Früchteteppich in St. Martin zeigt Kunst mit Botschaft
- Der Früchteteppich in der Pfarrkirche St. Martin ist bis 28. November täglich bei freiem Eintritt zu sehen.
- Foto: Anke Ruzika
- hochgeladen von Eva Bender
St. Martin. In der Pfarrkirche St. Martin ist ab sofort wieder der Früchteteppich zu sehen. Das zwei mal drei Meter große Kunstwerk bleibt bis 28. November täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet und zieht wie in den Vorjahren mehrere tausend Menschen aus der Region und darüber hinaus an.
Mehr als eine Million Körner, Kräuter und Früchte stecken in dem Bild, das in Handarbeit entstanden ist. Nach Angaben der Organisatorinnen ist es der bisher künstlerisch und handwerklich anspruchsvollste Früchteteppich. Über 350 Stunden Arbeit stecken in dem Werk.
Das Motiv zeigt die Herbergssuche von Maria und Josef. Unter dem Leitmotiv Gutes liegt im Tun greift der Teppich eine zeitlose Frage auf. Es geht darum, wie Menschen anderen begegnen, die auf Hilfe angewiesen sind.
Kunstwerk soll zum Nachdenken und Helfen anregen
Die ehrenamtlich engagierten Anke, Mareike und Pia Ruzika sowie Gabi Glaser und Rita Dick gestalten den Früchteteppich seit vielen Jahren. Sie sagen: „Das diesjährige Motiv ist der bisher künstlerisch und handwerklich anspruchsvollste Früchteteppich“.
Außerdem erklären die Initiatorinnen: „Das Bild hält uns einen Spiegel vor. Das Gute geschieht nicht von selbst. Mitgefühl und Menschlichkeit dürfen nicht im bloßen Gefühl verharren, sondern müssen sich im konkreten Handeln gegenüber unseren Mitmenschen zeigen“.
Der Früchteteppich verbindet in St. Martin Kunst mit einem sozialen Anliegen. Im vergangenen Jahr kamen durch freiwillige Spenden nach Angaben der Veranstalterinnen mehr als 8.000 Euro zusammen. Das Geld ging an Hilfsprojekte wie Lichtblick Neustadt und die Partnergemeinde in Tansania.
Dazu sagen die Künstlerinnen: „Uns ist wichtig, dass die Botschaft des Teppichs nicht in der Kirche verbleibt, sondern ganz praktisch weiterwirkt“.
Der Eintritt ist frei.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |