Christel und Werner Wilhelm spenden für Pirmasenser Hospiz
Mit 50.000 Euro gutes Beispiel geben

Für die Erweiterung des Hospiz "Haus Magdalena" in Pirmasens spendeten Christel (2. von rechts) und Werner Wilhelm (links) 50.000 Euro an den Förderverein, vertreten durch Dr. Carsten Henn (rechts) und Anette Legleitner. Foto: Kling
  • Für die Erweiterung des Hospiz "Haus Magdalena" in Pirmasens spendeten Christel (2. von rechts) und Werner Wilhelm (links) 50.000 Euro an den Förderverein, vertreten durch Dr. Carsten Henn (rechts) und Anette Legleitner. Foto: Kling
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Pirmasens. Die Palliativmedizin ist und bleibt in der Gesellschaft ein Tabuthema, sagt Dr. Carsten Henn vom Förderverein Hospiz „Haus Magdalena“. Deshalb ist er dankbar, dass die „größte Einzelspende, die wir jemals erhalten haben“, wieder für ein Echo in der Öffentlichkeit sorgt. Christel und Werner Wilhelm vom gleichnamigen Textil-Unternehmen wollten „nicht kleckern“ und haben deshalb 50.000 Euro für den geplanten Erweiterungsbau zur Verfügung gestellt. Mit einem Kostenaufwand von rund 3 Millionen Euro, davon muss das Diakoniezentrum als Träger 900.000 Euro selbst stemmen, sollen die sechs Zimmer des Hospiz um weitere zwölf Räumlichkeiten erweitert werden.
„Wir wollten aus Überzeugung etwas Gutes tun“, begründet Werner Wilhelm das private Engagement. Angeregt durch den Vorsitzenden des Fördervereins Hospiz „Haus Magdalena“, „unser guter Freund Carsten Henn“, habe man sich entschlossen diese „notwendige Einrichtung“ zu unterstützen. Mittlerweile kenne er auch Menschen, die davon schon profitieren konnten. Die Firma Wilhelm Textil, 1948 gegründet und mit Niederlassungen in zahlreichen Ländern, habe ein gewisses Spendenbudget. Aus diesem Topf hat das Ehepaar Wilhelm die Summe von 50.000 Euro für den guten Zweck abgezweigt. „Wir hoffen, dass wir dem Hospiz damit dienlich sein konnten und möchten weitere Sponsoren zur Nachahmung motivieren“, sagt Werner Wilhelm.
„Jeder Stein hilft“, so Dr. Carsten Henn, der sich über große und kleine Spenden freut und bekennt, es sei harte Arbeit, die erforderliche Summe zu erbringen. Dank der Großzügigkeit der Familie Wilhelm sei nun die Realisierung eines Zimmers möglich. Aber noch ist das angestrebte Ziel in weiter Ferne, denn das Diakoniezentrum braucht nicht nur die Mittel, um zu bauen. Auch das wirtschaftliche Risiko verbleibt beim Träger. Zwar ist das Haus mit den sechs Zimmer mehr als ausgelastet, doch für die laufenden Kosten müssen jährlich rund 90.000 Euro aufgebracht werden.
Wie Henn betont, müsse der Druck auf politischer Ebene weiter verstärkt werden, um ein solches Projekt auszufinanzieren. In der heutigen Gesellschaft sei die Versorgung von Schwangeren und Kleinkindern gesichert, man tue sich aber unheimlich schwer „die Palliativmedizin zu unterstützen, bemängelt Carsten Henn. Deshalb wertet der Mediziner das private Engagement umso höher. Schließlich sei es enorm wichtig, „dass die Erweiterung des Hospiz endlich auf den Weg gebracht wird“.
Der Förderverein hat verschiedene Aktionen geplant. So findet am 4. August auf dem Exerzierplatz ein musikalischer Frühschoppen mit einer Informationsveranstaltung statt und im Februar soll ein Konzert mit dem SAP-Orchester steigen. (ak)

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