Von der Dunkelheit ins Licht: "Lobgesang" im Saalbau Neustadt am 17. August
- Sängerinnen und Sänger des LandesJugendChor Rheinland-Pfalz im Konzert
- Foto: Ingrid Windel
- hochgeladen von Maximilian Maximilian Rajczyk
Neustadt. Jugendliche Spitzenensembles aus Rheinland-Pfalz bringen Mendelssohns „Lobgesang“ am Sonntag, 17. August, um 17 Uhr in den Saalbau nach Neustadt. Der Eintritt zum Konzert ist frei.
Mit einem musikalischen Zeichen gegen das Vergessen gedenken das LandesJugendOrchester (LJO) und der LandesJugendChor (LJC) Rheinland-Pfalz dem 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs. In ihrer diesjährigen Sommerarbeitsphase widmen sich die beiden renommierten Nachwuchsensembles der romantischen Sinfoniekantate „Lobgesang“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das eindrucksvolle Konzert findet am Sonntag, 17. August, um 17 Uhr im Saalbau Neustadt an der Weinstraße statt. Der Eintritt ist frei.
Rund 110 junge Musikerinnen und Musiker im Alter von 14 bis 24 Jahren kommen in diesem außergewöhnlichen Projekt zusammen – ausgewählte Talente aus ganz Rheinland-Pfalz, die sich mit großer Hingabe und musikalischem Können dem Werk Mendelssohns nähern. In den Solopartien sind Studierende der Hochschule für Musik Mainz zu hören. Die musikalische Leitung liegt bei der 31-jährigen Dirigentin Katharina Morin, Gewinnerin des Deutschen Chordirigier-Wettbewerbs 2025 und Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe. Unterstützt wird sie während der Probenphase von der 20-jährigen ukrainischen Nachwuchsdirigentin Olha Dondyk, die bereits mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra debütierte.
Mendelssohns „Lobgesang“ (op. 52), 1840 komponiert, verbindet sinfonische und geistliche Elemente und zählt zu den bedeutendsten Werken der deutschen Romantik. Besonders der Satz „Die Nacht ist vergangen“ hebt sich als Sinnbild für Hoffnung und Neubeginn hervor. Dass gerade Mendelssohns Musik in diesem Kontext gewählt wurde, hat auch eine historische Dimension: Während der NS-Zeit wurde sein Werk aufgrund seiner jüdischen Herkunft systematisch aus deutschen Konzertsälen verdrängt – das Konzert setzt somit auch ein klares Zeichen für Erinnerungskultur und musikalische Vielfalt. Begleitend zur musikalischen Arbeit ist ein Besuch der Gedenkstätte KZ Osthofen geplant.
Den Auftakt des Konzerts bildet das atmosphärisch dichte „Impromptu für Streichorchester“ op. 5 Nr. 5 von Jean Sibelius, das als lyrische Einstimmung auf das Hauptwerk dient.
Das Projekt wird gefördert vom Kultursommer Rheinland-Pfalz 2025 sowie durch das „Forum Dirigieren“ des Deutschen Musikrates und die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL). Der Eintritt zum Konzert ist frei, Spenden zur Förderung des musikalischen Nachwuchses sind willkommen.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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