Bündnis 90/Die Grünen
Deutschlandticket in den Sommerferien: Donnersbergkreis geht leer aus
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Der Donnersbergkreis wird seinen Schülerinnen und Schülern in den Sommerferien kein Deutschlandticket zur Verfügung stellen. Damit zeigt sich erneut, dass es in Rheinland-Pfalz keine verlässliche landesweite Lösung gibt. Am Ende hängt die Mobilität junger Menschen davon ab, in welchem Landkreis sie wohnen.
Das ist ein Problem. Schülerinnen und Schüler im Donnersbergkreis werden im Juli faktisch abgehängt. Der Landkreis kann es sich nicht leisten, das Deutschlandticket auch für die Ferien zu finanzieren. Andere Kommunen finden vielleicht eigene Lösungen, andere nicht. So entsteht ein Flickenteppich, bei dem Kinder, Jugendliche und ihre Familien die Leidtragenden sind.
Gerade in den Sommerferien ist Mobilität wichtig. Junge Menschen wollen ins Schwimmbad, Freundinnen und Freunde besuchen, zum Public Viewing fahren oder ihren Ferienjob erreichen. Es darf nicht vom Wohnort abhängen.
Deshalb ist das Land in der Verantwortung. Die Mittel für die Schülerbeförderung müssen den Landkreisen zwölf Monate im Jahr zur Verfügung stehen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Schülerinnen und Schüler in allen Regionen gleichbehandelt werden.
Das Deutschlandticket bedeutet Freiheit und Teilhabe. Für viele Familien, die ohnehin finanziell belastet sind, wäre es eine echte Entlastung. Die jetzige Situation schafft dagegen Ungerechtigkeit zwischen den Kommunen und zusätzlichen bürokratischen Aufwand.
Ministerpräsident Schnieder hatte im Wahlkampf ein kostenfreies Deutschlandticket für alle Schülerinnen und Schüler versprochen. Dieses Versprechen wurde von Schwarz-Rot längst einkassiert. Umso wichtiger ist es jetzt, wenigstens eine faire und einheitliche Regelung für Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz zu schaffen.
Autor:Mirco Faller aus Rockenhausen |
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