Neue Ausstellung des Kunstvereins Dahn
Farben, Formen und ganz viel Emotionen

Mit seinen informellen Farblandschaften spricht Nikolaus Hipp das Gefühl des Betrachters an. Foto: ps
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Südwestpfalz. In der Ausstellung „Farbe – Form – Emotion“ des Kunstvereins Dahn ab 23. September zeigen drei Künstler, die alle in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts geboren wurden, ihre komplett unterschiedlichen Schaffensauffassungen und Ausdrucksweisen sowie ihre Herangehensweisen an künstlerische Fragestellungen und Konzepte. Die Eröffnung findet am Sonntag um 11.30 Uhr im Alten Rathaus der Stadt Dahn in der Marktstraße 7 am Kreisel statt. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Kristin Korz stellt der Kurator und Galerist Mathias Beck die Künstler und ihre Arbeiten vor.
Nikolaus Hipp ist vielen eher als Unternehmer, denn als Künstler bekannt. Dabei studierte er vor dem Eintritt in das Familienunternehmen freie Kunst als Meisterschüler an der Münchner Malschule von Heinrich Kropp. Nikolaus Hipp sieht die Kunst nicht als Hobby, er versucht, ihr täglich Platz in seinem Leben einzuräumen. Mit seinen informellen Farblandschaften spricht er das Gefühl des Betrachters an und ruft sinnlich-emotionale Empfindungen hervor. Der impulsive und ungeplante Malprozess hat nicht das Ziel, am Ende zu einem klassisch erkennbaren Bildmotiv zu führen. Er gibt stattdessen einen Teil der Persönlichkeit und der Gefühlswelt des Malers preis.
Der vom Bauhaus inspirierte „Lichtfänger“ Ulrich Behl widmet sich in seinen Zeichnungen und Objekten dem Spannungsverhältnis von Licht und Schatten. Behl stellt dem Licht eine Falle. Papier spielt dabei eine besondere Rolle. Seine Objekte versieht er mit einer hauchdünnen Schicht von Papier, die die Unterkonstruktion der geometrischen Figuren bis zu einem gewissen Grad immer noch erkennen lässt. Durch die Inszenierung der Erscheinungsformen des Lichts, dem Wechselspiel von Hell und Dunkel, von weißen Kanten und grau nuancierten Flächen und Tiefen, werden die Arbeiten von Ulrich Behl lebendig.
Farben, Flächen, Linien: In den Arbeiten des Österreichers Friedrich Siegel verschmelzen diese malerischen Elemente zu ungegenständlichen Kompositionen einer philosophisch-spirituellen Daseinsbetrachtung. Rätselhaft und unergründlich mit eingewobenen Textfragmenten, Gedankenbruchstücken, Andeutungen und Wortgebilden, die den Betrachter aber nicht direkt zum Sinn der Bilder führen. Die Arbeiten verweigern sich einer allzu schnellen und eindeutigen Auslegung, so wie auch die menschlich-essentiellen Fragen, die hinter den Arbeiten stehen. Sie handeln von der Liebe und der Polarität der Geschlechter ebenso wie von Macht, Gewalt und der Frage nach Gott und dem Universum.
Die Ausstellung ist vom 23. September bis 21. Oktober mittwochs, donnerstags und sonntags von 15 bis 18. Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter www.kunstverein-dahn.de. ak/ps

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