Team31 leistet in Schifferstadt Hilfe zur Selbsthilfe
Migranten nähen Corona-Masken für die eigene Community

Team31 beim Packen der Masken

Schifferstadt.  Wie andere Vereine auch musste die Schifferstadter Flüchtlingsinitiative Team31 Mitte März ihre Aktivitäten zur Unterstützung von Migranten von einem Tag auf den anderen nahezu vollständig einstellen. Davon waren ganz besonders auch die persönlichen Begegnungen im Rahmen von Patenschaften und der Unterstützung beim Deutschlernen betroffen.

„Natürlich haben wir uns große Sorgen um die Gesundheit der Migranten und ihrer Familien gemacht“, berichtet Sigrid Fischer, Team31-Vorstandsmitglied. „Wir haben alle uns zur Verfügung stehenden Kanäle – unsere Vereins-Homepage, die sozialen Medien, Telefon, Aushänge – genutzt, um die Migranten in sieben Sprachen über das Coronavirus als solches, die Übertragungswege sowie die notwendigen Hygienemaßnahmen zu informieren.“ Später seien dann Informationen über die Einschränkungen im öffentlichen Leben und die weiteren Verordnungen, die durch die Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis erlassen wurden, gefolgt.

Masken und Aufklärungsflyer in sieben Sprachen

Als zur Lockerung der Kontaktsperren die Mund-/Nasenschutzpflicht für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und beispielsweise das Einkaufen eingeführt wurde, entsprechende Masken jedoch kaum verfügbar waren, wurde das Team31 gemeinsam mit einigen Migranten selbst aktiv: Unter fachkundiger Leitung eines Migranten, der in seinem Heimatland Afghanistan als Schneider gearbeitet hatte, nähten weitere sechs Teilnehmer 130 Masken. Diese wurden in den letzten Wochen zusammen mit in sieben Sprachen verfassten Hinweisen zu Gebrauch und Reinigung der Masken schwerpunktmäßig an alleinreisende Flüchtlinge, aber auch an Migrantenfamilien verteilt.
Die benötigten Stoffe wurden teilweise gespendet und teilweise durch das Team31 finanziert. Die Nähmaschinen stellte leihweise die Stadtverwaltung Schifferstadt zur Verfügung. Sie waren vor vier Jahren für ein Projekt „Nähkurs für Migrantinnen“ aus Landesmitteln angeschafft worden und bereits seit einiger Zeit ungenutzt eingelagert.
„Die Masken schützen unsere Mitmenschen vor einer eventuellen Infektion. Außerdem sind sie günstiger und vor allem umweltfreundlicher als gekaufte Einmal-Masken. Für uns ist das gelebte Solidarität und Gemeinsinn von Migranten und Einheimischen“, berichtet Zafer Peynir aus der Türkei, der sich an der Näh-Aktion beteiligt hat.

Autor:

Heike Schwitalla aus Karlsruhe

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