JuFo-AG: Erfolgreicher Start ins Wettbewerbsjahr 2026
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Neustadt. Mit insgesamt 25 Projekten und 34 Schülerinnen und Schülern ist die Jugend-forscht-AG Neustadt in ihr 13. Wettbewerbsjahr gestartet. Die Projekte decken ein breites Themenspektrum aus den Bereichen Technik, Chemie, Physik, Informatik und Biologie ab. Beteiligt sind Schülerinnen und Schüler aus allen Neustadter Gymnasien sowie dem Gymnasium Edenkoben, der Realschule Plus, der Montessori-Schule Landau und weiteren Schulen.
Am vergangenen Samstag konnten zwei Projekte der AG beim Jugend forscht-Regionalwettbewerb in der Sparkasse Kaiserslautern vorgestellt werden – mit großem Erfolg. Die Neustadter Teams ließen die Konkurrenz aus Kaiserslautern hinter sich und brachten Gold und Silber mit nach Neustadt.
Fabian Vöhringer und Carlos Römer wurden mit ihrem Projekt „HeadPilot – Barrierefreier Rennspaß“ Regionalsieger in der Sparte Arbeitswelt. Sie werden ihr Projekt am 23. und 24. April beim Landeswettbewerb in Ingelheim am Rhein bei der Firma Boehringer Ingelheim vorstellen und dort um den Landessieg kämpfen.
Im Rahmen des Projekts entwickelten die Schüler einen Fahrsimulator, der speziell für körperlich beeinträchtigte Menschen zugänglich ist. Dafür untersuchten sie verschiedene Sensoren und experimentierten intensiv mit Steuerungsmöglichkeiten, bei denen ein virtuelles Rennen ausschließlich durch Kopfbewegungen gesteuert werden kann – ganz ohne Einsatz von Armen oder Beinen. Das entwickelte Steuermodul eignet sich dabei nicht nur für Rennspiele, sondern perspektivisch auch für die Steuerung eines Rollstuhls.
Nachdem AG-Leiter Sergej Buragin beim Neujahrsempfang von Oberbürgermeister Marc Weigel einen Autosimulator der Firma TRE – Team Rosberg Engineering gesehen hatte, nahm er Kontakt auf und besuchte mit den beiden Jungforschern die Entwickler. Die Schüler zeigten sich begeistert und konnten wertvolle Einblicke in den Rennsport und den Simulatorbau gewinnen. So hoben auch die Juroren in Kaiserslautern die große Begeisterung und Tiefe des Projekts ausdrücklich hervor.
Den zweiten Platz belegten Valerie und Hanna Römer, die jüngeren Schwestern von Carlos Römer. Mit ihrem Projekt „Puh, das stinkt! – Können Edelstahlseifen intensive Gerüche reduzieren?“ untersuchten sie, ob Edelstahl tatsächlich Gerüche neutralisieren kann. Dafür ließen sie zahlreiche Familienmitglieder, Mitschüler und Lehrkräfte Knoblauch mit und ohne Edelstahlseife riechen und wiesen anschließend mathematisch nach, dass Edelstahlseifen tatsächlich eine geruchsmindernde Wirkung haben.
Vorbereitet wurden alle Arbeiten im Experimentierhaus am Alten Viehberg. Dort wurde in den vergangenen Wochen intensiv gearbeitet: Modelle wurden gebaut, Plakate gestaltet und Präsentationen einstudiert. Denn bei Jugend forscht geht es nicht nur um die Umsetzung innovativer Ideen, sondern auch um die wissenschaftliche Dokumentation und die Präsentation der Projekte.
Ein weiterer wichtiger Termin für die Jugend-forscht-AG ist der 19. Februar: Mit über 20 Projekten wird die AG gleichzeitig bei den Wettbewerben in Landau (NTK) und Frankenthal (KSB) vertreten sein. Deshalb brennt aktuell im Haus am Alten Viehberg oft bis in die späten Abendstunden Licht – ein Zeichen für das große Engagement der jungen Forscherinnen und Forscher.
Fotos: Buragin, Vöhringer
Autor:Andreas Böhringer aus Neustadt/Weinstraße |
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