Ermittler stellen Falle: Festnahme eines 21-Jährigen bei Goldlieferung
- Ein 21-Jähriger soll sich Zugriff auf Online-Banking-Konten einer Familie verschafft und 9.500 Euro für Goldbestellungen überwiesen haben. Ermittler nahmen ihn bei der Abholung einer fingierten Lieferung in Berlin fest – nun sitzt er in Untersuchungshaft.
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Sinsheim. Am Dienstag, 12. Mai, soll sich ein 21-Jähriger unerlaubt Zugang zu den Online-Banking-Konten einer Familie aus Sinsheim verschafft haben. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim überwies der Tatverdächtige anschließend in vier unberechtigten Transaktionen insgesamt 9.500 Euro von drei Konten an verschiedene Goldhandelsfirmen.
Mit dem Geld bestellte er Gold und ließ es unter einem Pseudonym an ein Hotel in Berlin liefern. Die Ermittlungen übernahmen die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg und die Staatsanwaltschaft Heidelberg. Nachdem die Behörden auf die Spur des Mannes gekommen waren, bereiteten Ermittler eine fingierte Goldlieferung vor.
Als der Tatverdächtige die Lieferung am Mittwoch, 20. Mai, an der Berliner Hoteladresse abholen wollte, nahmen ihn Beamte des Landeskriminalamts Berlin vorläufig fest. Noch am selben Tag erließ das Amtsgericht Heidelberg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Computerbetrugs. Am Donnerstag, 21. Mai, wurde der Mann dem Amtsgericht Tiergarten vorgeführt. Der Haftbefehl wurde eröffnet und in Vollzug gesetzt, anschließend kam der 21-Jährige in die Justizvollzugsanstalt Moabit. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |