als Schornsteinfeger der personifizierte Glücksbringer. Für die Kirchen brachte der katholische Diakon Timo Wagner Glück- und Segenswünsche.. Eine Abordnung der Sternsinger aus Böhl-Iggelheim die an diesem Wochenende die Segenswünsche in die Häuser trugen und Geld für Hilfsprojekte der Partnergemeinde in Kaduha in Ruanda gesammelt hatten, sangen ihren Segen für die Menschen und die Häuser in der Gemeinde und baten am Ende des Empfanges um Spenden für ihr Anliegen.
Bürgermeister Alain Bos aus Wahagnies wünschte nach seinen Begrüßungsworten, deren deutsche Übersetzung auf eine Leinwand projiziert wurde, ein friedliches Böhl-Iggelheim, ein friedliches Wahagnies und ein friedliches Europa.
Der Musketiere aus Böhl, unter der Stabführung von Ralf Claaßen umrahmte in gekonnt gewohnter Weise mit schmissigen und konzertanten Weisen, den einzelnen Programmpunkten des Neujahrsempfang angemessen, den Nachmittag, durch den Hans Simon routiniert und amüsant führte. Der Modernchor der Sängervereinigung Iggelheim ,“Sandylane“ hatte , einen bunten Strauß von Liedern mitgebracht. Tanzmariechen Emily von den Igglemer Bessem so wie die Juniorengardetanzgruppe von den Böhler Hängsching tanzten sich in die Herzen des applausfreudigen Publikums.
Eine weitere Würze und Höhepunkt, der Veranstaltung waren, wie schon seit Jahren, die Auftritte der beiden Karnevalvereine im Ort. Die „Böhler Hängsching“ machten mit ihrer Präsidentin, Annette Melzer, so wie Prinzessin Jasmin I. ihre Aufwartung. Die „Igglemer Bessem“ führte Präsident Kurt Hauck, den alle Welt nur Kutte nennt , mit ihrer Lieblichkeit, Jule I. an.
Schon beim Einmarsch, traditionell unter den Klängen des „Pfälzer Büttenmarsch“ , wurde Bürgermeister Peter Christ auf einem „Schiff“ in die Halle getragen – natürlich nicht in natura – sondern von einem jungen Fastnachter mit Christ-Maske, Wie in den vergangenen Jahren auch, wurde dem Bürgermeister durch die Karnevalisten besondere Überraschungen zu teil.
Peter Christ der auch 1. Vorsitzender und aktiver Musiker beim Musikverein Iggelheim ist, kam aus dem Urlaub zurück und trug zur Überraschung Aller Beim Open Air des Musikverein einen weißen Vollbart. Diese Überraschung wurde im Bild fest gehalten und nun überreichten die Karnevalisten ein überdimensioniertes Bild – Rathauschef mit „Eskimobart“ dem Ortschef. Dazu gab es noch Kapitänsjacke und Mütze.
Gut - diese Utensilien waren etwas knapp bemessen, Peter Christ ist zwar groß, aber nicht gerade korpulent – obwohl der Bessempräsident, den alle Welt nur Kutte nennt, glaubhaft versicherte er habe die Kleidungsstücke anprobiert – und ihm hätte sie gepasst. Die war schon einen Lacher beim Publikum wert.
Die Wenigsten, welche den Umfang vom Kutte kennen, waren von dieser Aussage wirklich überzeugt. So für die nächste Seefahrt ausgerüstet, konnte der Bürgermeister dann leichten Herzens den Rathausschlüssel und die Gemeindekasse samt Rathausschlüssel an Kurt Hauck und Prinzessin Jule I.von dem Bessem übergeben. Wie schon in den vergangenen Jahren war die Kasse dieses Jahr auch nicht gerade prall gefüllt.
Aber die Fastnachter versprachen bis Fastnachtsdienstag ihr Bestes zu geben. Zum Abschluss wurden den Besuchern Sekt und Brezeln geboten, dankbar angenommen, gereicht von den netten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung.pac/ fg

Autor:

Markus Pacher aus Neustadt/Weinstraße

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