„Fröhliches Kunterbunt“ leistet Hilfe zur Selbsthilfe und im Sinne der Nachhaltigkeit
„Glücklich ist, wer andere glücklich macht“

Die Kinder lauschen den Eröffnungsfeierlichkeiten anlässlich ihrer neu gebauten, großen Schule in Bindila/Togo.
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  • Die Kinder lauschen den Eröffnungsfeierlichkeiten anlässlich ihrer neu gebauten, großen Schule in Bindila/Togo.
  • Foto: Hans Erich Klein
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Bad Bergzabern. Vor gut 50 Jahren stand der Pfarrei St. Martin eine Kirchenrenovierung ins Haus und so entstand die Idee, ein Fest im Schlossinnenhof zu organisieren, um ein bisschen aus der Finanznot helfen zu können. 27 junge Menschen tagten in ihrem damaligen Gruppenraum im Edith-Stein-Haus, um die Planung für die Umsetzung dieses Festes anzugehen.
Seither wird dieses Fest jährlich gefeiert. Zum 50-jährigen Jubiläum im letzten Jahr erschien eine kunterbunt gestaltete Festschrift. Diese kann immer noch käuflich erworben werden bei Hans Erich Klein. Im Jahr 1970 kam der Erlös dann erstmals einem Projekt in Togo zugute.
„Glücklich ist, wer anderer glücklich macht“, erkannte Anton Klug. Er war Kaplan der St. Martinsgemeinde bevor er als Missionar nach Togo ging. So kam dieser Kontakt zustande.
1973 gründete Pater Franklin Rodrigues die Indienhilfe Bad Bergzabern. So wurde ab 1975 der Erlös mit Togo geteilt. Ein Jahr später wurde das Fest erweitert, nicht nur sonntags sondern auch samstags gefeiert, und seit 1980 ist bereits freitags die Eröffnung. In diesem Jahr zog man außerdem auf den Schlossplatz um.
Beate Kästle-Silva, geboren in Bad Bergzabern, stieg 1986 in die pastorale Entwicklungshilfe ein. Um die Wahlbrasilianerin finanziell bei ihrer Arbeit mit Straßenkindern in Caruaru zu unterstützen, werden seit 1987 die Gelder gedrittelt.
Das Fest, welches immer am letzten Wochenende der Sommerferien gefeiert wird, ist nur eine der Aktivitäten des Fröhlichen Kunterbunts. Auch das Adventscafé auf dem Karolinenmarkt und die Teilnahme am Hungermarsch bringen Geld in die Kasse.
Alle Einnahmen dieser Aktivitäten kommen in voller Höhe den Menschen in Togo, Indien und Brasilien zugute.Insgesamt 13.000 Euro konnten Ende Januar an das Straßenkinderprojekt in Caruaru überwiesen werden.
Dort wurde vor einigen Jahren der Trägerverein „Comviva“ (Communidade Viva - Gemeinschaft Leben) gegründet. 240 Kinder erhalten hier in der von Kriminalität geprägten Großstadt im Nordosten Brasiliens eine Chance, von der Straße wegzukommen oder gar nicht erst dort zu landen. Anlaufstellen sind vor Ort die Häuser Casa da Rua (für Straßenkinder), Cedro (Haus der Ausbildung) und Sol Poente (Tagesstätte für Jugendlichen).
In Indien betreut Pater Franklin Rodriguez die Projekte. Die Ziele sind: die medizinische Versorgung sowie die wirtschaftliche und soziale Hilfe durch Bildung zu sichern.
In Togo wurde ein Erweiterungsbau eines Mutter-Kind-Zentrums in Bassar finanziell unterstützt. Ein Wohnraumprojekt (Tiefbrunnen, drei Wohnungen, Wasserhochbehälter) für eine Krankenschwester und einen Krankenpfleger wurde gefördert. Somit ist jetzt die medizinische Grundversorgung von 18.000 Menschen im Umkreis von 20 Kilometern um Kadogou gesichert. In Lomé wurden mit Hilfe des FBK zwei Schlafräume errichtet. Dort steht die einzige Schule in Togo, die stumme und taubstumme Kinder und Jugendliche unterrichtet. Das Dorf Hanyigba Douga verfügt nun über ein modernes Marktgebäude. So haben die Menschen im Zentrum ein Dach über dem Kopf.
Im vergangenen Jahr besuchte Hans Erich Klein vom Fröhlichen Kunterbunt unter anderem die Einweihungsfeier einer neu errichteten Grundschule in Bindila in Togo. 
Bei ihm gehen die Anfragen für Projekte ein, er begleitet die finanzielle Planung, fordert Kostenvoranschläge an, kümmert sich um das Beantragen von Fördermitteln und ist, wie einige Gründungsmitglieder von 1969, auch heute noch mit Begeisterung dabei.Hans Erich Klein informiert in Vorträgen an Schulen oder in Pfarrgemeinden über die Projekte in Togo, Indien und Brasilien.

Zahlreiche Helferinnen und Helfer unterstützen den Verein. Allein um das FBK-Fest zu stemmen bringen sich circa 200 Menschen ein.
Seit der Gründung des Vereins, konnten sage und schreibe, über eine Million Euro für den guten Zweck generiert werden.Gespendet werden kann jederzeit und gerne auch speziell für ein bestimmtes Projekt, was einem besonders am Herzen liegt.

Die nächste Aktion wird der Hungermarsch sein. Am 31. März ist Beginn um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael in Hagenbach. Anschließend führt der Weg durch den Bienwald. beb

Kontaktdaten und Konten
Aktionskreis Fröhliches Kunterbunt e.V.
Hans Erich Klein
Telefon 06343 2266
info@fbk-bza-de
www.fkb-bza.de
Sparkasse SÜW: IBAN: DE18 548 500 100 026 003 889 BIC: SOLADES1SUW
VR Bank SWW: IBAN: DE11 548 913 000 000 500 500 BIC: GENODE61BZA

Autor:

Britta Bender aus Bad Bergzabern

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