YES 2027: Viernheim sucht Jugendliche fürs internationale Summercamp
- Laden Jugendliche aus Viernheim und den Partnerstädten zum Jugendcamp ein (v. l.): Susanna Garbo, Projektleiterin im Kultur- und Sportamt, Sabine Ruth und Lars Prechtl von der städtischen Jugendförderung, Bürgermeister Matthias Baaß, Schulleiter Thomas Blumenrath sowie Jan Krasko und Sascha Niebler vom Kultur- und Sportamt
- Foto: Stadt Viernheim
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Viernheim. Eine Woche lang Europa ganz praktisch erleben. Das geht beim Young Europe Summercamp 2027. Vom 31. Juli bis 7. August kommen Jugendliche aus Viernheims Partnerstädten nach Viernheim. Bewerbungen aus Viernheim nimmt die Stadt bis Donnerstag, 2. Oktober an.
Eingeladen sind Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren. Geplant sind Begegnungen im Alltag, beim Sport, bei kulturellen Aktivitäten, in Workshops und bei Ausflügen. Das Camp fällt in das Jahr des 1250-jährigen Stadtjubiläums.
So läuft die Bewerbung in Viernheim
Bis zu 10 Jugendliche sollen aus jeder Partnerstadt teilnehmen. Viernheimer Jugendliche bewerben sich per E-Mail an yes2027@viernheim.de. Einen Fragebogen stellt die städtische Jugendförderung online bereit unter Internationales Jugendcamp 2027. Das Projektteam wählt anschließend die Teilnehmenden aus und informiert alle Bewerberinnen und Bewerber.
Die Stadt Viernheim setzt bei YES 2027 darauf, dass Jugendliche das Camp mitgestalten. Dafür plant das Team in den kommenden Monaten digitale Treffen, bei denen Jugendliche Ideen einbringen können.
Bürgermeister Matthias Baaß sagt: „Wenn Städtepartnerschaften eine Zukunft haben sollen, müssen wir junge Menschen dafür begeistern. Genau hier setzt YES 2027 an: Wir schaffen Begegnungen, aus denen Freundschaften, Verständnis füreinander und vielleicht auch ein dauerhaftes Interesse an Europa entstehen können“.
Als wichtiger Partner beteiligt sich die Alexander-von-Humboldt-Schule. Die Schule stellt ihre Räumlichkeiten als Unterkunft zur Verfügung. Schulleiter Thomas Blumenrath betont: „Als Europaschule gehört der internationale Austausch zu unserer pädagogischen Philosophie. Ich bin sehr dankbar, dass wir seit dem vorletzten Schuljahr über Erasmus+ die Möglichkeit haben, solche Begegnungen zu ermöglichen – und zwar so, dass die finanzielle Eigenleistung für die Familien gering bleibt. Kinder und Jugendliche lernen dabei andere Länder und Kulturen unmittelbar kennen“.
Die Gesamtkoordination übernimmt das Kultur- und Sportamt der Stadt. Jan Krasko, Leiter des Kultur- und Sportamts, erklärt: „Wir wollen kein fertiges Programm präsentieren, bei dem Jugendliche nur teilnehmen. Die Jugendlichen sollen ihre Perspektiven und Ideen einbringen und damit selbst Einfluss darauf nehmen, wie diese internationale Woche aussieht“.
Auch die städtische Jugendförderung begleitet das Projekt in der Vorbereitung und entwickelt mit den internationalen Partnern das pädagogische Programm. Lars Prechtl von der Jugendförderung sagt: „YES 2027 soll Raum für eigene Ideen, neue Erfahrungen und gemeinsames Handeln schaffen“. Und: „Wenn aus einer Woche in Viernheim Kontakte entstehen, die auch Jahre später noch bestehen, haben wir viel erreicht.“
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, organisieren die Partnerstädte die An- und Abreise ihrer Delegationen. Unterkunft, Verpflegung und Infrastruktur in Viernheim organisiert die Stadt. Das Team will das Vorhaben über einen gemeinsamen Erasmus+ Projektantrag co-finanzieren.
Baaß betont außerdem: „Städtepartnerschaften müssen sich immer wieder weiterentwickeln, wenn sie auch für kommende Generationen relevant bleiben sollen“. Und: „Mit YES 2027 investieren wir in Begegnungen junger Menschen und damit in Beziehungen, die Europa vor Ort stärker machen.“red
Autor:Karin Hoffmann aus Ludwigshafen |