114 Millionen Euro fürs Bauen und Sanieren im Kreis Bad Dürkheim: Das sind die Pläne

Im Landkreis Bad Dürkheim sollen Schulen und Verwaltungsgebäude mit Millionenbeträgen saniert und neu gebaut werden. | Foto: KV/Müller
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Bad Dürkheim. Der Landkreis Bad Dürkheim plant große Investitionen in Schulen und Verwaltung. Aus dem Infrastruktursondervermögen in Rheinland-Pfalz fließen rund 114,257 Millionen Euro in den Kreis. Ein Drittel davon bleibt beim Landkreis. Mit dem Anteil will die Kreisverwaltung vor allem zwei Schulen energetisch sanieren und einen Verwaltungsneubau neben dem Kreishaus angehen.

Rund 38,1 Millionen Euro stehen dem Landkreis aus dem Sondervermögen zur Verfügung. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, soll das Geld voraussichtlich in Schulbau- und Sanierungsprojekte sowie in einen Neubau für die Verwaltung in Nachbarschaft des Kreishauses fließen.

Zwei Schulen sollen energetisch saniert werden

Jeweils rund zehn Millionen Euro sollen in die energetische Sanierung der Carl-Orff-Realschule plus in Bad Dürkheim und des Leininger Gymnasiums in Grünstadt gehen. Beide Projekte sind laut Kreisverwaltung planerisch bereits weit fortgeschritten.

An der Carl-Orff-Realschule plus plant der Landkreis die energetische Sanierung von Fassade und Dachflächen. Er entfernt dazu bestehende Fassadenplatten, tauscht Fenster aus und bringt eine neue Fassade mit Dämmung auf. Die Dachflächen baut der Landkreis zurück, dämmt sie neu, dichtet sie ab und begrünt sie, soweit das statisch möglich ist.

Am Leininger Gymnasium sind laut Kreisverwaltung vergleichbare Maßnahmen vorgesehen, also Fenstertausch und Fassadendämmung. Eine Dachbegrünung ist dort wegen der Dachschrägen nicht möglich. Zusätzlich erneuert der Landkreis am Leininger Gymnasium die Heiztechnik. An der Carl-Orff-Realschule plus ist das nicht nötig, weil die Schule per Nahwärme versorgt wird.

Neubau neben dem Kreishaus soll Außenstellen ersetzen

Als drittes großes Projekt will der Landkreis neben dem Kreishaus ein neues Verwaltungsgebäude errichten. Die Kreisverwaltung will damit angemietete Außenstellen aufgeben und der Raumnot begegnen. In dem Neubau soll mit Blick auf den Bevölkerungsschutz unter anderem ein Krisenzentrum eingeplant werden. „Angesichts der aktuellen Situation in Europa, müssen wir uns für alle möglichen Gegebenheiten wappnen“, betont Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. Der im Aufbau befindliche Zivil- und Katastrophenschutz erfordere erhebliche Mittel.

Gleichzeitig soll genug Platz entstehen, um Teile der Belegschaft aus dem Kreishaus unterzubringen. Auch dem Kreishaus steht laut Kreisverwaltung eine energetische Sanierung bevor. Beim Neubau plant der Landkreis, möglichst ressourcenschonend zu bauen und schadstoffarme, klimafreundliche und bestenfalls recycelte Baustoffe zu nutzen, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren.

Die Kreisverwaltung begründet den Neubau mit anhaltender Raumknappheit. Seit Mittwoch, 1. Januar 2019 ist die Zahl der Mitarbeitenden demnach um 20 Prozent gestiegen. Die Verwaltung hat deshalb immer wieder kleinere Büroflächen angemietet, weil große nutzbare Flächen in Bad Dürkheim kaum zur Verfügung stehen. Inzwischen arbeiten mehr als 150 Mitarbeitende im Wechsel zwischen Homeoffice und Büro, 14 arbeiten komplett von zu Hause. „Ohne die Bereitschaft der Mitarbeitenden, Schreibtische und Arbeitsplätze zu teilen, wäre schon jetzt ein arbeitsrechtlich höchst bedenklicher Zustand erreicht. Und durch immer mehr Aufgaben und Anforderungen, die an die Kreisverwaltung gestellt werden, ist nicht anzunehmen, dass in den kommenden Jahren weniger Personal im Kreishaus arbeitet“, berichtet der Landrat.

Aktuell verursachen vier Standorte laut Kreisverwaltung jährliche Kosten von rund 130.000 Euro. Der Landkreis will den Neubau auch zügig vorantreiben, weil sich eine geplante Anmietung zusätzlicher Büroflächen im Bad Dürkheimer Bruch kurzfristig überraschend zerschlagen hat.

Großer Teil des Geldes geht an Städte und Verbandsgemeinden

Zwei Drittel des Geldes aus dem Sondervermögen verteilt der Landkreis auf Grundlage der Einwohnerzahlen an die hauptamtlich geführten Kommunen im Kreis. Gerundete Beträge nennt die Kreisverwaltung an dieser Stelle, Details stehen im Quelltext jedoch nicht.

Für die Verteilung der Mittel braucht es regionale Umsetzungskonzepte, die den Nachhaltigkeitsvorgaben des Bundes entsprechen müssen. Alle Verbandsgemeinden haben laut Kreisverwaltung über ihre Pläne abgestimmt und sie dort eingereicht. Der Kreistag hat sie am Dienstag, 17. Juni thematisiert und verabschiedet. Das gilt auch für die Pläne für die Mittel, die beim Landkreis verbleiben. Die Kreisverwaltung will die Konzepte gesammelt bis Ende August an das Land weitergeben.

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Autor:

Reiner Bohlander aus Frankenthal

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