Grundstückseigentümer zeigen Interesse an Beratung
Fördermittel machen Lust auf Veränderung

Die vorläufigen Fördergebiete „Innenstadt“ und „Horeb“, deren Grenzen aber erst nach Auswertung aller Daten festgelegt werden. Foto: ps
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  • Die vorläufigen Fördergebiete „Innenstadt“ und „Horeb“, deren Grenzen aber erst nach Auswertung aller Daten festgelegt werden. Foto: ps
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Von Andrea Kling

Pirmasens. Das Angebot der Stadt, Grundstückseigentümer in den beiden neuen Fördergebieten Innenstadt und Horeb in Sachen Sanierung zu beraten, sei gut angenommen worden, sagt Pressesprecher Maximilian Zwick. Wie bereits im Wochenblatt berichtet, haben Bund und Land im April die Zusage erteilt, aus der Förderkulisse Soziale Stadt und allgemeiner Städtebauförderung Mittel in Höhe von 8 Millionen Euro von 2018 bis 2021 Pirmasens zu gewähren. Damit will man gegen soziale und städtebauliche Defizite vorgehen und gleichzeitig einen wirtschaftlichen Prozess in Gang setzen, der bei Bürgern, Handwerkern und Investoren für Auftrieb sorgen kann.

Eine sinnvolle Verwendung der Fördermittel hat oberste Priorität. Jetzt sollen mit den Geldern Problemfelder wie Leerstände oder „Nachkriegswohnraum“ ohne energetische Sanierung und altersgerechte Ausstattung in Angriff genommen werden. Genau diese Mängel sind verstärkt in den beiden ausgewählten Stadtteilen vorhanden. Noch ist die Abgrenzung der Fördergebiete, nach Mitteilung der Stadtverwaltung auf Anfrage des Wochenblattes, eine vorläufige Festsetzung, die in Abstimmung mit dem Land Rheinland-Pfalz und der Aufsichts- und Dienstdirektion Trier erfolgte. Die Grenzen werden erst dann gezogen, „wenn die vorbereitenden Untersuchungen abgeschlossen sind“, so Zwick. Dazu wurden im Vorfeld alle Grundstückseigentümer angeschrieben und um Abgabe eines umfangreichen Fragebogens gebeten. Dabei war en auch Beratungen zu Sanierung und Städtebauförderung angeboten worden, die viele nutzten. Kaum Resonanz gab es von Mietern, Pächtern sowie Bürgern.
In naher Zukunft seien zusätzliche Informationsveranstaltungen für alle Betroffenen in den beiden Gebieten geplant. Termine seien allerdings noch nicht festgelegt worden, ließ das Presseamt wissen.
Bevor es richtig losgehen kann, muss allerdings die Verwaltung noch die Förderrichtlinien festlegen, nach denen die Grundstücksbesitzer in den Genuss der Gelder kommen können. Darin soll unter anderem festgelegt werden, welche Modernisierungsmaßnahmen bis zu welcher Höhe förderfähig sind. Danach wird eine Vereinbarung zwischen Stadt und Interessent abgeschlossen.
Mittlerweile besteht große Nachfrage von Investoren nach preiswertem Wohnraum, den sie erwerben und auf modernen Standard bringen wollen. Hier wird die Stadtverwaltung als Vermittlerin zwischen Grundstückseigentümer und Käufer fungieren, „allerdings auch erst, wenn die Förderrichtlinien festliegen“, heißt es in der offiziellen Stellungnahme zu unserer Presseanfrage.
Ein Objekt im Bereich Horeb, für das Investoren gesucht werden, ist das Pfarrheim St. Pirmin, das ab kommendem Jahr leer steht. Wie Dekan Johannes Pioth bereits öffentlich erklärt hatte, sei man auf Geldgeber angewiesen. Allerdings nutzt die Pfarrgemeinde Räumlichkeiten in dem Gebäude in der Klosterstraße für eigene Zwecke. Da müsste dann mit potenziellen Investoren eine entsprechende Regelung getroffen werden. (ak)

Die vorläufigen Fördergebiete „Innenstadt“ und „Horeb“, deren Grenzen aber erst nach Auswertung aller Daten festgelegt werden. Foto: ps
Für das Pfarrheim St. Pirmin (im Fördergebiet Horeb) werden nach den Worten von Dekan Johannes Pioth Investoren gesucht.  Foto: Kling

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