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Seniorenbeirat mit Einladung zum Frühlings-Seniorenfrühstück

Seniorenbeirat mit Bürgermeister Peter Christ und Bernd Johann | Foto: Brigitte Melder
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Böhl-Iggelheim, OT Böhl. Früh morgens um 9.30 Uhr hatte der Seniorenbeirat zum Frühlings-Seniorenfrühstück ins Vereinsheim MGV Böhl, Schulgässchen 3, eingeladen. Trotz des regnerischen Wetters waren bereits um 9 Uhr die ersten hungrigen Gäste dort. Das MGV-Vereinsheim wurde im Vornherein von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern liebevoll mit einem Frühlings-Outfit versehen. Alles war hell und freundlich mit einem Stiefmütterchentöpfchen als Blickfang. Wetterbedingt blieben allerdings doch einige Plätze leer.
Bürgermeister Peter Christ und sein 2. Beigeordneter Bernd Johann waren gekommen und um 10 Uhr sollte sich auch noch Manfred Krüger vom Pflegestützpunkt hinzugesellen, um einen kleinen Vortrag zu halten.

Es gibt eine Neuerung in der Vorstandschaft des Seniorenbeirates, denn Reinhard Stopp hat seinen Sessel für zwei weibliche Nachfolgerinnen frei gemacht, die seit November 2025 die Geschicke leiten. Zum einen ist das Helga Blitzke, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, und zum anderen Maria Lützel, die sich um die digitalen Angelegenheiten kümmert. Helga Blitzke wies auf die bereitgestellten Spenden- und Einwurfboxen hin, denn es lagen zwei von Hermann Gebhart erarbeitete und wichtige Informationen aus. Einmal informierte der Sicherheitsberater über wichtige Rufnummern für Not- und Rettungsdienste und beim anderen ersah man Service-Anlaufstellen. Wünsche aus dem Publikum sollten gerne darauf geschrieben werden. Umgekehrt als früher begann man heute mit dem Frühstück zuerst und danach sollte der Vortrag kommen.

Manfred Krüger (manfred.krueger@pflegestuetzpunkt-rlp.de) stellte sich vor und erzählte allerlei Wissenswertes zum Thema Pflege. Die Seniorinnen und Senioren müssten es genossen haben, dass er sehr laut und deutlich gesprochen hat; man brauchte heute kein Hörgerät. Sie sind eine Beratungsstelle vom Land Rheinland-Pfalz und werden vom Landkreis bezahlt. Pflegefall, was tun? Damit beschäftigte er sich in den Ausführungen. Einen Pflegefall wünscht sich keiner, weder für sich selbst noch für Angehörige, aber wenn es doch so weit kommen sollte muss man vieles beachten. Soll man einen Pflegegeldantrag stellen? Ein Pflegefall entwickelt sich schleichend oder als Notfall, wenn man in ein Krankenhaus muss. Hier gibt es dann einen Sozialdienst, der einen notwendigen Pflegegrad empfiehlt. Auf jeden Fall muss man mit dem dortigen Personal kommunizieren, sonst passiert nichts. Es gibt fünf Pflegegrade, die den Grad der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit von gering (Grad 1) bis schwerste mit besonderen Anforderungen (Grad 5) einstufen. Gerne beantwortete Manfred Krüger Fragen aus dem Publikum hierzu. Hilfe bei der Körperpflege, Medikamenteneinnahme, Mobilität, Begleitung zum Arztbesuch, psychische Problemlagen und Demenz, alles kann mit einer Pflegehilfe leichter werden. Haben Sie eine Organisation gefunden, mit der die Pflegeversicherung abrechnen kann, ist es geschafft, Aber man muss höllisch aufpassen mit den ganzen dubiosen Anrufern, wenn es um Pflegezubehör geht. Da wird dann das große Geld gewittert und deshalb die Finger davon weglassen. Auch auf dem Telefonbetrug generell ging er ein und warnte.

Wichtig seien vor allem eine Vorsorgevollmacht, die man als Formular aus dem Internet ausfüllen oder notariell beglaubigen lassen kann, und eine Patientenverfügung, die gerade wichtig ist, wenn man im Krankenhaus ist und es geregelt sein muss, wie es im schlimmsten Fall weitergeht. Viele Menschen leben auch alleine, da richtet sich alles nach der Patientenverfügung. Es empfiehlt sich einen Notfallordner zuhause zu haben und Kontaktpersonen und -telefonnummern griffbereit zu haben, falls man urplötzlich ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Sanitäter und Ärzte blicken deshalb immer zuerst in den Kühlschrank – dabei interessiert sie nicht das Essen, sondern ob dort Medikamente gelagert sind, die mitgenommen werden müssen. Sehr gut wäre eine Notfalldose mit Medikamentenplan, der immer aktualisiert dabei sein sollte. Die Dose sei so etwas wie ein „Hightec-Gerät“ und auch die Notfallarmbänder für Senioren seien sehr praktisch, da alle wichtigen Daten gespeichert seien. Man muss sich selbst Gedanken machen, dass man Menschen hat, die nach einem gucken. Falls man noch Fragen habe, hat der Pflegestützpunkt Böhl-Iggelheim/Dannstadt-Schauernheim in der Böhler Straße 7 in Hochdorf-Assenheim zweimal in der Woche montags vormittags und donnerstags nachmittags geöffnet. Telefonisch zu erreichen ist Manfred Krüger unter 06231/93947-42.

Nach dem leckeren Frühstück mit vielfältig belegten Brötchen und einem sehr interessanten Vortrag machten sich dann die meisten Gäste auf den Heimweg. (mel)

Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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