Freiwillige Feuerwehr Bad Dürkheim: Ein Blick auf das Jahr 2024

Wehrleiter Karlheinz Bayer, stellvertretender Wehrleiter Markus Lang, Adjutant Thomas Weiss und Erster Beigeordneter Claudius Güther (von links) | Foto: Stadt Bad Dürkheim
  • Wehrleiter Karlheinz Bayer, stellvertretender Wehrleiter Markus Lang, Adjutant Thomas Weiss und Erster Beigeordneter Claudius Güther (von links)
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Bad Dürkheim. Wie viele Einsätze hat die Freiwillige Feuerwehr Bad Dürkheim im vergangenen Jahr bewältigt? Welche Herausforderungen erwarten die Einsatzkräfte? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des gemeinsamen Pressegesprächs mit der Stadt am Mittwoch, 19. Februar 2025. Dabei wurde deutlich: Der ehrenamtliche Einsatz der Feuerwehrleute ist unverzichtbar für die Sicherheit in Bad Dürkheim.

"Ich möchte mich bei allen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr für Ihren Einsatz im vergangenen Jahr bedanken. Sie haben 250-mal dann parat gestanden, wenn irgendwo in unserer Stadt ein Mensch nicht mehr weiterwusste und Hilfe in der Not brauchte“, betonte Claudius Güther, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Dürkheim. Gleichzeitig weitete er seinen Dank aus: "Der Dank gilt auch allen Familien und Arbeitgebern, die unsere Feuerwehrleute Tag und Nacht gehen lassen und das Ehrenamt durch Ihr Verständnis unterstützen.“

Beeindruckende Zahlen

Im Jahr 2024 waren 60 Männer und fünf Frauen bei der Feuerwehr im Einsatz und leisteten in den 250 Einsätzen insgesamt 1.506 Stunden Hilfe. Die durchschnittliche Einsatzzeit betrug sechs Stunden. Hinzu kamen über 2.100 Stunden für Aus- und Weiterbildungen – ebenfalls ehrenamtlich.

Investitionen für mehr Sicherheit

Auch im Jahr 2024 hat die Stadt Bad Dürkheim erhebliche Mittel in die Ausstattung ihrer Feuerwehr investiert. So wurde ein neues Gelenkmastfahrzeug beschafft und in Brandmeldeanlagen für Feuerwehrfahrzeuge investiert. Diese Anlagen sollen rechtzeitig Schlimmeres verhindern, da es aufgrund der zahlreichen Technik in den Feuerwehrfahrzeugen in den letzten Jahren vermehrt zu Bränden bei der Feuerwehr kommt – mit immensen Schäden, wie im vergangenen Jahr in Neustadt. Außerdem wurde ein Hygiene-Container bestellt, der dem Gesundheitsschutz der Feuerwehrleute nach Bränden dient. In dem Container können mit Brandrauch verschmutze Kleidung ausgezogen und saubere Kleidung angelegt werden. Diese Maßnahme soll dem sogenannten Feuerkrebs vorbeugen – der zu Krebserkrankungen bei Feuerwehrangehörigen durch die Kontamination mit den giftigen Brandgasen führen kann. Zusätzlich erwarb die Stadt ein gebrauchtes Mannschaftstransportfahrzeug für 50.000 Euro und ersetzte die Feuerwehrhelme, die alle zehn Jahre erneuert werden müssen.

Einsatzzahlen und Herausforderungen

Die Zahl der Brandeinsätze lag mit 45 Fällen, davon 19 Bränden von oder in Gebäuden, auf Vorjahresniveau. Deutlich gestiegen sind hingegen sonstige Hilfeleistungen: 121 Einsätze, darunter 41 Notfalltüröffnungen die, so Wehrleiter Karlheinz Bayer, die Auswirkungen einer alternden Gesellschaft zeigen.

Fehlalarme und ihre Folgen

In 61 Fällen rückte die Feuerwehr zu Fehlalarmen aus, 34 davon durch Brandmeldeanlagen (BMA). Technische Defekte oder Bauarbeiten sind dabei häufige Ursachen. Da in solchen Fällen der gesamte Löschzug ausrückt, entstehen Kosten von bis zu 1.500 Euro pro Einsatz. Während Versicherungen oft einspringen, werden mutwillige Fehlalarme direkt in Rechnung gestellt.

Großeinsätze und besondere Erlebnisse

Ein besonders herausfordernder Einsatz war die dreitägige Suche nach einem vermissten Rentner aus der MEDIAN Klinik Sonnenwende in Bad Dürkheim. Dank der intensiven Zusammenarbeit mit Polizei, Rettungskräften und Mantrailer-Hunden konnte die Person lebend gefunden werden.

Auch kuriose Einsätze blieben nicht aus: So beschäftigte die Feuerwehr eine Serie von vier brennenden Dixi-Toiletten.

Zukunft und Herausforderungen

Mit 250 Einsätzen im Jahr 2024 war die Freiwillige Feuerwehr stark gefordert. Der Personalstand liegt derzeit bei 66 Mitgliedern, darunter fünf Frauen. In den letzten vier Jahren lag der Durchschnitt bei 60 aktiven Feuerwehrleuten. Ein akuter Personalmangel besteht zwar nicht, dennoch bleibt die Nachwuchsgewinnung essenziell.

„Kommt zur Feuerwehr! Wer hier Dienst tut, erlebt unmittelbar, was es bedeutet, Hilfe zu leisten. Und das verbunden mit einer Kameradschaft, die durch die vielen besonderen und gemeinsam erlebten Situationen ihresgleichen sucht“, appellierte Dezernent Güther.

Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, wird die Führungsstruktur angepasst: Künftig gibt es einen Wehrleiter mit drei Stellvertretern. Die Position des Adjutanten, die als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Einsatzkräften dient, wird nach dem Ausscheiden von Thomas Weiß nach 40-jähriger Dienstzeit aus den eigenen Reihen neu besetzt werden. Auch Wehrleiter Karlheinz Bayer steht die „Feuerwehrrente“ bevor. 

Wertschätzung des Ehrenamts

Neben den Einsätzen nimmt die Bürokratie einen immer größeren Raum ein. Dokumentationspflichten binden wertvolle Zeit. Dennoch bleibt die Motivation der Einsatzkräfte hoch, denn die Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Sicherheit. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Dürkheim stellt sich mit großem Engagement den wachsenden Herausforderungen. Sie bleibt eine tragende Säule der Gemeinschaft – für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger. red/bas

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Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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