Prinzessin Maja I. „von Tanz mit Glanz“ regiert die Edinger Kälble
- Prinzessin Maja I. "von Tanz mit Glanz"
- Foto: Hannelore Schäfer
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
Edingen. „Einmal im Leben Prinzessin sein, das ist der Traum von jedem Gardemädchen“, ist Maja Wenz überzeugt. Ihr Wunsch ging in Erfüllung. Sie wurde in der Kampagne 2025/26 zur Prinzessin der Karnevalsgesellschaft Edinger Kälble (KEK) gekürt. Als Maja I. „von Tanz mit Glanz“ schwingt sie das royale Zepter und ist auf dem närrischen Parkett als charmante Repräsentantin der Edinger Narrenschar unterwegs.
„Ich bin Mitglied bei den Kälble seit ich drei Jahre alt war“, erinnert sie sich. Damals eroberte sie als kleine Tänzerin in der Minigarde die Bretter der Bühnenwelt. Seither ist sie dem Tanzen treu geblieben. Auch wenn die Hoheit zwischenzeitlich beim Eppelheimer Carneval Club die Beine schwingt, blieb die Verbindung zu den Kälble als ihrem „Heimatverein“ weiterhin sehr eng. „Ich habe Gardeministerin Sabine Mülbert im vergangenen Jahr angesprochen, ob das Amt der Prinzessin schon vergeben ist oder noch Hoffnung auf den royalen Top-Job besteht“, verrät Maja Wenz verschmitzt. Offenbar rannte sie bei den Kälble offene Türen ein, das okay kam alsbald und so konnte sich die Karnevals-Lady in spe schon einmal auf die royale Kleider-Suche begeben. Vier Roben be(kleiden)kleiten sie durch die Kampagne. Dem royalen Dress-Code entsprechend stammen die bodenlangen, glamourösen Ballkleider aus Brautgeschäften sowie aus dem Internet. Damit Krönchen und Frisur sitzen, stylt Susie Neutard vom Neckarhäuser Friseursalon Biegel das königliche Haupt.
Dass die Kampagne dieses Mal nicht allzu lange geht, bedauert Maja Wenz nicht: „Man kann sich ja nicht zerreißen, ich bin jedes Wochenende unterwegs. Dass diese schöne und aufregende Zeit dann bereits Mitte Februar endet und wieder der normale Alltag beginnt, hat auch sein Gutes.“ Gleichwohl genießt sie ihre Amtszeit. „Ich werden überall hingefahren, komplett verwöhnt und hofiert wie eine richtige Prinzessin, das hat was“, gesteht die Karnevals-Lady augenzwinkernd.
Ihr Begleiter bei den Touren zu auswärtigen Veranstaltungen ist zumeist Elferrats-Präsident Tobias Haber. „Sie ist pünktlich, stets gut aufgelegt und hat keine Starallüren“, lobt der Elferratspräsident die Kälble-Hoheit.
Im „bürgerlichen“ Leben arbeitet die 25-jährige im Bürgerdienst der Stadt Mannheim. Nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten blieb sie dem städtischen Dienstherrn treu und hat Freude an ihrer Arbeit: „Die Tätigkeit ist abwechslungsreich, man kommt täglich mit neuen Leuten in Kontakt, hat immer was tun und es wird einem nie langweilig“, gesteht sie. Ihre Kolleginnen haben nichts mit Fastnacht am Hut und halten derweil die Stellung, so dass die Hoheit auch mal früher gehen oder später kommen kann.
Sie sei auch schon viel herumgekommen, habe Ordensfeste und Tollitäten-Treffen besucht sowie Bekanntschaft mit anderen Prinzessinnen geschlossen. „Die Eltern und der Opa unterstützen mich bei meinen fastnachtlichen Aktivitäten zeitlich und finanziell“, bemerkt die Fastnachts-Lady dankbar. Kleider, Prinzessinnen-Orden und so manches drum herum hätten schon ihren Preis.
Mama Martina begleitet sie zudem öfter mal zu Veranstaltungen, während Papa Markus derweil daheim bleibt und ihrem Zwergpudel Bery Gesellschaft leistet. Obwohl die 25-jährige zwischenzeitlich in Brühl wohnt, lässt sie sich während der Kampagne gerne in der elterlichen Wohnung in Edingen verwöhnen und erkor sie gewissermaßen zu ihrem „Amtssitz“.
Jetzt freut sie sich auf die große Kälble-Narrensitzung am 7. Februar in der Pestalozzihalle, die bereits ausverkauft ist. Der Kindermaskenball findet am Fastnachtssamstag, 14. Februar um 13.33 Uhr und das Heringsessen an Aschermittwoch, 19.33 Uhr an gleicher Stelle statt. ha
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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