Jazz im Rathaushof 2025: Drei Tage voller Swing, Glamour und Sommerfeeling in Speyer
- "Jazz im Rathaushof" - ein besonderer Dreiklang aus Musik, Ambiente und Gastlichkeit
- Foto: Anke Illig
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Speyer. Auch in diesem Jahr verwandelt sich der Speyerer Rathausinnenhof für ein Wochenende in eine stilvolle Open-Air-Bühne für hochkarätigen Jazz. Vom 22. bis 24. August 2025 lädt das traditionsreiche Festival „Jazz im Rathaushof“ erneut zu musikalischen Begegnungen, sommerlicher Atmosphäre und swingenden Klangwelten ein. Mit einem vielseitigen Line-up von Ragtime bis Bigband, von traditionell bis temperamentvoll präsentiert Kurator Matthias Debus in seinem zweiten Amtsjahr ein Programm, das Genregrenzen charmant ignoriert und ganz im Zeichen lebendiger Jazzkultur steht.
- Kurator Matthias Debus
- Foto: Matthias Debus
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Ob in der Leichtigkeit des Samstagvormittags oder in der energiegeladenen Abendstimmung: Die eingeladenen Formationen bringen internationale Klasse auf die Bühne – und das vor der historischen Kulisse des Speyerer Rathauses, flankiert von kulinarischen Angeboten aus dem Ratskeller. So entsteht auch 2025 wieder jener besondere Dreiklang aus Musik, Ambiente und Gastlichkeit, der das Festival seit Jahren prägt.
Swingende Zeitreise in die Roaring Twenties
Eröffnet wird das Festival am Freitag, 22. August, um 19.30 Uhr mit einer Reise durch das goldene Zeitalter von Ragtime, Boogie Woogie, Harlem Stride und Barrelhouse. Bereits mit der Gründung von Rag Doll im Jahr 2012 war klar – Bessie Smith ist schuld daran, dass sich Sängerin Käthe von T. und Pianistin Amy Protscher mit Rag Doll den 1920er Jahren und ihrer Musik verschrieben haben.
Vom emotionalen Überschwang und dem derben, aber ehrlichen Humor der „Kaiserin des Blues” Bessie Smith und ihren Zeitgenossinnen von Ma Rainey und Ethel Waters bis Alberta Hunter lassen sich die Berliner Musikerinnen immer wieder gern in dieses goldene Musikzeitalter und seine Geschichte(n) entführen. Vervollständigt wird das Trio Rag Doll durch Ulrikke Hanspach-Torkildsen aus Oslo, deren furiose Virtuosität an der Posaune die Besetzung des klassischen Bessie-Smith-Trios komplettiert.
- Rag Doll
- Foto: Zuzanna Specjal
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Glamouröser Swing – eine Hommage an die Meister
Am Samstag, 23. August, um 11.30 Uhr geht es unter dem Motto „Tribute to the masters of swing!“ weiter. Dieses Motto hat sich das Blue Sky Orchestra auf die Fahnen geschrieben und lässt die „Goldenen Zeiten” der Swing-Ära wiederaufleben. Von Frank Sinatra bis Dean Martin, Benny Goodman bis Count Basie, das Blue Sky Orchestra hat Swing nicht nur im Repertoire, sondern auch im Blut.
Die hochkarätigen Musiker um Felix Wiegand und die Brüder Robert und Martin Führer sorgen für ein Swing-Erlebnis der besonderen Art: extravagant, glamourös, stimmungs- und niveauvoll. Dabei dürfen große Klassiker wie „Lady Is A Tramp”, „Come Fly With Me” oder „Fly Me To The Moon” nicht fehlen. Dass die Bigband neben diesen oft und gern gehörten Hits auch ausgesuchte Perlen der Swingzeit spielt – wie „9:20 Special” oder „Jitterbug Boogie” – beweist einmal mehr, dass das erstklassige Ensemble seit Jahren in der professionellen Musical- und Bigband-Szene Deutschlands zuhause ist. Das Herz der Band bildet die Rhythmusgruppe mit Piano, Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug. Hinzu kommt die Bläsergruppe, bestehend aus Trompete, Posaune, Alt- und Tenorsaxofon.
- Blue Sky Orchestra
- Foto: Blue Sky
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Rauer Sound trifft Swing – die Rockband der Swing-Szene
Am Samstag, 23. August, steht ab 19.30 Uhr The Huggee Swing Band auf der Bühne. Man könnte sie auch als „die Rockband unter den Swing Bands” bezeichnen: Rau. Wild. Kompromisslos. Gegründet zur Eröffnung der Mannheimer Szene-Kneipe „Hagestolz” kämpfte sich die Band hoch bis ins Berliner Konzerthaus. Heute ist sie deutschlandweit bekannt und nicht mehr aus der Swing-Szene wegzudenken.
Die Band steht seit jeher für einen Mix aus Leichtsinn und Ernsthaftigkeit, Tradition und Moderne, MP3 und Vinyl oder Tanzschuh und Sneaker. Ob traditionelle Songs in modernem Gewand oder genau umgekehrt, alles kann, nichts muss. Nach fünf Jahren Instrumental-Swing schlagen die Huggees mit ihrem aktuellen Album „Nightmood” ein neues Kapitel in ihrer Bandgeschichte auf und holen sich Verstärkung am Gesang. Mit Jil Pappert aus Mannheim hat die Band eine Sängerin gefunden, die mit ihrer herausragenden Stimmfarbe und coolen Attitude wie die Faust auf’s Auge zu den sieben Jungs passt.
- The Huggee Swing Band
- Foto: Anna Logue
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Lässiger Jazz mit jungen Wilden
Am Sonntag, 24. August, um 11.30 Uhr präsentiert der international renommierte und mehrfach preisgekrönte Musiker Chris Hopkins gemeinsam im Quartett mit den „Young Lions” große Melodien aus dem New Yorker Jazz Age, heiße Latin-Klänge, gefühlvolle Balladen und bluesgetränkten Improvisationen. Er trat bereits mit Jazz-Größen wie Clark Terry, Butch Miles und Till Brönner auf. In seiner Funktion als Jazz-Dozent an der Hochschule für Musik und Tanz Köln wurde er mit mehreren Auszeichnungen für seine Verdienste um den klassischen Jazz in Europa geehrt.
Mit den „Young Lions” hat sich eine Formation aus besonders talentierten Jazz-Nachwuchsmusikern gefunden, die mit einer Mischung aus Eleganz, Übermut, Humor und Lebensfreude aufwarten. Das Publikum erwartet eine spektakuläre Show mit Swing Classics, mit melodiösen Vocal-Nummern, fetzigen Instrumentals sowie überraschenden Instrumenten- und Besetzungswechseln
Ein Blick hinter die Kulissen – Kurator im Gespräch
- Chris Hopkins
- Foto: Sascha Kletzsch
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Es ist das zweite "Jazz im Rathaushof"-Jahr für Matthias Debus als künstlerischer Leiter des Festivals. „Musik verbindet, tröstet, inspiriert - und schafft Räume der Begegnung und des Miteinanders", sagt er. Festivals wie „Jazz im Rathaushof“ seien deshalb mehr als bloße Unterhaltung: "Sie sind Ausdruck gelebter Kultur, Zeichen von Offenheit und ein wertvoller Beitrag zu einer lebendigen Stadtgesellschaft.“
Eintrittskarten für die Abendkonzerte gibt es online unter www.stadt-speyer.reservix.de/events, bei der Tourist-Information Speyer sowie bei allen anderen Reservix-Vorverkaufsstellen. Die Abendkasse öffnet jeweils 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn, sofern noch Restkarten verfügbar sind. Der Eintritt zu den Konzerten am Samstag- und Sonntagmittag ist frei.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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