Greifvogelschau zog so 1.500 Besucher an:
Von Auge zu Auge - mit Turmfalken und Wüstenbussard

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 Waghäusel. Der Turmfalke, „Vogel des Jahres“ 2007 in Deutschland, sei die am häufigsten vorkommende Falkenart in Mitteleuropa, genieße einen hohen Bekanntheitsgrad, da er sich inzwischen auch Städte als Lebensraum erobert habe.
Turmfalke, Sakerfalke, Wüstenbussard, Waldkauz und Steinkauz: Sie alle sind in Kirrlach versammelt, alles schöne sehenswerte Exemplare. Mit erkennbarem Stolz lassen sich die Tierchen auf der Hand einer hübschen Falkner-Assistentin dem Publikum zeigen. Werden sie gerade nicht durch die Sitzreihen der Besucher getragen und gezeigt, warten sie hinter dem Eingangsbereich des Vogelparks auf ihren Einsatz und lassen sich bereitwillig bewundern, von Kindern ebenso wie von Erwachsenen.
Wann erleben die Waghäuseler – in diesem Fall die Kirrlacher und die vielen auswärtigen Gäste beim Vogelparkfest – direkte Begegnungen mit den „Königen der Lüfte“? Von Auge zu Auge? Greifvögel waren für die Menschen schon immer Faszination und Quelle für Mythen. Denn sie stehen für Kraft, Mut und grenzenlose Freiheit. Beim zweitägigen Vogelparkfest des 106 Jahre alten Kirrlacher Vogelschutzvereins ließen sich die Besucher von der Magie der Greifvögel beeindrucken.
Bei der Greifvogelschau wurde auf unterhaltsame Weise Wissenswertes über die heimischen Greifvögel, über ihr Verhalten und ihre natürliche Lebensweise vermittelt. Mehrere ihrer zahlreichen Raub- und Greifvögel mitsamt Eulen hatten Axel Haas und Tanja Beisert aus ihrer Falknerei in Rust mitgebracht. Doch wegen des zeitweise starken Windes konnte das Falkner-Duo die Prachtexemplare nicht frei fliegen lassen. So durften die fünf gefiederten Ruster Tiere ganz aus der Nähe betrachtet werden.
Weltweit gebe es etwa 310 Greifvogelarten, davon brüten in Europa nur 39, war zu erfahren. Interesse fand besonders der finster blickende Turmfalke, der für seine schrillen Laute bekannt ist und seine Beute im Rüttelflug anvisiert. Als unheimlicher „Totenvogel“ gelte der Steinkauz, hieß es. Dessen Ruf werde oft als „Komm mit“ gedeutet.
Vor Ort wiesen die Vorsitzende des Vogelschutzvereins, Natascha Ehringer, und der Chef des Förderkreises Vogelpark, Ludwig Becker, darauf hin, dass in der großen Vogelparkanlage inzwischen etliche erfolgreiche Neuerungen, Veränderungen und Sanierungen erreicht worden seien, „aber noch nicht alles Erforderliche.“ Finanziell stehen mehrere Vorhaben an.
Die meisten der wohl rund 1.500 Gäste unternahmen auch einen Rundgang und schauten in die Gehege und Voliere der 200 vorhandenen Tiere, genossen die Essensangebote des Vogelvereins, beteiligten sich an der Tombola oder suchten mit ihren Kindern oder Enkeln die große Hüpfburg oder das Kinderschminkzelt auf.

Autor:

Werner Schmidhuber aus Waghäusel

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