Die Geschäftsführerin der Sportregion Stephanie Wirth im Interview
„Netzwerk für die Vereine“

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von Peter Engelhardt

Metropolregion Rhein Neckar. An ihrem Beruf als Geschäftsführerin der Sportregion Rhein-Neckar (seit August 2015) kam Stephanie Wirth aus zwei Gründen eigentlich gar nicht vorbei. Zum einen ist die gebürtige Heidelbergerin ein echtes Kind der Region und zum zweiten hat der Sport in ihrem Leben und in ihrer Familie schon immer eine Rolle gespielt. Die studierte Sportwissenschaftlerin hatte stets eine große Affinität zum vielfältigen Sport in der Metropol-Region Rhein-Neckar.

Wenige Tage vor der feierlichen Verleihung der Sport-Awards Rhein-Neckar im Rosengarten Mannheim (Montag, 15. November) sprachen wir mit ihr über die vielen großen und kleinen Vereine der MRN, ihre Erfolge, ihre Nöten und Sorgen sowie das unersetzliche und beispiellose Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und Mitarbeiter, ohne die Vereinsarbeit überhaupt nicht möglich wäre.
???: Was sehen Sie in Ihrer Funktion als Geschäftsführerin als Ihre primäre Aufgabe?
Stephanie Wirth: Meine Tagesgeschäft besteht in erster Linie darin, das kleine feine Team mit dem ich zusammenarbeite zu leiten. Primär sehen wir uns als Netzwerker für die Sportvereine der Region. Nicht nur für die Sportvereine untereinander, sondern auch für die Wirtschaft, die Wissenschaft und die jeweiligen Kommunen. Das war die Idee bei der Gründung der Sportregion Rhein-Neckar im Jahre 2004.
???: Wie sehen Sie die Metropolregion als Sportregion?
Wirth: Mit ca. 2500 Vereinen und ungefähr 85.000 Aktiven bieten wir ein sportlich breites Angebot an Vielfalt und Leistungsdichte, welches es so in anderen Regionen nicht gibt. Mit der SAP Arena, dem Hockenheimring, dem neuen SNP-Dome in Heidelberg haben wir großartige Sportstätten, dazu kommen die unzähligen kleinen Sportplätze der ganzen Vereine. Zudem bieten Odenwald und Pfalz viele ansprechende Rad-und Laufstrecken. Für uns Einheimische fast schon selbstverständlich, viele Fremde staunen immer wieder darüber. Abgesehen von den zahlreichen Erstligisten in 30 Sportarten haben wir mit dem Team Tokio national und international natürlich eine großartige Ansammlung hervorragender Sportler. Das war ursprünglich auch mal die Anfangsidee: das gegenseitige Kennenlernen der Vereine, ein sportübergreifender olympischer Gedanke. Dies ist ungemein wichtig für die sportliche Diversität dieser Region und den Sportlern und Sportlerinnen ist dieser Grundgedanke auch sehr wichtig.
???: Wie sehen Sie gegenwärtig die Situation der vielen kleineren Vereine?
Wirth: Durch Corona hat sich die Situation für einige Vereine verschärft. Manch einer der Vereine hat mit einem Mitgliederverlust zu rechnen und auch viele Ehrenamtliche konnten während dieser Zeit ihren Tätigkeiten nicht nachgehen. Bei uns in der Region sind es ungefähr drei bis fünf Prozent, was andererseits aber auch zeigt, dass viele Vereine trotzdem sehr robust sind. Die vielen Austritte und wenig bis keine Neueintritte sowie das wichtige Ehrenamt sind Schwerpunktthemen bei uns in der Sportregion. Wir haben seit einigen Jahren den Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar, aber das alleine reicht nicht. Das Ehrenamt sichtbarer machen und stärken, dass muss mehr in den Mittelpunkt rücken. Wir haben auch eine Plattform „wir schaffen was.de“ und da gibt es jede Menge nützliche Informationen rund um das Ehrenamt. Es ist eine gute Anlaufstelle für alle Vereine.
???: Hatten Sie schon immer eine Affinität zum Sport?
Wirth: Ich habe schon seit frühester Jugend immer Sport gemacht, war auch in unserer Familie immer ein Thema. Ich habe viele Jahre bei der TSG Germania Dossenheim geturnt und diese Zeit im Verein hat mich stark geprägt. Dann habe ich Sport in Heidelberg studiert.
???: Haben Sie selbst eine Lieblingssportart , wo Sie gerne zuschauen?
Wirth: Turnen und Tanzen, rhythmische Sportgymnastik sind so meine bevorzugten Sportarten. Auch Handball schaue ich mir gerne an . Da geht es immer gut zur Sache.
???: Welchen Stellenwert messen Sie dem Sport-Award bei?
Wirth: Er hat eine hohe Bedeutung, aufgrund der schwierigen letzten Monate dieses Jahr vielleicht noch mehr wie in den Jahren zuvor. Es geht ja nicht nur um die Ehrung der Spitzensportler, sondern wir spannen den Bogen vom Spitzen- zum Breitensport. Es gilt, die vielen kleinen und großen Helfer im Hintergrund zu würdigen. Das sportliche und soziale Engagement der vielen Vereine in dieser Region kann man nicht hoch genug einschätzen. (pete)
Info:

Die letzte Entscheidung beim SportAward Rhein-Neckar ist gefallen. In der Kategorie engelhorn sports Publikumsliebling stehen mit Sandhausen-Kapitän Dennis Diekmeier, Tennis-Shootingstar Nastasja Schunk und Hockey-Goalie Alexander Stadler die drei Nominierten fest. Davor schlugen die Sportfans der Region für diesen „offenen„ Award insgesamt 24 Sportler:innen vor. Über 3.500 gaben anschließend ihre Stimme für den Sportliebling ab. Tickets sind noch erhältlich. Im Eintrittspreis ab 69 Euro sind ein Welcome-Drink, Garderobe, Buffet und Getränke, DJ, Party samt Cocktails im Ella & Louis, u. v. m. enthalten. Tickets sind auf www.sportawardrheinneckar.de, telefonisch unter 0351-3070 8010 und an der Abendkasse erhältlich.

Autor:

Peter Engelhardt aus Mannheim

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