IGS-Leistungskurs Deutsch schreibt eigenes Buch
"Buch macht Schule – Schule macht Buch“

Wörth. „Buch macht Schule - Schule macht Buch“ - an dieses Bildungsprojekt für weiterführende Schulen der Regensburger Schriftstellerin Carola Kupfer und von Verleger Wolfgang Schröck-Schmidt wagt sich jetzt der Leistungskurs Deutsch der MSS 12 der IGS Wörth. „Die Schüler werden zu Autoren“, stellt Kupfer im ersten Workshop am letzten Schultag vor den Osterferien fest. „Die Motivation der Schüler, ein eigenes Buch zu schreiben, ist immens. Schließlich wird der fertige Roman hinterher überall im Buchhandel verkauft.“
Die IGS Wörth ist die erste Schule in der Region, die zweite in Rheinland-Pfalz überhaupt, die dieses Projekt realisieren will. Vorreiter war vor einiger Zeit das Carl-Bosch-Gymnasium in Ludwigshafen. Hier absolvierte Lehrer Reinhard Kehr sein Referendariat und war von dieser Idee sehr angetan, so dass er sie seinem Leistungskurs Deutsch der 12. Klasse schmackhaft machte. Die Schüler waren sofort bereit, sich an die Arbeit zu machen. Die zwölf Kursteilnehmer waren sich schnell einig, ein sozialkritisches Thema mit einem Bezug zum Schulalltag zu behandeln. „Wir wollen einen jungen Menschen in einer sozial-psychischen Krise verfolgen – ob und wie man ihn aus der Abwärtsspirale wieder rausholen kann mit einem versöhnlichen Ende“, schildert Elsa Wärther, die als Pressesprecherin des Projektes gewählte Schülerin. „Dabei sollen die verschiedenen Charaktere im Umfeld des Betroffenen in der Familie und in der Schule mit ihren Problemen sowie Therapiesitzungen und –berichte, Tagebuchaufzeichnungen und Träume eine Rolle spielen“ erläutert sie. Dieses Vorhaben trugen die Leistungskursler zuerst den Lehrern und der Schulleitung vor. „Wir stießen nur auf positive Resonanz im Kollegium und bei der Schulleitung“, betont Kursleiter Kehr.
Jetzt fand der erste ganztägige Workshop mit der Schriftstellerin statt, wozu der Leistungskurs seinen eigentlich freien Nachmittag „opferte“. Kupfer führte die Schüler in die Entstehung eines Buches ein. Sie begleitete sie dann nach einem Brainstorming dabei, aus ihrer Idee einen Plot zu entwickeln, den Handlungsverlauf festzulegen. Für jedes der vorgesehenen acht Kapitel wurde eine Planung vorgesehen, mit der sich jeweils ein Schüler im Detail dann beschäftigen muss. Zusätzlich konnten sich „Spezialbeauftragte“ für die Therapieberichte, Tagebuchaufzeichnungen und die Träume melden. „Super, dass sich spontan Freiwillige gefunden haben“, meinte Kupfer.
Nachdem der Pilot jetzt steht, geht es in den Ferien an die Recherche, Informationsmaterial zu sichten zu verschiedenen speziellen Begriffen im Text. Dann müssen ein Haupttitel sowie ein erklärender Untertitel und der Klappentext für das Buch gefunden werden, worüber sich jeder Schüler Gedanken machen muss. Vor den Sommerferien muss der Buchtext fertig sein, damit es in der Ferienzeit gedruckt werden und Anfang des nächsten Schuljahres verkauft werden kann, wozu eine große Pressekonferenz vorgesehen ist.
Am 29. Mai findet der zweite Workshop mit den Planungen zum Buchmarketing und der Veranstaltungsorganisation von Lesungen statt. Inzwischen beginnt von Seiten der Schule die Suche nach Sponsoren, ohne die es nicht möglich wäre, das fertige Buch in den Verkauf zu bringen.
Dabei unterstützt die Schule auch Wolfgang Schröck-Schmidt, der mit seinem Verlag die professionellen Rahmenbedingungen bietet, um aus dem Manuskript der Schüler ein fertiges Buch zu machen. Er kümmert sich um Satz, Layout und Druck, versieht das Buch mit einer eigenen ISBN-Nummer, meldet es bei Grossisten an und organisiert den deutschlandweiten Vertrieb.
„Dieser Sondereinsatz der Schüler sprengt natürlich auch den regulären Unterrichtsrahmen. Ihre Leistung beim Erarbeiten der jeweiligen Kapitel oder ihrer Sonderaufträge wird ihnen dann als Kursarbeit gewertet“ wirft Kehr ein. „Zudem ist eine hohe soziale Interaktion notwendig.“ „Hinzu kommen erstaunliche Lernerfolge, gesteigerte Sozialkompetenz und Teamfähigkeit unter den Schülern. Das Erarbeitete muss dauernd untereinander abgesprochen werden, sonst ist kein Fortschritt möglich. Außerdem lernen die Schüler die Buchbranche kennen und erarbeiten sich einen zielgerichteten Umgang mit Marketing, Medien und der Öffentlichkeit“, ergänzt Kupfer .ps

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