Trotz Risiken: BASF hält an China-Kurs fest – Gewinne lassen auf sich warten
- BASF-Chef Kamieth: Milliardeninvestition in China lohnt sich später als gedacht. (Archivbild)
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Ludwigshafen. Für den Chemiekonzern BASF bedeutet die Eröffnung eines neuen Großwerks in China zunächst geringere Erträge als geplant. Konzernchef Markus Kamieth sagte, die Milliardeninvestition werde sich später auszahlen als ursprünglich erwartet.
Wenige Tage vor der Eröffnung des neuen Standorts im südchinesischen Zhanjiang erklärte Kamieth, der Konzern starte in einem überversorgten Markt. Preise und Margen lägen auf einem historisch niedrigen Niveau. Die Profitabilität werde in den ersten Jahren deutlich unter den früheren Erwartungen bleiben.
China bleibt strategisch wichtig
Grundsätzlich verteidigte der BASF-Chef die Investition. Auch geopolitische Risiken wie ein möglicher Konflikt um Taiwan änderten nichts an der strategischen Bedeutung des chinesischen Marktes. Ein Rückzug aus China käme für BASF einem Verzicht auf rund die Hälfte des Weltmarkts gleich. Dieses Szenario sei riskanter als die Fortsetzung des Engagements.
8,7 Milliarden Euro für neuen Standort
Der neue Verbundstandort in Zhanjiang kostet nach Unternehmensangaben rund 8,7 Milliarden Euro. Es ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Dax-Konzerns. Die Eröffnung ist für Donnerstag, 26. März, geplant.
Für den Südwesten Deutschlands hat das Projekt laut Kamieth keine negativen Folgen. Am Stammwerk in Ludwigshafen investiere BASF weiterhin mehr als an jedem anderen Standort weltweit. Der Ausbau in China diene nicht dazu, Anlagen in Ludwigshafen zu ersetzen. Es werde nichts verlagert. dpa/red
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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