Station auf der Streuobstwiese der Nabu in Dennweiler-Frohnbach
Mit Andreas Hartenfels auf Herbsttour

Helmut Buchem , Martin Pfeiffer, Andreas Hartenfels und Anja Frey (v.l.n.r.) Foto: Horst Cloß
  • Helmut Buchem , Martin Pfeiffer, Andreas Hartenfels und Anja Frey (v.l.n.r.) Foto: Horst Cloß
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Von Anja Stemler

Dennweiler-Frohnbach. Andreas Hartenfels, Landtagsabgeordneter der Grünen in Rheinland-Pfalz, besuchte auf seiner Sommertour zahlreiche rheinland-pfälzische Forstreviere und hat sich dabei ein Bild von den gravierenden Schäden und Auswirkungen der Klimaerhitzung gemacht.
Nun machte er auf seiner Naturschutztour vergangenen Freitag Station in Dennweiler-Frohnbach. Artenschutzprojekte seien sehr vielfältig und wichtig. Das Artensterben müsse minimiert werden. An diesem Tag ging es um das Thema „Streuobstwiesen“.
Andreas Hartenfels besuchte das Biotop Stegwiesbach der NABU Kusel-Altenglan. Er möchte wissen: „Was läuft gut und was läuft nicht so gut“.
Die Nabu Kusel-Altenglan unterhält auf einem ca. 6000 qm großen Wiesengelände seit 1993/94 ein Biotop.
Ehemals als Naturgarten „Am Stegwieser Bach“ angelegt, entwickelte es sich zwischenzeitlich zu einem wertvollen Biotop. Wichtige Gestaltungselemente in dem reich strukturierten Gelände sind unter anderem drei zentral gelegene relativ große Teiche und bislang zwei kleinere Tümpel. Zusätzlich wurden auf dem Grundstück alte Apfelbaumsorten angepflanzt, so Martin Pfeiffer vom NABU Kusel-Altenglan.
Früher seien hier landwirtschaftliche Flächen mit vielen Obstbäumen vorhanden gewesen. Heute stellten die Bäume ein Bewirtschaftungshindernis da. Die Wertschätzung für das Obst fehle bei der Bevölkerung. Die Gesellschaft müsse aufwachen. Die Verbraucher besorgten ihre Äpfel lieber aus dem Supermarkt, anstatt sie auf eigenen Grundstücken, bei Freunden oder Verwandten von den Bäumen zu ernten. Streuobstwiesen seien Kulturland und würden von Menschen aus wirtschaftlichen Gründen angelegt. Die Hochzeit des Streuobstanbaus lag im 19. und 20. Jahrhundert. Bereits in den 1950er Jahren, der Zeit des beginnenden Wirtschaftsaufschwungs, wurden die Streuobstwiesen vernachlässigt und nicht nur das, sie wurden im großen Umfang vernichtet bzw. gerodet.

Autor:

Anja Stemler aus Kusel-Altenglan

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