Siegerentwurf für ehemaliges ABB-Areal steht fest
- Siegerentwurf für ehemaliges ABB-Areal steht fest /Symbolbild
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Ladenburg. Die Stadtentwicklungsgesellschaft Ladenburg hat das Werkstattverfahren zur Entwicklung des ehemaligen ABB-Areals erfolgreich abgeschlossen. Am 21. Mai, wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung eines neuen, zukunftsorientierten Stadtquartiers erreicht.
Im Ergebnis setzte sich das Planungsteam schneider+schumacher Städtebau GmbH aus Frankfurt am Main gemeinsam mit Carla Lo Landschaftsarchitektur aus Wien mit seinem städtebaulichen Konzept durch. Der begleitende Beirat wählte den Entwurf als Grundlage für die weitere Ausarbeitung aus.
„Mit der Auswahl des Entwurfs haben wir einen wichtigen Schritt für die Zukunft des ehemaligen ABB-Areals gemacht. Das Werkstattverfahren hat gezeigt, wie durch intensiven Austausch zwischen Fachleuten, Politik und Öffentlichkeit ein qualitativ hochwertiges städtebauliches Konzept entstehen kann. Wir freuen uns auf die nächsten Planungsschritte.“, so Bürgermeister Stefan Schmutz.
Ausschlaggebend für die Entscheidung war die überzeugende Umsetzung der Anforderungen in allen drei zentralen Themenfeldern. Im Bereich Städtebau wurden die vorgesehenen Wohn- und Gewerbeflächen sowie die gewünschte differenzierte Bebauungsstruktur schlüssig umgesetzt. Im Bereich Freiraum überzeugten insbesondere die hohe Qualität und der Umfang der Grün- und Freiflächen sowie die Berücksichtigung von Frischluftschneisen. Auch im Bereich Mobilität und Erschließung konnte das Konzept durch eine ausgewogene Lösung für Stellplätze sowie gut integrierte Fuß- und Radwegeverbindungen überzeugen.
Das Konzept kann unter www.steg-ladenburg.de eingesehen werden.
Ziel des Werkstattverfahrens war die Erarbeitung eines städtebaulichen Rahmenplans als Grundlage für die weitere Entwicklung des rund 11 Hektar großen Quartiers. Das Verfahren war als mehrstufiger, interdisziplinärer Planungsprozess angelegt, in dem städtebauliche, freiraumplanerische, ökologische, klimatische, wirtschaftliche und soziale Anforderungen gleichermaßen berücksichtigt wurden. Die beteiligten Planungsteams aus Stadt- und Landschaftsplanung entwickelten ihre Entwürfe dabei schrittweise weiter.
Im Rahmen des Verfahrens fand am 18. Februar 2026 eine öffentliche Beteiligungsveranstaltung statt, bei der Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit hatten, Anregungen zu den Zwischenständen einzubringen. Diese Hinweise wurden in die weitere Ausarbeitung der Entwürfe aufgenommen.
Der beschließende Beirat setzte sich aus 13 stimmberechtigten Mitgliedern zusammen, darunter Bürgermeister Stefan Schmutz, der Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Peter Müllerleile sowie Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats. Ergänzt wurde das Gremium durch Fachleute aus den Bereichen Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung sowie durch sachverständige Beraterinnen und Berater aus den Bereichen Klima- und Energiekonzepte, Mobilität und Verkehr, Schall- und Emissionsschutz sowie Immobilienwirtschaft und Projektentwicklung.
Mit der Entscheidung für das Planungsteam beginnt nun die nächste Phase: Auf Grundlage des Siegerentwurfs wird der städtebauliche Rahmenplan weiter ausgearbeitet und konkretisiert.red
Autor:Karin Hoffmann aus Ludwigshafen |
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