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Die magische Drei mit "Amarank" bei Ultes

Die drei Musiker der Band "AMARANK" | Foto: Johann-Peter Melder
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  • Die drei Musiker der Band "AMARANK"
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Ellerstadt. Für den 5. März hatte der KuKiE e.V. das Irish-Folk-Trio „Amarank“ eingeladen. Die Band mit Hüni Stadtmüller (Gesang, Gitarre, Bodhran), Uwe „Igor“ Frühm (Geige, Gitarre, Mandoline, Cajon, Gesang) und Tommi Reuther (Gitarre, Mandoline, Cajon, Gesang) kommt aus Hanau. Mit heiteren Melodien brachten sie das Feeling der grünen Insel in die Pfalz. Bereits die Kelten wussten diese mitreißende Musik zu schätzen und das Publikum in der voll besetzten Weinstube Ultes war nicht minder begeistert und wippte beschwingt im Rhythmus mit. Die hessische Celtic Folk Kultband entführte mit ursprünglicher irischer, schottischer und bretonischer Musik einen ganzen Abend in eine andere Welt.

Ein Tisch mit irisch anmutenden grünen Hüten zog die Blicke auf sich. Der zylinderähnliche Hut präsentiert den Leprechaun, einen Kobold aus der irischen Mythologie. Rainer, Heiko und Karin waren aus Remagen im Ahrtal hierhergekommen. Sie machen kombinierten Campingurlaub mit Fahrradtouren in der schönen Pfalz und kamen auf die Veranstaltung durch ein befreundetes Bandmitglied. Tagsüber an den Salinen in Bad Dürkheim sollte ihr Weg am nächsten Tag nach Meckenheim und Landau führen. Auch die beiden weiblichen Bedienungen hatten diese originelle Hutbedeckung auf während sie mit dunklem Guinness (gab es nur heute) und Schorle durch die Gänge flitzten.

Der Verein „Kultur und Kunst in Ellerstadt e.V.“ – kurz KuKiE e.V.“ wurde im Februar 2010 gegründet und fördert die künstlerische und kulturelle Vielfalt in der Gemeinde durch Konzerte, Kabarett, Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen. Der 1. Vorsitzende des Vereins Sam Sommer begrüßte das zahlreiche Publikum. Es sei der Abend der Dreier: Die 3. Veranstaltung in diesem Jahr, drei Männer auf der Bühne und das 3. Mal ein irischer Abend. Der KuKiE e.V. hat aber noch viele weitere tolle Acts in den kommenden Monaten in petto (www.kukie.de). Er warb um neue Mitglieder und wies darauf hin, dass später der Hut herumgehen würde. „Viel Spaß und Bühne frei für die Band!“

Hüni Stadtmüller erzählte zu jedem Song eine kleine mitunter kuriose Geschichte, das gefiel dem Publikum und so wurde nicht nur einmal gelacht. Gut gelaunt mit gelebter Spielfreude eröffneten sie den Rock’n’Roll to Dublin mit „Red ist he rose“. Dreistimmig gesungen hörte sich das richtig gut an, wohlgemerkt, sie brauchten keinerlei Noten an diesem Abend. Mit ihrem großen Spektrum an Songs (30 hatten sie heute geplant) zogen sie das Publikum als eingespielte Band in ihren Bann. Zwischendurch gab es auch Instrumentalstücke, schließlich wollte jedes mitgebrachte Instrument einmal in Einsatz kommen. „Arthur McBride“, „Rocky Road“, Hartigans/King oft he Pipers“, „Jolly Beggar“, „Follow me up to Carlow“, „Raggle taggle“, „Inisheer/Kiss the Quakers wife“ und „Man you don’t meet every day“ folgten. Da juckte es in den Beinen und man hätte am liebsten getanzt. Zu wenig Platz, aber im Sitzen und Stehen wippten die Körper und Köpfe. Da gab es auch mal ein Dankeschön von der Band an das mitwirkende Publikum.

Der englische Dichter und Songwriter Sydney Carter schrieb 1963 den Song „Lord of the Dance“. Das Lied ist sehr bekannt und wer sich für den irischen Stepptanz interessiert, kennt die Irish-Dance-Show „Lord oft he Dance“ unter der Regie von Michael Flatley, der auch die Hauptrolle tanzte. Und dieser Song kam jetzt in der leicht veränderten Version von „Amarank“, welch eine Freude.

Es folgte wieder eine kleine Anekdote zu dem nächsten Lied, wo es um die Liebe beim Ernten ging. Die Liebe zur falschen Frau, Hungersnot in den 50er Jahren und Fußball fanden Erwähnung. Petra machte sich mit dem zu füllenden großen irischen Hut bereit. Ein „Auswanderungsstück“ und der „Goldrausch“ wurden besungen. „Band O’Shearers“, „Black Velvet Band“, „Fields of Athenry“, „Salut a la compagnie/Wheelans/Morrissons und „Muirsheen Durkin“, da kam richtig Stimmung in die Bude bevor es in die wohlverdiente Pause ging. Es war ein rundum gelungener Abend mit einem sympathischen Trio, das einem das Gefühl gab in einem Irish Pub zu sitzen. (mel)

Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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