Kreisbeigeordneter Sven Hoffmann zieht Bilanz
Zentrale Weichenstellungen im ersten Jahr

Alle Hände voll zu tun haben der Kreisbeigeordnete Sven Hoffmann und sein Team zweifellos auch in den nächsten Jahren. Foto: Kreis DÜW
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Bad Dürkheim. Über 40 Millionen Euro will der Landkreis Bad Dürkheim in den kommenden drei Jahren in seine Bildungseinrichtungen investieren – allein 2019 mit 13,8 Millionen Euro fast dreimal so viel wie im Jahr zuvor. „Das sind wichtige Weichen, die Bauausschuss, Kreistag und Verwaltung gestellt haben“, betont Kreisbeigeordneter Sven Hoffmann. „Denn in einem rohstoffarmen Land wie der Bundesrepublik müssen wir auf die Bildung setzen, um zukunftsfähig zu bleiben.“
Der 46-Jährige ist seit einem Jahr im Amt. Im Rückblick freut er sich, dass in dieser Zeit zentrale Projekte in seinem Geschäftsbereich vorangekommen sind, zu dem die Ressorts Bauen und Umwelt sowie Ordnung und Verkehr gehören. „Ich habe hier in der Verwaltung ein klasse Mitarbeiter-Team vorgefunden, mit dem man viel gestalten kann.“

Bauprojekte an Schulen

Zu den Vorhaben gehören die vielfältigen Bauprojekte an den weiterführenden Schulen, deren Träger der Landkreis ist. Etwa:
• der Ausbau für die Oberstufe an der Integrierten Gesamtschule Deidesheim/Wachenheim,
• die Sanierungen der Sporthallen der Siebenpfeiffer-Realschule in Haßloch und der Realschule am Speyerbach in Lambrecht,
• Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes an der Realschule in Weisenheim am Berg und am Leininger Gymnasium in Grünstadt,
• die Einrichtung einer neuen Lehrküche an der Carl-Orff-Realschule in Bad Dürkheim,
• die energetische Sanierung des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in der Kreisstadt
• und die Erweiterung der Gottlieb-Wenz-Schule in Haßloch.

Tiefgaragensanierung

Auch für ein anderes bauliches Großprojekt konnte in Hoffmanns erstem Jahr als Beigeordneter eine Lösung gefunden werden: für die Tiefgarage des Kreishauses. Eindringendes Wasser und Salzablagerungen hatten in den vergangenen Jahrzehnten große Schäden am Beton verursacht. Daher wurde in den Gremien schon lange über die Frage debattiert: Soll die Garage saniert oder statisch abgesichert und verfüllt werden, um die Standfestigkeit des Kreishauses zu gewährleisten? Denn: Haus und Garage bilden eine statische Einheit. Mehrere Gutachten waren nötig, bis 2018 klar war, dass Regenabläufe und Abdichtung am Oberdeck derart schadhaft sind, dass dringend gehandelt werden muss.
Hoffmann und sein Team an Fachleuten plädierten für eine Betonsanierung. Der Bauausschuss bewilligte in einem ersten Schritt 1,45 Millionen Euro für die Arbeiten am Oberdeck, ab Sommer sollen die Baumaschinen auf Hochtouren laufen. Weitere 2,9 Millionen Euro sind zudem im Haushalt 2019 bereitgestellt, um in einem zweiten Schritt auch die vier Untergeschosse zu sanieren. „Durch den Erhalt dieser Parkplätze wird die Parksituation in Bad Dürkheim nicht weiter verschärft“, betont Hoffmann. „Eine wichtige Maßnahme, von der Anwohner, Geschäftsleute und Besucher der Innenstadt profitieren.“

Waffenschrankkontrollen

Nach Fertigstellung des Nationalen Waffenregisters Ende 2017 verstärkt die Kreisverwaltung seit vergangenem Jahr die Kontrolle der Waffenschränke. Dabei wird nicht nur der sichere Verschluss überprüft, sondern auch, ob Waffen und Munition getrennt gelagert sind. „Es geht darum, das Verantwortungsbewusstsein von Waffenbesitzern zu stärken und Gefahren zu vermeiden“, erklärt Hoffmann.
Fälle wie der Amoklauf eines Schülers in Winnenden 2009 hatten bundesweit eine Verschärfung des geltenden Waffenrechts nach sich gezogen.
Im Kreis Bad Dürkheim gibt es rund 2.200 Waffenbesitzer – zumeist Jäger und Sportschützen. Um diese zu kontrollieren, wurde im vergangenen Jahr ein Team zusammengestellt. In diesem Jahr kommt ein zweites hinzu. „Die meisten Kontrollierten verhalten sich vorbildlich“, sagt Hoffmann. Andere hingegen müssten für mögliche Gefahren sensibilisiert werden. Im Rahmen der Kontrollen wurden Waffen auch freiwillig abgegeben.

Waldbrandschutzkonzept

Im von Hitze und Dürre geprägten Sommer 2018 legte Sven Hoffmann nach intensiven Beratungen mit dem Kreisfeuerwehrinspekteur und weiteren erfahrenen Brandschützern auch ein neues Waldbrandschutzkonzept auf. „Auch bei uns gab es Waldbrände – in Freinsheim und in Hertlingshausen. Von der Feuerwehr kam da der Wunsch nach Drohnen, die sie aus der Luft im Einsatz technisch unterstützen. Und wir haben schnell reagiert“, so Hoffmann. Jeweils 4.500 Euro wurden aus den laufenden Haushaltsmitteln bereitgestellt, um zwei mit Kameras ausgerüstete Drohnen anzuschaffen. Sie sind wichtiger Bestandteil des neuen Waldbrandschutzkonzepts.
„Die Drohnen waren schon mehrfach im Einsatz“, berichtet Hoffmann. Etwa auch bei der Gönnheimer Bombenentschärfung im Dezember. „Da konnten wir – dank Drohnen – auch die Kosten für einen Hubschraubereinsatz sparen, für den wir rund 3.000 Euro pro Stunde gezahlt hätten.“ Stationiert sind die Drohnen bei den Feuerwehren Leiningerland und Deidesheim.

uba

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