Altpörtel in Speyer öffnet wieder: Das müssen Besucher jetzt wissen
- Wer zum Speyerer Altpörtel will, muss sich künftig an feste Zeitfenster halten.
- Foto: CC-BY Pfalz Touristik, Fachenbach Medien
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Speyer. Nach Jahren hinter verschlossenen Türen können Einheimische und Gäste das Altpörtel wieder besuchen. Ab Mittwoch, 2. September ist Speyers Wahrzeichen erneut zugänglich. Wer hoch hinaus will, muss sich künftig auf feste Zeitfenster einstellen.
Die Stadtverwaltung Speyer spricht von vielen Nachfragen aus der Bevölkerung seit der Schließung im Jahr 2020. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler verbindet die Wiederöffnung auch mit den abgeschlossenen Sanierungsarbeiten und dem nun erfüllten Brandschutz.
Maximal 15 Personen, feste Zeitfenster
Wegen der Brandschutzvorgaben lässt das Altpörtel künftig gleichzeitig nur noch maximal 15 Besucherinnen und Besucher hinein. Der Zutritt läuft deshalb über feste Zeitfenster.
Die Stadt bietet drei Formen an. Es gibt den Individualbesuch mit Fokus auf den Aussichtsturm. Es gibt öffentliche Führungen zur Geschichte und Bedeutung des Bauwerks. Und Gruppen können Führungen buchen. Individuelle Besuche dauern pro Zeitfenster 30 Minuten. Führungen dauern 45 Minuten.
Das Altpörtel bleibt grundsätzlich ganzjährig geöffnet. Je nach Jahreszeit gelten unterschiedliche Besuchszeiten und Angebote. Von April bis Oktober sind individuelle Besuche ohne Führung mittwochs und freitags am Nachmittag sowie samstags am Vormittag möglich. Führungen finden samstags am Nachmittag sowie sonntags und feiertags statt.
Tickets können online über visitspeyer.de oder in der Tourist-Information gebucht werden. Spontan klappt ein Besuch nur, wenn noch Kapazitäten frei sind. Die Stadtverwaltung empfiehlt deshalb eine frühzeitige Buchung.
Brandschutz und neue Beleuchtung: Das hat die Sanierung umfasst
Vor der Wiederöffnung setzte die Stadt umfangreiche brandschutztechnische Maßnahmen nach einem genehmigten Konzept um. Dazu gehören eine Brandmeldeanlage sowie eine Not- und Sicherheitsbeleuchtung. Die Stadt baute außerdem Rauchschürzen auf mehreren Ebenen ein und installierte auf der Galerie-Ebene eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage.
Zusätzlich reinigte das Team den Dachstuhl und entfernte Taubendreck. Die Stadt baute die bisherige Heizung des Trausaals und die Teeküche zurück. Aus dem ehemaligen Putzraum entstand die Brandmeldezentrale.
Auch Elektrik, Leitungsführung und die Beleuchtung überarbeitete die Stadt. Grundlage war ein beschlossener Lichtmasterplan. Eine neue Beleuchtung mit Steuerungstechnik ersetzt die bisherige Anlage. Die Gesamtkosten inklusive Fachplaner beziffert die Stadt auf rund 495.000 Euro.
Wer es bis nach oben schafft, bekommt laut Stadtverwaltung besondere Ausblicke. Von der Galerie aus lassen sich unter anderem Gedächtniskirche, Rhein und das Technik Museum Speyer sehen. Auch der Blick in Richtung Villa Ludwigshöhe und Hambacher Schloss macht die Verbindung zur Weinstraße sichtbar.
Mit der Wiederöffnung startet auch der Verkauf des dritten Speyerer Null-Euro-Scheins. Der Souvenir- und Sammelartikel zeigt das Altpörtel aus der Perspektive der Maximilianstraße und liegt ab Mittwoch, 2. September in der Tourist-Information bereit.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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