Baumpflanz-Aktion der Bieneninitiative
Speyerer Hummelgarten – ein Biotop für Wildbienen in der Stadt

Die Bieneninitiative Speyer ist ein Zusammenschluss von interessierten Bürgern, Naturschützern, Imkern, Landschaftsplanern und Naturkundlern, die sich dem Schutz und der Förderung des Insektenlebens, hier im Stadtgebiet von Speyer, verpflichtet sehen.
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  • hochgeladen von Amanda Kollross

Speyer. Am Samstag startete die Bieneninitiative offiziell ihr neues Projekt „Speyerer Hummelgarten – ein Biotop für Wildbienen in der Stadt“ mit einer Baumpflanz-Aktion. Als ersten Baum auf dem Gelände des Wildbienengartens hinter dem Judomaxx pflanzte die Beigeordnete Stefanie Seiler einen „Heimeldinger“.Dieser Apfelbaum, eine alte Pfälzer Sorte, macht den Anfang einer wildbienenfreundlichen Bepflanzung und Gartengestaltung, die sich an der natürlichen Flora der Region orientieren wird.  Die Bieneninitiative hat sich dem Schutz und der Förderung von Wildbienen in Speyer verschrieben. Wildbienen sieht sie dabei als Schirmarten der bedrohten Insektenwelt. Mit dem Gartenprojekt möchte die Initiative praktische Anregungen zur Nachahmung in Privatgärten geben, damit auch dort mehr Nahrungs- und Nisthabitate entstehen. Das Konzept zum Speyerer Hummelgarten geht aber über diese „Schaugartenfunktion“ hinaus: Der Garten soll Menschen zusammenbringen. Bei offenen Gartentagen sind alle willkommen, die gerne naturnah mitgärtnern möchten. Parallel wird ein kulturelles Angebot dazu einladen, den kleinen Wundern der Natur auf kreative Art zu begegnen. So ist für 2019 in Kooperation mit der Volkshochschule schon ein Programm „Alternatives Gärtnern für Kinder“ eingeplant.
Von den 570 Wildbienenarten in Deutschland stehen 293 auf der roten Liste der bedrohten Arten. Schutzmaßnahmen für Wildbienen im Siedlungsraum sind sehr sinnvoll, denn dort ist kleinräumiger Strukturreichtum, der für die Lebensweise dieser Insekten förderlich ist, leicht zu erhalten, während dies unter Bedingungen der intensiven Landwirtschaft derzeit nicht mehr gewährleistet ist. In den Städten lebt die Mehrzahl der Menschen, ihnen ein ökologische Zusammenhänge bewusst zu machen, ist wichtig und notwendig, damit die Ressourcen der Natur für die kommenden Generationen erhalten bleiben.
Auf einem brachliegenden Gelände hinter dem Judomaxx stellte die Stadt etwa 150 Quadratmeter für das Projekt „Speyerer Hummelgarten“ zur Verfügung. Aktuell ist der Garten im „Rohbau“. Erdarbeiten und der wassergebundene Weg wurden professionell von einer Firma ausgeführt, die Trockenmauer um das zentrale Hochbeet errichteten freiwillige Bienenfreunde in einer gemeinsamen Samstagsaktion unter Anleitung des Speyerer Imkers Egon Schönberg. Auf einer angrenzenden Fläche soll im Frühjahr eine mehrjährige regionale Blühmischung eingesät werden. Auch hier war eine Gruppe Freiwilliger mit Pflug und Hacke im Einsatz, als Partner im „Netzwerk blühende Landschaft“ will sie ein Augenmerk auf „öffentliches Bunt für Bienen und Co“ in Speyer richten. „Schon jetzt steckt ordentlich Muskelkater und viel Herzblut im Hummelgarten. Wir sind sehr gespannt wie er sich weiter entwickelt – auf alle Fälle kann man hier ganz praktisch etwas tun für Biene, Hummel und Co. “ ps

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