Oberbürgermeister Weigel überreicht 28 Einbürgerungsurkunden
- 28 Neustadterinnen und Neustadter aus 14 Nationen haben von Oberbürgermeister Marc Weigel die Einbürgerungsurkunde erhalten.
- Foto: Stadtverwaltung Neustadt
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Neustadt. Im feierlichen Rahmen im Ratssaal hat Oberbürgermeister Marc Weigel 28 Neustadterinnen und Neustadtern die Einbürgerungsurkunde überreicht. Damit haben sie nach einem langen Prozess die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Die aus 14 Nationen stammenden Eingebürgerten bekannten sich öffentlich zu den freiheitlich-demokratischen Grundwerten Deutschlands wie Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie Religionsfreiheit. Die 28 Frauen, Männer und Kinder haben ihre Wurzeln in Afghanistan, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Guinea, Indien, Kanada, Kirgistan, Polen, Rumänien, Russland, Sambia, Syrien, Togo und der Türkei.
„Für jede und jeden von ihnen ist dieser Tag ein ganz besonderes Ereignis“, betonte Oberbürgermeister Weigel in seiner Ansprache. „Die deutsche Staatsangehörigkeit ist weit mehr als ein Stück Papier oder ein Pass. Sie ist ein entscheidender Teil der eigenen Identität und ein klares Bekenntnis zu den Werten unserer Bundesrepublik.“ Zu den Voraussetzungen für die Erlangung der Staatsangehörigkeit gehören Straffreiheit, die eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts sowie gute Deutschkenntnisse. „Sie alle haben diese Herausforderungen gemeistert. Darauf können Sie stolz sein“, so Weigel.
Rechte und Pflichten – Mehr als nur der Erhalt eines Passes
Er hob hervor, dass die Staatsbürgerschaft mit vielen Pflichten, aber auch weitreichenden Rechten verbunden ist. „Sie dürfen nicht nur wählen, Sie können auch selbst kandidieren – ob für den Stadtrat oder andere politische Gremien. Nutzen Sie dieses Recht“, nannte der Oberbürgermeister ein Beispiel. Dieser Aufruf zur aktiven Teilhabe war Weigel besonders wichtig: „Ich hoffe, dass Sie sich in Neustadt noch stärker zu Hause fühlen – und dass Sie sich einbringen: in Vereinen, in Sport und Kultur, im Ehrenamt oder eben in der Politik. Trauen Sie sich mitzumachen! Unsere Stadt lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen.“
Als Beispiel für gelingendes Engagement verwies Weigel auf lokale Initiativen wie den „Verein für Bildung und Kultur“, der etwa täglich Hausaufgabenbetreuung anbietet. „Solche Angebote zeigen, wie Bürgerinnen und Bürger unsere Stadt stärken können – und wie sehr wir auf freiwilliges Engagement angewiesen sind.“
Historische Verbindung – Hambacher Fest als Symbol
Weigel erinnerte auch an die besondere geschichtliche Bedeutung Neustadts. „Beim Hambacher Fest 1832 haben mutige Menschen hier in unserer Stadt Freiheit, Demokratie und europäische Einigung gefordert. Diese Werte prägen uns bis heute. Und genau diese Werte bekennen Sie heute mit der Einbürgerung.“
Nach dem gemeinsamen Sprechen des Bekenntnisses zum Grundgesetz überreichte der Oberbürgermeister die Urkunden und erklärte: „Sie werden in unserem Land gebraucht und sind willkommen. Ihr Engagement, Ihre Erfahrungen und Ihre Perspektiven bereichern unsere Stadt. Ich gratuliere herzlich zu Ihrer deutschen Staatsbürgerschaft!“ [red]
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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