Das "Wochenblatt" fragte rund um den Wildpark nach besonderen Momenten
Emotionale Höhepunkte im alten Karlsruher Wildparkstadion

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Nachgefragt. Es war unlängst ein fulminanter Abschied vor fast 25.000 Zuschauern mit Pyro-Show, Riesen-Banner und alten Helden. Auch nicht ganz unwichtig: Der KSC gewann in seinem „Abschiedsspiel“, ehe die Bagger rollen. Wir fragten Frans und Leser nach ihren Geschichten vom alten Wildpark. bom

Jeremy Vey: Die Atmosphäre beim Abschiedsspiel war riesig. Ich selbst war zum ersten Mal mit acht Jahren im Wildpark. Daher kann ich mich auch noch an den Bundesliga-Aufstieg 2007 gut erinnern. Im Gedächtnis ist mir auch noch das letzte Heimspiel in der Bundesliga gegen Hertha BSC. Der Abstieg stand schon fest, der KSC gewann aber noch mit 4:1. Meine Cousins aus Ravensburg, die Hertha-Fans sind, sind extra angereist. Die Atmosphäre war gut, es gibt ja eine Fanfreundschaft mit der Hertha.

Max Schlager: Klar, die Relegation gegen den HSV war ganz bitter. Wir saßen früher auf der Haupttribüne, mein Vater hatte damals geschäftlich eine Loge. Ich erinnere mich an viele Spieler von einst: Eggimann, Aduobe, Iashvilli, Staffeldt, Timm oder Calhanoglu. Außerdem an ein 2:1-Sieg im Freundschaftsspiel gegen Bayern. Mein Cousin Daniel Schlager aus Rastatt hat das Spiel damals gepfiffen. Er ist Schiedsrichter und leitet unter anderem Bundesliga-Spiele.

Dominik Speck: Ich bin schon lange KSC-Fan und habe seit zwölf Jahren eine Dauerkarte (D1). Sicher, Höhepunkt war für mich der Aufstieg in die Bundesliga 2007. Mein Vorbild war Maik Franz, seine Mentalität, die Art, wie er gespielt hat. Ein Highlight war natürlich der Derbysieg mit 1:0 gegen den VfB Stuttgart. Dass das alte Stadion wegmuss, ist sicherlich mit Wehmut verbunden, aber ein neues Stadion ist unbedingt notwendig. Ich bin natürlich auch in Liga 3 immer dabei.

Andreas Plant: Mit dem Wildpark verbinde ich glorreiche Uefa-Cup-Nächte gegen Valencia, Bordeaux oder Rom mit toller Atmosphäre, aber auch sehr langen Wartezeiten am Ticketschalter früh morgens. Auch die erfolgreichen Spiele gegen Bayern München sind mir unvergesslich. Die letzten Jahre gab es eher Zerfall und Tristesse im Wildpark. Ich unterstütze den Verein aber weiterhin in der 3. Liga. Beim Abschiedsspiel war Gänsehaut-Feeling pur.

Roland Pohl: Ich verbinde 60 Jahre Geschichte mit dem Wildpark. Als Jugendspieler von 1962 bis 1970 bestritt ich einige Vorspiele im Stadion und war als Balljunge aktiv. Aus der Nahdistanz ist mir das Heynckes-Fallrückzieher-Tor im Länderspiel gegen Marokko in Erinnerung. Oder: Schiedsrichter Biwersi, der sich in der Partie gegen den „Club“ so unbeliebt machte, dass er mit dem Hubschrauber ausgeflogen werden musste. Ein Highlight war auch das Spiel vs. FC Santos (6:8).

Autor:

Jo Wagner

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