Zukunft Annweiler auf dem Rathausplatz
Solidarität und neue Mitglieder-Eintritte

„Versuchen, das Unglaubliche verstehbar zu machen“. Auch die Ehrenmitglieder des Vereins, Peter Hornbach und Wolfgang Weiner, lassen sich von den Vereinsvorständen persönlich informieren und Details erläutern. Hier im Gespräch mit Vorstandsmitglied Christine Braun.
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  • „Versuchen, das Unglaubliche verstehbar zu machen“. Auch die Ehrenmitglieder des Vereins, Peter Hornbach und Wolfgang Weiner, lassen sich von den Vereinsvorständen persönlich informieren und Details erläutern. Hier im Gespräch mit Vorstandsmitglied Christine Braun.
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  • hochgeladen von Günter Hirschmann

Annweiler.Wie angekündigt, hatte sich am vergangenen Samstag der Vorstand des gemeinnützigen Vereins Zukunft Annweiler auf dem Rathausplatz eingefunden, um eine Stunde lang der Öffentlichkeit persönlich alle Fragen zu beantworten. Details und Fragen dazu, was bislang bekannt ist. Zum Tathintergrund  und zum Motiv des Vorstandsmitglieds Peter M., der die Vereinskonten bis auf den allerletzten Cent abgeräumt hat.

Immerhin sind das 20.885 Euro, die vorwiegend in Form von unregelmäßigen Barabhebungen während des Höhepunkts der ersten Corona-Welle im Zeitraum Februar- April veruntreut wurden.

Auch die beiden Ehrenmitglieder des Vereins, Peter Hornbach und Wolfgang Weiner, waren gekommen, um ihre Solidarität zu zeigen und deutlich zu machen, dass sie auch weiterhin uneingeschränkt und vertrauensvoll hinter ihrem Verein Zukunft Annweiler stehen.

„Das Geld ist wohl weg, und es kann damit nicht mehr „in der Stadt für die Stadt“ für gemeinnützige Zwecke ausgegeben werden“, wie es Peter Hornbach formulierte.

Der Schock klingt langsam ab

„Langsam finden wir unseres Fassung wieder“, sagt Vereinsvorsitzender Walter Herzog und spricht damit aus, was alle im Vorstand nach der anfänglichen Schockstarre empfinden: „Wir stehen zu den Zielen unseres Vereins, wie sie in der Präambel zur Satzung formuliert sind. Finanziell fangen wir jetzt zwar wieder von vorne an. Aber die ehrenamtlichen Arbeitseinsätze bei unseren laufenden Projekten gehen planmäßig weiter. Insbesondere werden wir ein „Lieblingsstück“ im Rahmen des AK Grün  herrichten und pflegen. Mehr will Herzog an dieser Stelle noch nicht verraten.

Die Befürchtung jedenfalls, dass nach diesem spektakulären Vorfall der Veruntreuung von Spendengeldern und Vereinsbeiträgen Mitglieder austreten würden, hat sich bislang nicht bestätigt. Im Gegenteil: Neben zahlreichen Solidaritätsbekundungen und anerkennende Zustimmung für das konsequent offene und transparente Informationen des Vorstand sind neue Mitglieder demonstrativ dem Verein neu beigetreten.

Die Ermittlungen sind angelaufen
Die zuständigen Justizbehörden haben bereits Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. Es bleibt abzuwarten, ob sich daraus Erkenntnisse ergeben, ob beziehungsweise inwieweit mit einem Rückfluss der veruntreuten Gelder realistischerweise gerechnet werden kann.

Die Präambel der Vereinssatzung
„Wir identifizieren uns mit unserer Stadt und möchten für diese Haltung bei unseren Mitmenschen werben. Wir fragen nicht, was die Stadt für uns tun kann, sondern wir überlegen, was wir dazu beitragen können, damit sich ein Wohlfühlambiente entwickelt, in dem das „Wir-Gefühl“ dominiert. Auch dann, wenn es um Themen der Stadtentwicklung geht, die in unterschiedlicher Weise konstruktiv-kritisch bewertet werden können.

Wir wollen daher aktiv an der nachhaltigen Entwicklung der Stadt Annweiler mitwirken und alles fördern, was zu einem liebenswerten Ambiente beiträgt.

Eine belebte Innenstadt in ihrer Vielfalt und Vitalität prägt die Identität der Stadt.
Durch Aktivitäten, die dem Gemeinwohl und der Umwelt dienen, wollen wir zu einer Stärkung dieser Identität beitragen. Damit langfristig die Anziehungskraft und die Bedeutung von Annweiler als Ort des Wohnens, der Freizeit und des Fremdenverkehrs erhalten bleibt und nach Möglichkeit noch gesteigert wird“.

Autor:

Britta Bender aus Bad Bergzabern

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