Der Wurstmarkt: Ein Spätsommer-Märchen
Das Dezibel-Debakel auf den Brühlwiesen

Es war einmal: Es gab einst in Pfälzer Landen ein Weinfest, das man auf dem Globus nur in Bad Dürkheim finden konnte. Über 600 Jahre lang verteidigte der Wurstmarkt erfolgreich die erste Liga bacchantischer Lebenslust. Es wurde gehandelt, diskutiert, Geschäfte, Freundschaften und Ehen bahnten sich an, es wurde lauthals gefeiert, genossen und die Bestände der heimischen Winzer schoppenweise dezimiert. Doch da der Pfälzer an sich alles andere als ein schmallippiger Leisetreter ist, ging es traditionell oft bis in die Morgenstunden hoch her. Solange, bis die Hellhörigen auf den Plan traten. Bis an die Zähne bewaffnet mit spaßfreien Paragraphen mobilisierten sie Justitia. Die Unbestechliche gab den Hellhörigen Recht! Viel zu laut sei des Pfälzers Mutterfest und man müsse die ausgelassene Feierlaune drastisch kastrieren! Um Mitternacht müsse abrupt Schluss sein mit dem „Krach“ und wer unbedingt weiter feiern möchte, sollte bitteschön den Pegel von 55 Dezibel nicht überschreiten. Dass allerdings die Hellhörigen, die angetreten sind, dem größten Weinfest der Welt den juristischen Gnadenstoß zu versetzen, beim nächtlichen Schnarchen bis zu 70 Dezibel Lärmemissionen produzieren können – das steht auf einem anderen Blatt! Und wenn sie nicht aufgewacht sind, dann schnarchen sie noch heute…
… mutmaßt Ihr Udo Barth

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